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Der Israelit · 1897-06-03 · Heft 44-45 (3.6.1897) · page 28

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 44-45 (3.6.1897)
Date
1897-06-03
Page
– (sequence 28)
Language
German
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884 den von Ackerbauern, besonders um Nikolajew. Denn Alexander I., auch hierin dem Beispiel Napoleons folgend, begünstigte die Juden, verstattete ihrer Jugend den Besuch russi'cher Schulen, auch die Errichtung eigener. Nikolaus jedoch folgte feinem Vorgänger nicht in diesem Geiste. Die Beschränkungen auf Bart- und Kleidertracht sind bekannt. Auswanderungen fanden deßhalb zahlreich schon in den fünfziger und sechziger Jahren statt. Das Schicksal der Juden unter Alexander III. ist noch zu frisch in Aller Erinnerung, als daß es hier geschildert zu werden braucht. Heut steigt von Neuem jener Glanz herauf, der in den ersten Zeilen des Mittelalters von den Spitzen des jüdischen Volkes ausftrahlte — nicht blos in den Wissenschaften und in der Poesie, sondern heut auch in den Künsten. Es bedarf nicht der Anführung von Namen; Komponisten, Maler, Sänger stehen neben bedeutenden Gelehrten, Aerzten, Kaufleuten und Fabrikanten, wie einst unter den Kalifen und den portugiesischen Alfonsen, wieder in der Nähe der Throne oft vom bedeutendsten Einfluß auf Manches, was von oben ausgeht. Und in den Volkskammern sitzen sie gleichfalls als treue Gehilfen an dem großen Werk der Neugestaltung unserer staatlichen Verhältnisse. Nicht minder kämpfen ihre Söhne auf den Schlachtfeldern, wenn auch heut nicht in solcher Menge, wie einst, wo sie ganze Schlachthausen bildeten, wo ein Alfonso VI. von dem Maurenfürsten die Verlegung eines Schlachttages auf Montag forderte, weil die drei vorangehenden Tage als Gebettage der drei Religionen, deren Anhänger in den Heeren kämpften, zum Blutvergießen nicht geeignet seien. Daß trotzdem in unseren Tagen eine neue Judenseindschast unter dem Namen Antisemitismus aufkommen konnte, mag als ein Fingerzeig dafür gelten, daß Gott stets Mittel besitzt, sein Volk zu erhalten auf dem Pfade der Tugend und Frömmigkeit. Ä « j e t fl e « Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. Meegen Aufq. des xadeneefchäftes r-tal-AuSver fallt in Pianinos, Violi» ne« Zither«,Mandolinen u.l. w. zu vedentend herabgesetzten Preisen. (6372 August Herrmann, Frankfurt a. M., Große Bockenheimerstraße 30. /Cin junges, ijr. Mädchen, welches noch nicht gedient, sucht Stelle, am liebsten in Frankfurt a. M-, in einer kl. Haushaltung oder zu Kindern. Auf Lohn wird weniger gesehen, als gute Behandlung. Näh. bei (3270 Josef Hahn, Eddeisheim a. M. Verlangen Sie PreiScourant üb. prima "UCO Wnrsttvaaren von Jos. Sonbheimer, (Inhaber : B. Behrenb), München, SHumsordstr. 16. Telephon 1867. (3940 CVungtS Mädchen s. i. West- <0 Taten Stell als Stütze der Hausfrau. Offerten postlagernd u. 112 lelgte, Westfalen. (3273 Schadchen tn allen Kreisen vorzüglich eingeführt, empfiehlt sich bestens. Gest. Aufir. u. W. 9 postl Würzdurg, e.beUn. (2986 Großes Lager in Obumosellim Machsot i.n, Schulbücher Gebetbücher mit und ohne Uebersetzung in einfachen bis zu den feinsten Einbände«. A.J. hebräische Buchhandlung, Frankfurt a. M. AUerherligenstraße 87. (113e Großes Lager in wollenen und seidene« Talesim, Zizis, Teiillin. Mesusos, sowie iu lämmtlicheu Ritualien. Billigste Bezngsquette für Wiederverkäufer l Tkj'D Harzburg ntÜD Parkhans. Neu erbautes Hotel u. Pensionat au vornehm. Lage unt. Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner Dr. Anerbach, Halberstadt. 46 elegante Salons, Veranden, grosser Harten, hohe Speisesäle, jed. Samst. Got-esvienst, extra gute Speisen. Equipagen u. Deuer zu j-dem Zuge. (177a B» scher: Max Hecht.. Mitte an edke Menschenfreunde! Die hochbelagie Frau Faunh Ltvy in Klingenmünster liegt schwer krank darnieder, ohne daß ihr, weil arm, ja dürfiig, die uöthige Pflege zu Theil wird. Die Gemeinde ist klein und arnr und thut vollauf ihre Schuldigkeit; aber ihre U Iterstr'chung reicht nicht aus. Edle Glaubensgenossen werden mit Gaden für diese alte, kranke Frau eine große niyc erfüllen! N e n st a d t a. H. irn März. 1949) S. Wolf, Kantor. /Luche für m. Sohn, mit guter Schulbildung, Stelle a. Lehrling in einem gutgeh. Handw.-Geschäft, gleichviel w. Brauche. (Samst. geschaffen). Womöglich Familenanschluß. M. Schiff, Ober-Orlenbach, Post N. Esch-, _hach. (3197 (Vunger Man«, 30 Jahre f\j alt, Viehhändl., vermögend, sucht die Bekanntschaft einer i8r. Dame zwecks Heirath (fitem ober Vormünder werden um Einsendung d Photographie und genauer Angabe der Verhältnisse u. Nr. 3279 au die Geschäftsstelle bss. Blatt, s gebeten. srr-sncht per sofort, nach Zürich ein junges, tüchtiges, sauberes Mädchen für Küche und Hausgeschäfreu. Off. unter Nr. 3236 an die Geschäiisstelle d. Bl Haushälterin. Für ein altes Ehepaar wird p Juli oder August eine tüchtige Haushälterin zur selbstuändigen Leitung d. Haushaltes bei hohem Lohn gesucht. Gest. Offerten an (3229 A. Läwenfletn, Bochold (Weftialeri). Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz- Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz. 05

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