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Der Israelit · 1897-05-31 · Heft 43 (31.5.1897) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 43 (31.5.1897)
Date
1897-05-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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~ ': ~r**rr~>v™ " ' ";' XXXVIII. Jahrzan«. Jfä 4J|# Der Israelit. Ein Kenlrak-Zrgan für das orthodoxe Zudenthum. Begründet von Dr. fc^mann in Haitt}. Montag, den 31 Mai 5657 (1897). Leitender Artikel. Zweite Versammlung gesehestreuer Israeliten in Westfalen. Dortmund, 27. Mai. Ein Jahr ist es her, daß wir von der ersten derartigen Versammlung berichteten, die zu dieser Zeit der „Verein zur Wahrung der religiösen Jnleressett in der Provinz Westfalen" hier abgehalten hat. Wir sprachen damals von der zuversichtlichen Stinimung und den erfreulichen Attssichten, unter welchen diese Versammlung stattsand. Heute sind wir imstande mitzutheileu, daß unter göttlichem Beistände bedeutend rascher der Verein seinem Ziele iläher gerückt ist, als malt dies zu erwarten hoffte. Deffen erste General-Versammlung hat heute stattgcsunden und war mit derselben die feierliche Amtseinführung des Herrn Rabbiner Dr. Lange verknüpft. Lange vor der festgesetzten Stunde war der für die Feier bestimmte Saal von einer dichtgedrängten Menschenmenge, meistens Mitglieder des jungen Vereins und ihren Damen, dichtbesetzt. Lassen wir unser» Blick über die Festtheilnehmer gleiten, so zeigt sich uns ein buntes Bild. Nicht nur aus Westfalen, aus allen Gegenden Deutschlands sind sie hier zusammengeströmt, um den herrlichen Tag festlich zu begehen. Der allezeit so thätige und für die Sache so sehr begeisterte Herr Lewertoff fliegt durch den Saal, um die immer neu heranströmenden Gäste und Ehrengäste willkommen zu heißen. Soeben treffen hervorragende Mitglieder der Pla 1 o'schen Gemeinde Köln ein. Wir bemerken Herrn Samuel Kahn, der ein Menschenaller hindurch in Witten mit seiner Frau Gemahlin, seiner Tochter und seinen zahlreichen Söhnen, inmitten des Abfalls und der Gesetzlosigkeit, ein Haus wie ein Patriarch führte, in dem alle Mitglieder der Familie nur von dem einen Gedanken beseelt, Gott so zu dienen, wie es Sein heiliger Wille. Wir erblicken den auf dem Gebiete der Rosch-Haschonoh-Gratulation so bekannt gewordenen Herrn Max Victor, Herrn van Cleef u. m. A. Nachdem das Komitee des Vereins Herrn Dr. Lange aus seinem Hotel abgeholt und durch dessen Vorsitzenden Herrn A. L e w e r t o f f in einer kurzen, kernigen Ansprache feierlichst begrüßt hatte, nahm der neugewählte Herr Rabbiner das Wort, um in kurzen Zügen sein Programm zu entwickeln. Redner betonte in demselben, daß, so anerkennenswerth auch die Thätigkeit der Herren, die die Vereinigung hier ins Leben gerufen, sei, dieselben doch meistens aus Kaufleuten bestünden, die nicht im Stande seien, von so edlem Streben sie auch beseelt wären, ihre ganze Kraft in den Dienst der guten Sache zu stellen, es sei daher ein unabweisbares Ersorderniß gewesen, Jemanden zu berufen, der dazu bestimmt sich ausschließlich der Wartung des zarten Pflänzchens, das durch die große Sorgfalt der seitherigen Wärter die ersten Keime entfaltet, zu widmen. Er wolle sich dieser Pflanze annehmen und sein ganzes Ich einsetzen zum Wachsthum und Gedeihen derselben. Die General-Versammlung wurde hieraus eröffnet. Die Erledigung der einzelnen Punkte der Tagesordnung ergab eine Wiederwahl des seitherigen Vorstandes mit Ausnahme des Herrn Lehrer Adler —Dorstfeld, an dessen Stelle Herr Maver Horn— Dortmund gewählt wurde. Die von Herrn Caffenrendanten Dr. med. Rüben s—Gelsenkirchen mitgetheilten Ziffern wiesen ein für die Kasse des Vereins günstiges Resultat

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