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Der Israelit · 1897-05-26 · Heft 42 (26.5.1897) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 42 (26.5.1897)
Date
1897-05-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
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X XXTIII J--rg-n». M 4». Der Israelit. Ein Kenlrat-Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Begründet von vr. in DHain|. Mittwoch, tun 26 Mai 5657 (1897)« 8«. Eine Mnvlr abonnirt man bei allen Postanstalten für den Monat <gs« Juni auf den „LsrusNt". Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-ZeitungSfchalter de» Wohnortes des Besteller» oder bei dem betreffenden Landbriefträger aufgegeben werden. Dir Erpcdilion des „Israelit". Sprüche der Hüter. Sechstes Buch. XVII. Mainz, 23. Mai. .a’aan JUTDK Wenn der Prophet Habakuk, uns die Wurzel der Gesetzestreue, den Weg zu allem gegenwärtigen und zukünftigen Glück nennen will, ruft er aus: pnat ''n' w,aaa „Der Gerechte wird leben durch seinen Glauben." Die Grundlage der ganzen Gesetzeserfüllung ist der Glaube und unsere Meisen fügen in dem Perek min pjp hinzu: ein nothwendiges unumgängliches Mittel ist neben denk unerschütterlichen Glauben an Gott als Gesetzgeber das Vertrauen aus die Chachomim, die Erbalterund Uebermittlerdesgöttlichen Gesetzes. Die Geschichte des menschlichen Wissens zeigt uns einen stetigen Fortschritt, jedes neue Geschlecht sammelt neue Erfahrung, sein Gesichtskreis erweitert sich. Bei der Weltenschöpfung wurden die Naturgesetze gegeben, doch der Menschheit blieben sie verborgen, bis im Laufe der Zeiten durch fleißige Forschung, mehr noch durch glücklichen Zufall das Dunkel sich nach und nach etwas lichtete; wer weiß, welch' weite Gebiete der Grundgesetze unseres Seins uns Werdens uns heute noch verborgen sind! Wenn es nun in einer bestimmten Epoche gelungen war, eine Reihe von Naturräthseln zu lösen, so sahen die Erfinder und Entdecker mit einem gewissen Nebermuth auf die Vorfahren zurück, man erkannte, daß man früher von falschen Voraussetzungen ausgehend zu unwahren irrigen Ergebnissen gelangt war, bei den Jüngern der Wissenschaft wurde es Grundsatz nichts zu glauben, keiner Autorität sich zu fügen, nur das als wahr anzuerkennen, was man durch eigene Forschung als Wahrheit erkannt hatte. Sein Gesetz, das Er der Natur in ihren Kräften gegeben, hat der Schöpfer uns verhüllt, ein weiter, mühsamer Schlangenwindungen bildender Weg führt die Menschheit bis zum heutigen Tage zu einer noch nicht ganz gesicherten Erkenntniß eine» verschwindend kleinen Theile» des Gotteswillen», den die wunderbaren Gesetze de» Weltalls wiederspiegeln. Freude und Stolz über das Erreichte zeigt sich nicht sowohl in dem Bewußtsein, einen großen Theil de» Erreichbaren erkannt zu haben, sondern darum nur konnte man sich mit den Errungenschaften der Wissenschaft in den verschiedenen Zeiten freuen, weil man sich sagte, daß die frühere Zeit einmal zu solchen Ergebnissen trotz aller Mühe nicht gelangen konnte. Ein ganz anderes Streben, eine berechtigte, lautere und wahre Freude, herrscht bei den Forschern im Gottesgesetz. In seiner Gnade, Barmherzigkeit und Weisheit hat der allgütige Schöpfer vor Jahrtausenden vom dampfenden, bebenden Sinai herab uns jenes ewige Gesetz verkündet, demgemäß wir unser Leben, unser Thun und Lassen regeln und ordnen sollen, jene Gesetze, die nicht den Naturgewalten anvertraut sind, sondern ans m anxn bim nrw' die der Mensch auszusühren hat, damit er dadurch wahrhaft lebe. Hier herrscht kein Dunkel, hier ist alles Licht man *ui nx min. Die Thora ist das Licht und die Lampe ist das Gebot. Dieses reine, Alles erhellende Feuer der Thora hat Gott unserem großen Lehrer Moscheh in seiner ganzen Ausdehnnng und

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