Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 67 (23.8.1897)
- Date
- 1897-08-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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xx xvin z--r,-«g. jk «7 Ein Der Israelit Gentrat-Hrgan für das orlhodoXe Iudenthum. Begründet von Dr. HcTttnantx in Vt«tnr Motttag, de« 23. Eine AMnek abonnirt man bei allen Postanstalten für den Monat 1 September I auf den „Israelit". Dieser Preis tritt aber nur ein Sei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-ZeitungSfchalter des Wohnortes des Bestellers oder bet dem betreffenden Landbriefträger aufgegeben werden. Die Erpe-rtton des „Israelit". Leitender ArMei. Allerhand Ausreden. *) (Zu Paraschalh Rel-H.) „Verschiedene Gedanken steigen in der Brust der Menschen aus, um sie von der Uebung mildthätiger Werke abzuhalten. Zu dem Einen spricht der Jezer hara**): „Die Tage des Alters nahen heran, du kannst nicht mehr mit solcher Kraft und Energie, wie früher, deinen Geschäften obliegen; du mußt darum das, was du Haft, für deine Bedürfnisse in der Zukunft aussparen." Einen Anoeren, der noch nicht dem Greisenalter nahe ist, sucht der J'zer hara auf eine andere Weise zu bethören: „Siehe, die Zeiten sind jetzt schlecht, und wenn du auch reich bist, so befinden sich doch deine Gelder in fremden Händen, und du bist deines Vermögens nicht sicher; denn wer weiß, ob deine Außenstände auch eingehen und dir auch zurückgezahlt werden." Einem Dritten endlich, der sein *) AuS dem Welke „Jabin Schemuah" ins Deutsche übertragen von Rabb. Dr. L. Münz in dem mehrfach in diesen Bl. rühmend erwähnten Werke Schemen Rokeach Popelauer (Berlin.) **) jnn “iS.”, der böse Trieb. August 5657 (1897). Geld sicher in seiner eisernen Truhe liegen hat und in keinen Geschäftsverbindungen steht, sucht der Jezer hara mit andern Worten beizukommen: „Warum solltest du das Deinige jenem Müßiggänger geben; mag er selbst arbeiten und sich mit Wenigem begnügen." So lasten sich die Reichen auf die eine oder die andere Weise bethören, verhärten in Eigennutz ihr Herz und kümmern sich um die Armen nicht. Aber was thut Gott, der Herr, der 'ein Vater der Armen ist und für dieselben sorgen muß? Er läßt eine Krankheit oder sonst ein Mißgeschick über das Haus des Reichen hereinbrechen, und dann sieht sich dieser veranlaßt, Spenden an die Armen zu vertheilen, damit sie für ihn beten und Gottes Barmherzigkeit für ihn erwecken. Wenn die Reichen verständig wären, so müßten sie doch einsehen, daß es bester sei, sich von selbst der Armen zu erinnern, ihrer zu gedenken, wenn man noch in ungetrübtem Glücke lebt, wodann man nicht erst von Plage und Krankheit heimgesucht werden müßte. Auf diese drei Arten von hartherzigen Menschen und auf das Thörichte ihrer Handlungsweise wird in folgenden Schriftversen hingewiesen. Es heißt in der Schrift: rutp nmp nvxb byba “pab ny ni-i rrcr p -\b ivwn tfpi )b jnn uh) p'axn -pnxa -pv rum nttötrn jub> yatrn .»ton "ja m n bx -pby „Hüte dich, daßnicht ein nichtswürdiger Gedanke in deinemHerzen aufkomme, indem du sprichst: Nahe ist das siebente Jahr, das Jahr des Verfalle», und es ist deinAuge mißgünstig gegen deinendürftigen Bruder, daß du ihm nichts gebest; und er würde über dich zumEwigen rufen und es würde dich Strafe treffen. Geben sollst du ihm und laß dein Herz keinLeid empfinden, wenn du ihm gibst" (5. B. M. 15, 9—10). Diese Schriftworte sagen, vor den nichtswürdigen Gedanken warnend, die im Herzen aufkommen: