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Der Israelit · 1897-03-25 · Heft 24 (25.3.1897) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 24 (25.3.1897)
Date
1897-03-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Jahrgang. M *4. Ein Kenlrak-Hrgan für das orlhodoXe Iudenlhum. Begründet von Br ITe Fi manu in 1&tain$. Donnerstag, den 25. März 5657 (1897). Bf* Da mit dem 1. April 1897 ein neues Quartal beginnt, so ertauben wir un$, (Postabonnenten gegen Vorlage der Postquittnng) erbalten unser Blatt bis Ende März gratis. Leitender Artikel, Kagadap schet Wesach. Elfte Serie.") Mainz, 24. März. I. ■o c'ctrn 's5? *th — hbh c^y5? '7 — rs *3 '~b rnn . rten D^lJ?5? „Danket dem Herrn, denn er ist gut — denn ewig währet Seine Gnade u. s. w. — Danket dem Gott des Himmels, denn ewig währet Seine Gnad e." Nachdem der Ordner unserer Hagadah das Halel ha Mizri uns hat zum Vortrag bringen lasten, läßt derselbe die nunmehr durch das Gefühl erfüllter Pflicht in gehobene Stimmung versetzte Tafelrunde ides Sedertisches auch den Gesang des Halel-Hagadol beginnen. Diesen Ehrentitel hat sich der 136. Psalm dadurch erworben c^iy bw '.enn zur,' rr^prrt** *:ee 'rn 838 nirra, daß er Die Allgüte Gottes durch die Brodvertheilung kundgibt (Peßachim 118 a). Daß derselbe deßhalb in unsere Hagadah eingesügt ist, weil in sechs Versen destelben der Auszug aus Egypten und die ramit verbundenen Wunder geschil- *) Vergleiche die zehnte Serie im vorigen Jahrgang Nr. 18—25/26, die neunte Serie im 36. Jahrgang, Nr. 20— 29, die achte Serie im 35. Jahrgang Nr. 26—33, die siebente Serie im 34. Jahrgang Nr. 19—28, die sechste Serie im 33. Jahrgang Nr. 21—30, die fünfte Serie im 32. Jahrgang Nr 25—33, die vierte Serie im 31. Jahrgang Nr. 17—31, die dritte Serie im 30. Jahrgang Nr. 17—26, die zweite Serie im 29. Jahrgang Nr 20—29, die erste Serie im 28. Jahrgang Nr. 23—30. dert sind, dürfte nicht der ausschließliche Grund sein, es gibt noch andere Psalmen, in denen ebenfalls vom Auszuge aus Egypten die Rede ist, wie der gerade vorhergehende 135. Psalm beweist und die deßhalb doch nicht in unsere Hagadah ausgenommen sind. Der Grund schont uns vielmehr in der hohen Bedeutung zu liegen, die gerade in diesem Psalm dem Auszuge aus Egypten eingeräumt wird. Der oberflächliche Leser unseres Liedes könnte leicht zu der Ansicht gelangen, daß die einzelnen Verse ohne inneren Zusammenhang aneinandergereihtseien.Werabernur ein klein wenig tiefer in den Sinn unseres Dankliedes einzudringen versucht, dem werden gar bald die herrlichen Gedanken und weisen Lehren, die gerade diese Zusammenstellung der Verse uns offenbaren will, aufleuchten. Mit einer Aufforderung des Dankes für den Herrn beginnt der königliche Sänger sein Lied. „Danket Gott, denn er ist gut, denn ewig währet Seine Güte." Der Psalmist könnte hiermit schon sein Lied schließen, wenn er sich bewußt wäre, damit auch alle Welt zur Bezeugung der Dankbarkeit gegen Gott so verlanlaßt zu haben, wie es in seiner Absicht liegt, aber er kennt das menschliche Gemüth, er weiß, daß die Dankbarkeit eine derjenigen Tugenden ist, die wohl am wenigsten unter den Menschen vertreten. Wohl fließt man über vor Rührung in dem Momente, da man ein kostbares Geschenk aus der Hand des Spenders empfängt und gelobet in diesem gehobenen Augenblicke ewige Dankbarkeit und Treue. Erfreut man sich aber erst dauernd des Besitzes der gewonnenen Güter, so denkt man auch gar bald nicht mehr an den, aus besten Hand sie i stammen. Deßhalb sieht sich der Psalmist veranlaßt, I sein Lied fortzusetzen und im nächsten Verse dem

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