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Der Israelit · 1897-07-01 · Heft 52 (1.7.1897) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 52 (1.7.1897)
Date
1897-07-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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JEBer jferaelif. Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Alatter für die israek. Schule. 1. Juli 1897.^ Wt. 6. UerbMd Wlslhrr Kehrer Md Cullusbemtell II Bericht der irn „Goldenen Anker" zu Neuwied am 8. und 9. Juni d. I. Nachmittags 2 Uhr stattgehabten Jahresversammlung. Erster Tag. Der Vorsitzende, Coll. Epp st e in—Hoppstädten, «öffnete die Versammlung und begrüßte mit besonderem Hinweis auf die wichtigen Besprechungen der umfangreichen Tagesordnung die zahlreich Erschienenen, worunter auch der Landrabbiner Dr. Löwy —Birkenfels und Rabbiner Dr. F r a nk—Cöln sich befanden. Namens der Gemeinde Neuwied, die durch den Gesammt-Vorstand und mehrere Repräsentanten in der Versammlung vertreten war begrüßte der Vorsitzende de» Vorstandes, Herr Lichtenstein, in herzlicher Rede die Anwesenden. Laut des Berichtes des Unterzeichneten besitzt die Kaste des Vereins 140,42 Mk. Der Kastenführer wurde entlastet. Bei der Borstandswahl wurde der bewährte Eoll. E p p st e i n—Hoppstätten, wiedergewählt. X er bisherige Stellvertreter oestelben, Coll. Nußbaum —Trier, lehnte eine Wiederwahl ab. An seine Stelle wurde Coll. Nathan—Mayen gewählt. Der Schrift- und Kastenführer wurde wiedergewählt. Rach einem Berichte des Schriftführers über die Einigung der drei rheinisch-westfälischen Lehrervereine enfpann sich eine rege Debatte über diese Angelegenheit, die ihren Abschluß in der Zustimmung zu dem Anträge des Referenten fand, wonach eine Commission gewählt wurde, welche die Vereinigung der drei bestehenden Vereine versuchen und berechtigt sein soll, falls dieser Versuch mißlingt, den Anschluß an einen Verein herbeizuführen. Diese Kommission wird durch den dreigliederigen Vorstand gebildet. Die Mitwirkung des Rabbiners Dr. Frank—Cöln wird auf fein Anerbieten willkommen geheißen. Die Kommission erhält den Auftrag, das Einigungswerk zu befchlenigen. Der rheinisch-westfälische Bruderverein, der zur selben Stunde in Lippstadt versammelt war, wurde telegraphisch begrüßt und erhielt Mittheilung von dem vorstehenden Beschlüsse. Die Begrüßung kreuzte sich mit einem Drahtgruße aus Lippstadt, der kurz darauf einlief. 4. Ransenberg—Neuwied sprach über das Thema: „Der Lehrer in der Gemeindevertretung." Er forderte Sitz und Stimme des Cultusbeamten in der Gemeindevertretung im Jntereste des Gemeinden, der Schulen, des Gottesdienstes und des Lehrerstandes. Nach lebhafter Besprechung wurde der Antrag des Vortragenden angenommen: „Der Verband jüd. Lehrer und Cultusbe« amten für Südwestdeutschland beantragt beim Verband der j. L., die Verwirklichung der Forderung, daß der Lehrer und Cultusbeamte Sitz und Stimme in der Gemeindevertretung erhalten soll, thatkräftig zu erstreben." Es wurde daran der Wunsch geknüpft, der D. I. G. B. möchte für diese Forderung eintreten und in Gemeinschaft mit dem Verband der jüd. Lehrervereine beim Minister und Landtage zur Erreichung dieser Forderung vorstellig werden. 5. Eppstein—Hoppstädten referierte in freier Rede über das Verbandsthema: „Die desinitive Anstellung der Lehrer, ihre Pensionirung und Ver- 00010201010200

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