Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 49 (21.6.1897)
- Date
- 1897-06-21
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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956 Aereirlsnachrichlen. Pefth. Der isr. Frauenverein hielt vor einigen Wochen seine Generalversammlung, unter Vorsitz der Vicepräsidentin Frau Marie Herzl. Dem zur Verlesung gelangten Jahresberichte entnehmen wir Folgendes: Im abgelausenen DerwaltungSjahre wurden an Unterstützungen zusammen 31,340 fl. in Baarem vertheilt. Im Mädchenwaisenhause dieses Vereins wurden 55 gänzlich verwaiste Kinder, im Waisenasyle desielbe 50 halbverwaiste Kinder erzogen und betrugen die Ausgaben für beide Anstalten, sowie für die extern erhaltenen 53 Waisen 31,824 fl. 4 kr. — In der Volksküche dieses Vereins speisten vom 1. April v. I. bis 1. April d. I. 147,896 Personen ohne Unterschied der Konfession; hievon gänzlich gratis 23,120 Personen, und 5614 arme Schulkinder zum ermäßigten Preise von 6 kr. per Mittagessen und aus der Volksküchen-Jubiläumsstiftung 1000 hungernde Schulkinder gänzlich gratis. Die Verwaltungskosten der Volksküche betrugen 120,597 fl. 57 kr. Die Gesammtausgaben für sämmtliche Zweige seiner Humanitären Wirksamkeit inklusive der allgemeinen Verwaltungskosten des Vereins betrugen 85,445 fl. 58 kr., welchen nur Einnahmen im Betrage von 77,008 fl. 77 kr. gegenüber stehen. Das Verwaltungsdefizit von 7836 fl. 81 kr. wurde durch Abschreibung von den einzelnen Fonds gedeckt. Die Vereinsleitung erhielt in Erledigung des einschlägigen unterthänigsten Gesuches die erfreuliche Verständigung, daß mit allerhöchster Genehmigung der Volksküche aus dem Reinerträgniffe der Ende vorigen Jahres arrangirten StaatSwohlthätigkeitSlotterie V20 Theil zugewendet wird, und sind vor einigen Tagen un Sinne dieser allergnädigsten Anordnung 7092 fl. 80 kr. in die Vereinskasse eingeflossen. Der Bericht wurde zur Kenntniß genommen und sowohl der unermüdlichen Präsidentin Frau Johanna v. Bischitz, als auch der rastlos thätigen Frau Vizepräsidentin und Kassirerin Marie Herzl, schließlich den Vorsteherinnen, Ausschußmitglieoern und dem Vereinssekrektär für ihr ersprießliches und hingebungsvolles Wirken der beste Dank ausgesprochen. Vermischtes. Wor«S. Im Verein für jüd. Geschichte und Literatur sprach vor einigen Tagen Dr. med. Heilbronn von Gailingenüber „Die Grundzüge der mosaischen Gesetzgebung vom ärztlichen Standpunkte aus." Es ist derselbe Vortrag, den Redner in Zürich gehalten und über den in Ihrem geschätzten Blatte schon eingehend referirt worden war. ES genügt deßhalb die Mittheilung, daß der Vortrag trotz der tropischen Hitze sehr gut besucht war und mit Beifall ausgenommen wurde. Dem Wunsch des Redner« am Schlüsse, daß die Bibel doch mehr, als es bis jetzt geschieht, studirt werde, schließen wir uns von ganzem Herzen an. Letzte Nachrichten. ** Berlin, 18. Juni. An der Feier des sechzigjährigen Negierungs-Jubiläums der Königin Victoria werden sich die englischen speziell die Londoner Juden in besonderer Weise betheiligen. Der Oberrabbiner Dr. Adler hat für die in den Londoner Synagogen zu veranstaltenden Gottesdienste ein Gebet verfaßt, welches den Beifall der Königin gefunden hat. Die Board of Deputies und die Anglv-Jewish- Associalion werden eine gemeinsame Adresie überreichen, in welcher die Fortschritte aufgezähll werden, welche die englischen Juden während der Regierung der Königin gemacht haben, und in der neben dem lebhaft ausgesprochenen Danke für das Wohlwollen der Königin die wärmsten Wünsche für deren Wohlergehen zum Ausdruck gelangen. Von einigen Londoner Notabeln wird vorgeschlagen, aus diesem Anlaß bei der Negierung vorstellig zu werden, daß die Naturalisationsgelder herabgesetzt werden, damit hierdurch den fremden Juden leichter möglich werde, Unterthanen der Königin zu werden. Briefkasten der Expedition. London n. m. A: Adresse: Frau Baronin Elara von Hirsch, Paris, Rne d’Elysefe Nr. 2. Herrn H. M in ® : Betrag von M. 10 dankend erhalten. Denken Sie sich aus einem Pfund Mondamin zu 60 Pfg. lassen sich 10 Flammeris für 4 bis 0 Personen Herstellen. Möchte der Preis auch etwas hoch erscheinen, so ist doch wiederum der Artikel dermaßen ergiebig, daß sehr wenig zu einem Pudding gehört; außerdem ist der durch Mondamin erlangte reine und köstliche Geschmack unvergleichlich für diese Zwecke. Haussranen sollten dessen eingedenk sein, daß es weder Zeit noch Mühe erfordert und die Zuthaten nicht mehr kosten, als wenn Mondamin statt des gewöhnlichen Mehles gebraucht wird. Es ist überall zu haben in Packeten d 60, 00 und!'» Ps. Soeben lese ich in Ihrer ersten Beilage Nr. 44 u. 40 in dem Briefkasten bez. einer Anfrage über den Artikel Kaffee Ich möchte hierzu bemerken, vatz mein Kosfee von jedem streng orthodoxen Jehudi mit oller Ruhe genossen werden darf. Derselbe wird in den streng-religiösen Familien seit langen Jahren, mit besonderer Vorliebe auch wegen seiner guten Qualität, genossen.*) A. Coßmann. Züröckgesetzte Stoffe im Ausverkauf. 7 Meter WaschstofF, waschächt zum ganzen Kleid für M. 1.95 Pfg. 6 „ soliden Stoff . „ „ * „ „ 2.40 „ 6 „ Sommer-Nouveaute,doppelbr. „ „ „ „ 3.— „ 6 „ Alpaka, doppeibreit. . „ „ „ „ 4.50 „ 7 ,, Moussellne laine. gar. reine Wolle „ „ „ 4.55 „ Ausserordentl. Gelegenheitskäufe in modernsten Wollu. Waschstoffen, - zu extra reduzirten Preisen - versenden in einzelnen Metern franco in's Haus. Muster auf Verlangen franco. — Modebilder gralts. Versandthaus: Oettlnger & Vo., Frankfurt a. M. 8eparat-Abtheilung für Herrenstoffe. *) Wird auf Wunsch bestätigt. Red.