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Der Israelit · 1897-08-16 · Heft 65 (16.8.1897) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 65 (16.8.1897)
Date
1897-08-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1268 wieder nach der Väter Weise Gott'zu verehren§und den Kindern es zu lehren, war dem Seligen das höchste Bedürfniß. Sein andächtiges Gebet, sei es als Privatmann, sei es als vorzüglicher und Kip, sein selbstloses, unermüdliches Wirken? als ni2n-Vorsteher, als icn rthvsi ijn, als in'.v, weit und breit bekannt, sein unbegrenztes Vertrauen aus Gott, seine bis ins Kleinlichste hinein sich stets offenbarende Correctheit im rechtschaffenen Handel und Wandel — daher auch die in den weitesten Kreisen berühmte Firma I. Struck & Sohn — ließen uns stets zu ihm wie zu einem ächten und rechten pnar hinanfblicken. Fast die ganze Gemeinde begleitete den Leichenwagen zur Eisenbahn, welche die sterbliche Hülle nach Filehne führte, wo sie neben der Gattin, dem großen Vater und anderen Ahnen Aufnahme gefunden hat. In Trauer versunken über den Verlust, den wir erlitte«, erhebt uns der Trost, daß fein einziger Sohn, wie feine Brüder und Enkel — Alle sich vereinigt um die Fahne schaaren, die der Selige im Leben hochgehalten hat und auf der die heiligen Worte glänzen: iuiv" ya 'ich rwa ov» iv>x mun nsn! „Tieß ist die Thora, dies ist das Wort, Das Gott uns hat gegeben, Daß wir es bewahren fort und fort Und tragen's durch das Leben. nw*. Siratzvnrg (Zur Steuer der Wahrheit.) Obwohl, sowohl der Correspendent in« rmro wie „Veritas“ ohne Weiteres vorausßtzen, daß der „civis“ Jedermann im Elsaß bekannt sei, müssen wir doch gestehen, daß dieses nicht so absolut der Fall zu sein scheint. Obwohl wir mit den Verhältnissen in Elsaß-Lothringen ziemlich gut bekannt sind, wissen wir selbst heute noch nicht, wer der „civis“ ist und konnten dieses auch von verschiedenen Bekannten nicht erfahren. Es wäre also noch nicht ohne weiteres anzunehmen, daß Herr D r. G o l d st e i n irgendwie eine bestimmte Persönlichkeit verletzen wollte. Was aber der Artikel des Dr. G. eigentlich Positives enthält, hat bis heute noch kein menschlicher Geist ergründet. Uebrigens möchten wir noch bemerken, daß wir aus den verschiedenen Artikeln des „civis“ noch nicht das vom „Veritas“ geschilderte Wesen des „ei vis“ erkennen konnten. Wie uns erinnerlich, schwärmt „civis“, utu nur ein Beispiel anzuführen, für die Institution des Oberraths in Baden. Wir glauben aber nicht, daß viele Männer, „deren Herzen warm schlagen für das Judenthum und seine Interessen" mit ihm diese Schwärmerei theilen. ater "sk nm«. Personalien. Langer» Schwalvach bei Wiesbaden, 12. August. Am 18. d. M. feiert Herr Leopold Strauß dahier sein 25jähriges Dienstjubiläum als Synagogendiener, woraus dessen Freunde und Bekannte hierdurch aufmerksam gemacht seien. In Eolmar i. E feiern Herr Dr. Zacharias Wolf- und dessen Frau geb. Ru bens ohn, Sonntag den 29. Auf gust s. G. w. das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Pirmasenz, 13. Ab. Kaum sind die Trauerwochen vorüber, so beklagt unsere Gemeinde wieder den Tod eines unserer frömmsten und würdigsten Männer. Herr Abraham E a h n ist im 76. £cbeneial)ie von seinem kurzen aber schweren Krankenlager zu einem besseren Dasein von n^n abgerusen worden. Wer nur den Dahingeschiedenen kannte, weiß, was er während seines Lebens geleistet hat. Herr Abraham (sahn war ein braver und gelehrter ’lin’ in wahrem Sinne des Wortes. Ganz besonders ist sein ION und seine np-?ä zu erwähnen; trotz seines hohen Alters war er stets der erste in der Snnagogc. An der großen Theilnahme der Nil konnte man auch recht deutlich scheu, welcher Beliebtheit sich der Verstorbene in der Stadt und Umgegend erfreut hat. Am Grabe sprach in Abwesenheit unseres Bezirks rabbiners, Herr Bezirksrabbiner Dr. Einstein Landau und hob die Tugenden des Entschlafenen hervor. Der Dahingegangene ruhe in Frieden, die Hinterbliebenen aber möge Gott trösten mit dem Trauernden um Zion und Jerusalem. .Opp' '2 ’DTID Sprechsaal. Offene Anträge an das Euratorium des ist-. Asyls in <s" ö!n. Zn Ihrem Rechenschaftsbericht fordern Sie zu Beiträgen für obige Anstalt auf. Ehe wir unsere jährlichen Beiträge leisten, erlauben wir uns die Anfrage, ob jeder streng-religiös lebende Jehudi eventuell ohne Bedenken von Ihrer Anstalt Gebrauch machen kann? Welche vertrauenswürdige Person leitet die Küche in ritueller Beziehung; wer liefert die in derselben Verwendung findenden Nahrungsiriittel, als Fleisch, Butter, Milch, Brödchen, Brod n. '< Hoffentlich nur Geschäfte, denen man unumschränktes slkmamn schenken kann. Herr Rabb. Dr. Frank, Mitglied des Enratoriums, wird uns über die rituelle Einrichtung hoffentlich bereitwilligst Aus tunft geben. Mehrere religiös denkende Rheinländer. Briefkasten der Redaktion. Herrn S. S. in W 1) Wenn sechs Leute fasten, so darf am 2"n fowofyl im gelesen, als auch uiy nm3 gebetet werden. 2) 2U12D keinesfalls, wohl aber war Montag früh Fleischgenuß gestattet, da O"O dieses Jahr HITD war. 3) Das Schächten am y? ist nicht zu gestatten. Lehrer am Rheinr 1. Rabbiner Dr. Schnee berger, Baltimore-, 2. Freie Vereinigung für die Interessen des ortho dopen Iudcnthums, Frankfurt a. M-, Schützenstratze 14. Briefkasten der Expedition. Herrn (g. Kornfein in D.r Betrag von fl. 2. dankend erhalten. Schluss der Sommersaisnn, ßestausverkauf. Sommerstoff, wusch., g. Qual., 28 Pig. p. Mir., t; Mir. /.. Kleid f. M. 1.68 Sommerstoff, „ * „ :tf> „ „ ,, 0 ,, „ „ ,, „ 2.10 Sommer-Nouveaute,<lopplbr. 5,<> ,, ,, 0 ., ,, ,, ,, ,, 3.-- Alpaca-Nouveautd ,, 7ü „ ,, t; ., „ „ „ 4.60 Crepon-Nouv., r.Wolle, dppltbr. i;r> ,. „ ,, „ „ ,, ,, ,,3.90 versenden in einzelnen Metern, Koben sowie ganzen Stücken _ franco in’s Haus, _ ZZZT -Aus.serordemüeh grosse Auswahl zu Ausverkaufspreisen. . 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