Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 12 (11.2.1897)
- Date
- 1897-02-11
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
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J ,! i. IiLJ » . ' HfWMWO . -- - " *»R.?fTP f ■•^r'?*TPrs!*r*'yTv * s -vTvnizfr-rHfw, 241 kann nicht inehr )o leicht, wie kürzlich in M., der Fall eintreten, dast dem Lehrer nach zehnjähriger, pflichtgetreuer Thätigkeit das ohnehin bescheidene Einkommen mit der Motivirung gekürzt wird, es sei ein vermögendes Gemeindemitsiliek» nach der Stadt verzogen unk» die Gemernoekasse dadurch schwächer geworden. Wie diese nolhwendige Organisation bis ins Detail ausgeführt werden soll, überlasse ich anderen Kräften, nur möchte ich den gutgemeinten Rath zu geben mir erlauben, doch — die Herren Vorsteher das nicht allein Unter dem grünen Tisch berathen, sondern dast die Lehrer hinzugezogen werden, da sie am besten wissen, wo sie der Schuh drückt. Ein wichtiges, solgenschwercs Stück sozialer Frage würde damit gelöst, die Eonseguenzen kämen nicht nur dem Arbeitnehmer, dem Lehrer, sondern auch dem Arbeitgeber, der Gemeinde zu Gute uns die Jugend, das jüdische Volk würde den Segen bald merken. Lassen wir uns durch etwa vorliegende Schwierigkeiten nicht abhalten. s--!-- iz ~r s 8br:::b rcxbvr. -•?> xd Sollten meine Vorschläge wider Erwarten unrealisirbar oder rrnnöthig sich erweisen, so glaube ich meine Themafrage „Wer soll noch jüdlscher Religionslehrer werden d" mit — „Nieiriand" beantworten zu müssen, dann möchte ich wünschen, das; die jüdischen Lehrerseminare einige Jahre geschlossen würden, damit die jüdischen LehramtSpräparanden ihre schönen Jugendjahre lieber mit dem Slnküum des Schuhstickens oder des Brolbereitens ausfüll'ten, um sich nach dem Satze nuferes Psalmisten ‘rrsn 7 yzz rr hieniediges | und himmlisches Glück zu verdienen. Sollte aber, > wie voraussichtlich, die Zeit nicht mehr ganz fern sein, wo die jüdischen Gemeinden es als unabweisbare Ehrenpflicht betrachten, erst für Schule und Lehrer, dann für Synagoge und Cantor, für Chorist, Sekretär und Portier zu sorgen, und zwar so zu sorgen, dast der jüdische Lehrer der Religion sein bescheidenes Gehalt mit dem ruhigen Bewußtsein geniesten kann, vor der drückendsten Sorge für die Zukunft, für Alter, Peusionirung, Invalidität, Krankheit x. geschützt zu sein seitens der Gemeinde, dann wünsche ich, dast nur die edelsten, besten Jünglinge und Jungfrauen unseres Volkes sich dem hohen, heiligen, sreud- und leidvollen Berufe der Jugenderziehung weihen möchten, daß sie in Frohsinn und Heiterkeit der jüdischen Jugend die hehren Lehren des Judenthums einprägen und Vorleben nach dem Mahnrufe unseres königlichen Sängers r.« hsv nncc:, eingedenk des Spruches unseres Denkers Jean Paul „Heiterkeit ist der Himmel, unter welchem Alles gedeiht — Gift ausgenommen." — Weiter möchte ich das schöne Zukunftgemälde nicht ausmalen, denn vorläufig liegt die ganze Angelegenheit noch zu sehr in; Argen. Ich schließe mit dem Wunsche, daß diese von Herzen eines redlich schaffenden Schulmeisters kommenden Worte die jüd. Gemeindemitglieder und Gemeindevorstände zum Nachdenken und Handeln anregen möchten, dast endlich auch dem jüdischen Religionslehrer das Morgenroth einer schöneren, besseren Zeit leuchte, dast man ihm nicht zuruse: „(vntbcljvc, ivas Dir nicht beschicdcn, Genieste nicht, was Du nicht hast. Ein jeder Stand hat seinen Frieden, Der Deine doch nur seine Last." ■r H wie r g e n. -W> Mir den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Verlangen Sie Preiscourant üb. prima ~1X’D Wurftwaaren von Jos. Sondheimer, (Inhaber: SB. Behrend), M ü u ch en, Rumsordstr. 16. Telephon 1867.(3940 7>ur selbstständigen Führung rO eines Haushaltes suche ich kill tüchtig's Israel. Mädchen mit g'Uen Zeugnissen. Eintritt 15. März. (768 I. Kaiser, Dampfbäckereibesitzer, Braubauerschast b. Gelsentirchen in Westfalen. Suche für mein Leder-, Sattleru. 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