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Der Israelit · 1897-02-15 · Heft 13 (15.2.1897) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 13 (15.2.1897)
Date
1897-02-15
Page
– (sequence 12)
Language
German
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254 112,235 Seelen, worunter 57, 722 männlichen Geschlechts. Dieselben vertheilen sich folgendermaßen: Von 0 bis 15 Jahren 24/>00 Seelen. 10 „ 20 „ 13,000 21 „ 25 „ ll,00(i 20 „ 92 „ 04,000 „ Die in Odessa selbst geborenen Juden zählen 53,000, alle anderen stammen aus anderen Ortschasten. Was ihre Beschäftigungen anbetrifft, so lassen sich diese Israeliten folgendermaßen eintheilen: Kaufleute und Agenten Schneider und Schuster Arbeiter in der Nahrungsmittelbranckic Handwerker in der Bau-, Möbel- Tapisscriebranchc Handwerker in der Holzindustrie Handwerker in der Tertilbranche Metallarbeiter Baumwoll-, Leder-, Kautschukbranche Maschinen- und Jnstrunrentenbrauche Minenbranche Ackerbau-, Fischerei, Iagdbranche Chemische Produkte Druck und ähnlich' Arbeiten Verschiedene Industrien Aerzte, Pharmneenten, Zahnärzte, Thierärzte Advokaten, Notare, Crpeetcn Proscssoren und Lehrer Eultusbeamte Zorrrnalisten» Schrifsteller Andere liberale Berufe Jüdische Soldaten im Dienst Bedienstete 52 Alts diesen Zahlen geht hervor, daß 9<>% jüdischen Bevölkerung von Odessa Industrielle oder Handwerker sind. Unter denjenigen, die riicht von ihrer Arbeit leben, beziehen viele eine Pension, oder leben von der öffentlichen Wohlthätigkeit; cs giebt nur 005 eigentliche Rentiers. Die Statistik im Unlerrichtswesen ergiebt folgende Gmzelheiten: 13,«>0«> Analphabeten auf die gesammte jüdische Bevölkerung (zwischen 11—!«»> Jahren), die weder russisch lesen noch schreiben können: «ooO Schüler, welche die Schulen besuchen und 25,000 Kinder, die zu Hause oder gar nicht unterrichtet werden. Dies ist das Resultat der Maßnahnre, welche die Zahl der Israeliten, die in den öffentlichen Schulen arffgenomnren werden dürfen, auf 5"/,» beschrälikt. Literarische Mott; Der Tochter Zions Liebe und Leben. Bearbeitet nach Ehamlfso's Frauenlicbe und Leben von Esther Earlebach geb. Adler. 'Den ehrwürdigen Herrn Rabbiner Dr. Carlebach-Lnbeck kennen unsere geehrten Leser als ebenso gesinnungstüchtigen, wie talentvollen Schriftsteller zur Männer Frauen 20,480 22,903 0,800 8,590 2,005) 2,057 l,(K3 807 1,130 880 205 410 2,330 1,487 501 408 18(1 223 119 175 100 107 034 .5! »7 5,5)57 4,8! 11 010 — 700 230 - * 178 i,’uo 300 der Genüge. Daß aber auch seine verehrte Gattin voin „Rechte der Feder" Gebrauch macht uns unbeschadet ihrer Tüchtigkeit als Gattin Hausfrau und Mutter in holder Poesie für Gottesfurcht und Gesetzestreue auf den Plan tritt, dürfte Manchen erstaunen. Aber oas Staunen wird bald einem Ruf der Bewunderung Platz machen, wenn man einen Blick in das reiznde Büchlein gethan. Die schönen Chainisso'scheu Verse sind vollkommen für das jüdische Hans nmgearbeitet, ohne dadurch von ihrer Schönheit irgend etwas eingebüßt zu haben. Als Geschenk ist das elegant ausgestaltete Büchelchen seines billigen Preises (M. 1) wegen, zu beziehen bei der Fron Verfasserin in Lübeck, besonders geeignet. Vermischtes. Frankfurt a M. Der Barmizwo h - M n l c n b c v für 1807, den Sie kürzlich vcröstcntlichtett, bedarf ncch einer kleinen Ergänzung, wenn sein Gebrauch nicht unter Umständen zur ungenauen Festsetzung des Barmizwa-Tages führen soll. — Wenn ein Knabe z. B. a'.n 15. Februar 1884 geboren ist, so war sein (Geburtstag am t0. Schcmat, der denn cuid) der Barmizwa-Tag in dicseul Jahre ist, so heißt es in den diesen Kalender begleitenden Erläuterungen. Run dauert der l5. Februar bis 'Nachts 12 Uhr, während der 10. Schewa! mit Eintritt der 'Pacht, somit schon vor 0 Uhr Abends zu Ende geht. Ein Knabe, der in der Nacht des >5. Februar zwischen 0 uud 12 Uhr Abends geboren winde, bat daher seinen (Geburtstag nicht am 10., sondern am 20. Schewat. Briefkasten -er Redaction. Herr Hannak, Wien: Da die gesandten Näthsel nicht jüd. Inhaltes, lehnen dankend ab. Abonnenten haben durch Ihre Vermittlung noch nicht geflinden. Z. in Gstenr 'Auch unterhalb des Kinns . ornen und am Halse darf man sich nicht rasircn lassen R in Gr Gr: Ein Kohen darf bei der Beerdigung der sieben nächsten Verivandten 0) nur dann an das Grab gehen, wenn man. zu demselben gelangen kann, ohne daß man anderen Gräbern näher als vier Ellen kommt. In vielen (Gemeinden ist aus diesem (Grunde auf dem Friedhofe ein besonderer Platz für die Gräber der Kohanim reser virt, damit man, ohne andere Gräber zil berühren, zu dem äußersten und letzten Grabe gelangen kann. Sobald der Sargdeckel mit Ende bedeckt ist, müssen sich die leidtragenden Kohanim vier Ellen von dem Grabe entfernen, und müssen sich sonst stets niindestcns vier Ellen auch vom Grabe der nächsten Verwandten entfernt halten M. P. in Pretzburg: Inm Eintritt in's Nabbinerseminar in Berlin haben Sie ein Neifezeugniß von einen: Gvntnasium nöthig. Ein ungarisches Maturitätszeugnis genügt. Meldungen sind bei Herrn Rabbiner Dr. F. Hildesheimer '"3, Berlin Gipsstr. 12->, einznrcichen. Z. H. in Neustadt: Solche Hühner ißt man in unserer Gegend nicht lieber Koscher-Eichenie erkundigen Sie sich bei David Bauer irr Frankfurt a. M., Börnestr. EK'gen Eichorie, die nicht unter Eorrtrollc hergcstcllt wird, sind wiederholt schweriviegende Bedenken, hauptsächlich wegen Ansatzes animalischer Fette, geltend gemacht worden. — Man verläßt sich daraus, daß das Kaffeegeschirr besonders gespült wird, und daß dasselbe 24 Stunden nicht mit heißen verbotenen Speisen in Berührung kanr. Wo man vom Gegen thei! überzeugt ist, hat man sich gewissenhaft nach seiner

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