Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 16 (25.2.1897)
- Date
- 1897-02-25
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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XXXTDI, Jahrgang. Zweite Ütilttp;u M 16 -es „Israelis. Literarischer Bericht- . rpbr rra* ~f s> niSffK - Der Verfasser dieses agadischen Werks hat feinen Namen verschwiegen und den Reinertrag feines Buches für den Bau eines Beth-Hamidrasch bestimmt. Das Buch ist durch Herrn Baruch Witzner in Batyn (Bereg Comitat) Ungarn zu beziehen. Es zerfällt in sieben Theile, welche Erklärung von Schrn'lstellen und Aussprüchen unserer Weisen enthalten über Petz ach, den Auszug aus Mizrajim, Schowuoth, die Offenbarung am Sinai, die Ewigkeit und Einzigkeit der Thora, über die Zeit zwischen dem 17. Tamus und dem 9. Ab, und die Trostsaböate, über Rosch Haschono, die Teschubatage und Jom-Kippur, Sukkoth, Chanukah Purim. Eingestreut ffnd die Excurse über die Bedeutsamkeit des heiligen Landes, die einstige Erlösung, Materialien zu Trauer¬ und Traureden, über Mizwas Milah und Gemiluß- Ehaffooim, sowie auch einzelne halachische Abhandlungen. Die ganze Auffasiung und Erklärungsweise der Stellen aus der Thora und der Aussprüche unserer Weisen zeugen von großer Gewandtheit eines geist- und wiffenßreichen Verfassers. — Es enthält für Rabbiner, Prediger und alle die sonst Veranlasiung haben in jüdischen Kreisen bei bestimmten Anläffen öffentlich das Wort zu führen, eine reiche Fülle anregender Gedanken. Der gute Zweck, dem der Reinertrag des Werkes bestimmt ist, dürste dazu beitragen, dem Buch, das auch äußerlich schön ausgestattet ist, viele Käufer zuzusühren. * * * h-‘t rsre n *ee rc?: r-c» b'^nb mn Zu beziehen durch Oberrabbiner Mendel Hager rn Zablotow (Galizien). Auch der, dem die chasffdische Art und Weise die Aussprüche von rrrrtr rrrr und -z bvzv rrrr zu erklären, nicht entspricht, wird dieses Schristchen nicht ohne Befriedigung aus der Hand legen. Es enthält nach den Sidroth geordnete Erklärungen von rp-rc aus -“r nnd Erexe aus Talmud und Midrasch. Aber voran gehen unter dem Titel r*:n:n goldene Winke über: Gottesfurcht und wie man sie erwirbt, über das Gebet, die Freude beim Gottesdienste, wie man sich gute Charaktereigenschaften aneignet und wie man das Vertrauen auf Gott erlanat. die mit dem Wort den edlen, abgeklärten Charakter desjenigen bekunden, der diese Regeln empfiehlt, nachdem er sie an sich erprobt hatte. Rührend sind die Züge hingebender Menschenliebe, die der Herausgeber in dem Vorwort von dem Verfasser berichtet. Es heißt daselbst u. a.: „Er richtete fein Augenmerk auf verwaiste Kinder, um sie zu ernähren und zu versorgen. Mit seinen heiligen Händen kämmte er sie, und heilte sie, wenn sie vom Ausschlag befallen waren, indem er ihnen Verband auflegte. Der Mann, pflegte er zu sagen, der nicht das Blut an den Wunden und Beulen der Kinder aussaugen kann, hat noch nicht die halbe Liebe bewährt, die einen Israeliten erfüllen muß. Wer sich mit diesem Buch die goldenen Lebensregeln, die es enthält, aneignet, hat gewiß eine große Thal vollbracht, die ihm Anspruch aus Gottes Schutz und reichen Segen sichert. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Aus Baden. Der Großh. Oberrath der Israeliten hat unterm 6. Febr. d. I. die Synagogenräthe des Lanoes, im Hinblick aus § 1 der auf Grund des £ 36b, Ziffer 1 des Strafgesetzbuches erlaffenen landesherrlichen Verordnung, die weltliche Feier der christl. Sonn- und Feiertage betreff., beauftragt, den Schächtern das Schächten an benannten Tagen, Nothfälle ausgenommen, zu untersagen. Auf Geflügel, wenn es nicht öffentlich, sondern im geschloffenen Raume geschlachtet wird, soll sich die oberräthliche Verfügung nicht beziehen. Der Großh. Oberrath nimmt an, daß die Israeliten im allgemeinen, das Verbot öffentlich zu arbeiten oder Handlungen vorzunehmen, welche geeignet sind, durch ihre Vornahme an oben bezeichneten Tagen, öffentliches Aergerniß zu erregen, nicht blos wegen der auf die Uebertretung gesetzten Strafe, sondern schon aus Rücksicht auf die religiösen Gefühle ihrer andersgläubigen Mitbürger, besonders peinlich beobachten werden, und macht nur wegen eines vorgekommenen Einzelsalles besonders darauf aufmerksam. Den Fanny Weil'schen Tugendpreis im Betrage von 420 M. erhielt für das Jahr 1897 die Wittwe des Hauptlehrers Gustav Mayer, Ricka, geb. Straßburger von Jhringen. Es können wieder mehrere isr. Waisen zur Erziehung in die Vereinspflege ausgenommen werden. W.