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Der Israelit · 1897-03-25 · Heft 24 (25.3.1897) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 24 (25.3.1897)
Date
1897-03-25
Page
– (sequence 19)
Language
German
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465 Händen und auch an dieses das Verderben sich naht, es wird dastehen gleich der Eiche, gleich der Terebinthe, sobald man sie fällt, der Stamm bleibt an ihnen; der heilige Same ist ihr Stamm." Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Hamburg, 21. März. In Veranlaffung der Centenarfeier, faub heute nach Verordnung des hohen Senates wie in allen Gotteshäusern, so auch in den Synagogen Festgottesdienst statt. In der großen Gemeindesynagoge Kohlböfen, die mit Palmen und seltenen Topfgewächsen herrlich geschmückt war, fanden sich auf spezielle Einladung seitens der Synagogen- Commifsion die Vertreter der Behörden, die Vorsteher- Repräsentanten, sowie die Ehrenfunctionäre der Gemeinde ein. Präcise 10 Uhr erschien Sr. Excellenz der Generaloberst Graf v. Waldersee und Adjutant und alsbald intonirte Obercantor Süßkind in sehr windiger Weise mit Chor Psalm 24 und 21. Nachdem noch Obercantor D. Berlebach sein Pensum erledigt hatte, begann Sr. Ehrwürden Herr Oberrabbiner seine der Bedeutung des Tages ganz vorzüglich angepaßte Festrede; das Leben des Kaisers Wilhelm I. der ein Liebling Gottes gewesen, mit dem Wirken der Sonne vergleichend 171^2:2 v'vwn n*aö rnmxi, wie der Psalm ist den Gang der Sonne und ihre Wirkung so schön schildert, so zeigte sich das Wirken des von Gott mit Macht und langem Leben begnadet gewesenen Kaisers Withelnr 1, aber pötprt mr pepn X21, die Sonne ist untergegangen, eine andere ist wieder aufgegangen, damit ging der Redner auf den Enkelkaiser über und schloß mit einem herrlichen Gebet für Kaiser und Reich, die Landesbehörden und ihre Vertreter. Nach Jntonirung einiger Gesänge, schloß die würdige Feier, die auf alle überaus zahlreich Versammelten einen imponirenden Eindruck gemacht. Sr. Excellenz Graf Waldersee dankte dem Öberrabbiner mit anerkennenden Worten und verließ die Synagoge mit ersichtlicher Befriedigung. In der neudecorirten Synagoge des Israel. Krankenhauses war für die Insassen aller Confessionen und Freunde des Institutes, ebenfalls ein Festgottesdienst Mittags 12 abgehalten worden, wozu der Altonaer Obercantor Herr Nathanson mit Chor zur gefl. Mitwirkung engagirt worden war, der hier mit seinen vorzüglichen Leistungen die weitgehendsten Erwartungen noch übertraf. Herr Rev. Glück, ein hier privatisirender, früher in den Vereinigten ^Staaten in Amt gewesener Prediger und regelmäßiger Besucher der Krankenhaussynagoge, hielt die mit Geschick und Takt verfaßte Festrede. Die zahlreich versammelten Andächtigen sprachen der Verwaltung, vertreten durch Herrn LoüiS M. Levy der sich Jahr ein, Jahr aus mit regem Eifer den Interessen des Institutes widmet, ihren Dank und ihre Anerkennung für das so würdig Dargebotene aus. H. B. Aus Bayern. Die Entgegnung aus Mannheim in Nr. 22 auf meinen Artikel in Nr. 20 zwingt mir noch einmal die Feder in die Hand. Fast jeder Satz heischt eine Richtigstellung. Eine solche folge hier in Kürze und damit zugleich mein letztes Wort in dieser Sache. 1. „Der Einsender hält es nicht für richtig, daß die pton durch Alter werden u. s. w. Das habe ich nicht gesagt. Jedes Kind weiß, daß dies ja der Fall ist. Ich behauptete, daß die betr. pton nicht erst durch Alter wurden u. s. w., d. h. daß in der in Rede stehenden Kalamität das Hauptübel darin bestehe, daß die u. s. w. schon TOe angefertigt wurden. Das ist doch wohl etwas anderes. 2. In Bayern wird just derselbe Faden gesponnen wie draußen im Reich. Auch hierwerden von gewissenlosen oder schlecht ausgebildeten v'Hviv des In- und Auslandes, sowie von Händlern, vw.. .m»np,bie hin* sind, in den Handel gebracht. Auf' das, was hierbei über die mrm gesagt wird, geheich nicht ein, doch will ich bemerken, daß derjenige, der7 hinsichtlich der pten nachlässig ist, in Bezug auf. roroe es nicht anders machen wird, und umgekehrte 3. Wenn der Herr Correspondent einen rechtfertigten Vorwurf in meiner Behauptung findet/^ daß viele a ns wsn crmo Herstellen, die von Anfang an ^db sind, und zwar entweder wegen mangelhafter Vorbildung oder durch erdrückende Concurrenz veranlaßt oder durch endlich — last nost^least — mangels einer Controlle seitens der a^2i, so hat er sich eben mit der Sache noch nicht genug befaßt, um die leider so traurige Wahrheit meiner Behauptung ' voll und ganz einzusehen. 4. Der Einsender sagt, daß einige Händler, denen von der „Fr. V." oder dem betr. Rabbiner ein bestellt sei, ihre Waren trotzdem sehr billig verkaufen. Also könne man billig und doch wa arbeiten. Diese Annahme, daß Händlern eine ivw. bestellt sei, ist eine ganz irrige. Sie ist allerdings verzeihlich, denn sie ist sehr verbreitet. Der Grund hierfür mag wohl darin zu finden sein, daß die „Fr. V." vor ca. 2 Jahren bekannt gab, daß sie einen mp» ausbilden lassen wollte. Infolgedessen hat sich wohl die Annahme verbreitet, daß nun Controlle geübt werde und daß Beanstandungen bekannt ge- ' geben würden. Der Herr Einsender nenne doch den na» und die eontrollirten Händler! Öderer veranlasse die zuständige

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