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Der Israelit · 1897-04-08 · Heft 28 (8.4.1897) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 28 (8.4.1897)
Date
1897-04-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
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JIU.lA-.k- ..-I J jll!. L: III 533 minister von Holland, List, schreibt unter dem 23. April 1842: .... Daß nicht allein auf Grund der Anordnungen des Grundgesetzes des Königreiches und der Gesetze über die Nationalmiliz, die Israeliten dieses Landes ihre militärischen Verbindlichkeiten mit derselben Treue erfüllen, wie alle anderen Bewohner dieses Königreiches, sondern, daß sie auch sehr häufig freiwillige Dienste nehmen.. daß sie sich stets gut und lobenSwerth in ihren verschiedenen Rang und Aemtern betragen, ohne jemals zu häufigeren Klagen oder zu Unzufriedenheit Anlaß zu geben als andere Militärs von anderem Glaubensbekenntniß, so daß man in der Niederländischen Armee, keinen Unterschied, keine Ausnahme in Bezug auf sie macht. . . . Der General der Infanterie Baron Chasse, der heldenmüthige Vertheidiger von Antwerpen, schreibt unter dem 25. April 1842 bezüglich der Juden:- Zwei Jahre hindurch habe ich in der Citadelle von Antwerpen eine große Anzahl von ihnen unter meineur Befehle gehabt. Während dieser Zeit haben sie die besten Beweise von Muth, Treue, Disziplin und Ausdauer gegeben. Als Mann von Ehre kann ich mit Ueberzeugung hinzufügen, daß, wenn meine Lebensdauer nicht beinahe abgelaufen wäre, und ich noch einen Feldzug zu beginnen Härte, ich mich sehr glücklich schätzen würde, den Befehl über einige Tausend dieser braven Soldaten zu haben. (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten und Coreespondenzen. Deutschland. Altona, 30. März. Der am 5. Juni 1858 zu Altona verstorbene Reittier Samuel Salomon Marburg setzte einett Theil seines Vermögens zu einer Stiftuitg aus, die jetzt ntit den angelaufenen Zinsen reichlich eine halbe Million Mark beträgt, und die den Zweck hat, die Verbreitung bürgerlicher Gewerbe unter der jüdischen Bevölkerung der Stadt Altona zu befördern. Die diesjährige Vertheilung, bezw. Verloosung von 20 Portionen n 1000 Mark findet am 13. Juni statt. Die Bewerber müssen ein bürgerliches Gewerbe bereits betreiben und während fünf Jahren im Besitz des Gemeindebürgerrechts sich befinden und während dieser Zeit ihre Gemeindebeiträge prompt bezahlt haben. Mitglieder der Familie des Testators, die übrigens mehr oder minder in der beneidenswerthen Lage von Millionären sich befinden, habeit bei eventueller Bewerbung Vorzugsrecht. Vereinsnachrichten. Königsberg, 4. April. Der israelitische Verein für Krankenpflege und Beerdigung hielt dieser Tage im Sitzungssaale der Neuen Synagoge seine statutenmäßige Generalversammlung ab. Der zeitige Vorsitzende, Herr Hermann Wolffheim, eröffnete dieselbe mit einem warmen Nachrufe für das am 26. Oktober v. Js. verstorbene Ehrenmitglied des Vereins Rabbiner Dr. Bamberger, dessen Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wurde, und schritt sodann zum Vortrage des Verwaltungsberichts für das Jahr 1896. Aus demselben sei erwähnt, daß der Verein zur Zeit außer zwei Ehrenmitgliedern 457 ordentliche Mitglieder zählt. Die Einnahmen des Vereins betrugen 34 651,86 Mark, denen eine Gesammtausgabe von 31 120,17 Mk. gegenüberstand, so daß ein Bestand von 3524,69 Mark vorhanden war. Die Herren DDr. Eliassow, Samuelsohn und A. Wollenberg unterzogen sich der Behandlung der ihnen vom Vereinsvorstand zugewiesenen Kranken in der liebevollsten Weise. An den Verwaltungsbericht schloß sich der Bericht der Revisoren, der Herren A. Gottschalk, Rechtsanwalt Holtz und I. Kirschner, auf deren Antrag Decharge ertheilt wurde. Bei der nunmehr vorgenommenen Ergänzungswahl des Vorstandes wurden die statutenmäßig ausscheidenden Mitglieder, die Herren Max Arendt, Gustav Michaelis und Joseph Schwarz, sowie der Stellvertreter Wolff Löwenftein durch Zettelwahl mit großer Majorität wiedergewählt, ebenso per Akklamation die Revisoren. Der letzte Punkt der Tagesordnung gab zu einer lebhaften Diskussion über das Beerdigungswesen in der hiesigen jüdischen Gemeinde Veranlassung. Behufs Sammlung des nothwendigen Materials wurde eine Kommission von acht Mitgliedern gewählt, welche in Gemeinschaft mit dem Vereinsvorstande und der Friedhofskommission Verbefferungsvorschläge unterbreiten soll. Briefkasten der Redaetion. M. in München r 16 Juli 1881 — 23. Thamus. Die Sidra ist CTU’C. H. K in D : 20. April 1881 — 25. Nissan,Sidra rPD nrw, 22. Mai „ =27.3jar, „ 18. Juni „ — 25. Siwan „ 'p WV, 3. X^ult „ 10. Thamus „ npn. U. I. D.: Wenn der Vater der Veranlasser ist, daß >einc von ihm abhängigen Söhne P2W sind, so verdient er selbstredend kein Vertrauen als l2Nw. S. I. 301 r Im Kaddisch, wie in allen Gebeten, die Minjan erfordern, ist unbedingt die Anwesenheit von 10 israelitischen Männern nothwendig, die das 13. Lebensjahr chon zurückgelegt haben. L. in Lichtenau: Nur dann dürfen Sie das genannte Geflügel genießen, wenn Sie von zuverlässiger Seite hören, daß man es in Ihrer Gegend als erlaubt betrachtet. In unserer Gegend ißt man es nicht.

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