Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 10 (4.2.1897)
- Date
- 1897-02-04
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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189 l’honneur, de remetfcre ces lignes a votre Altesse, est digne de votre haute Sympathie. Enleve comme enfant, age de huit ans ä ses parens, 11 fut baptisä, äleve comme Militaire et arrive au Grade de’Adjutant au Regiment Luederes de 8. M. l’empereur de Russie. Pendant la guerre a Crimee il perdit un bras, fut mis ä la retraite, retourna ä la fois de ses peres etmaria ä Jassy, öu se trouve maintenant sa femme avec ses deux enfants. Oserais-je recourir ä la haute protection de Votre Altesse, afln qu’elle fit la defence, au milieu de son mallieur. Protäger les faibles et soutenir les malheureux a toujours ätäle privilege des nobles Princes. Que V o tre Al tesse veuille bien agreer avec mes remercimentsFempressiou de ma profonde et bien sincere consideration. Albert Cohn Präsident du Comitä 14 Rue Bleue. DiedeutscheUebersetzung dieses Schreibens lautet: An Seine Hoheit JohannCousa, Fürsten d. Vereinigten Moldau-Wallachai. .Hoheit! -f Yv'/ f/ glücklichen anzurufen? Es war ja immer das Vorrecht edler Fürsten, ein Beschützer der Schwachen und Unglücklichen zu sein. Genehmigen Ew. Hoheit mit der Versicherung meines Dankcsden Ausdruck tiefsterAchtung'undVerehrung. Albert Cohn, Konsistorial-Präsident. Dank dieser Empfehlung war er vor ferne- ... - * ren Nachstellungen seizz'-S tens russischer Emissäre geschützt und lebte er im Gebiete des hoch- «* y_ 7* «•4»«..-. Z' ' " .-//^' Z 4 .. ''/yÄs Ss" 7? r* "&'* r' •gt-Y- Ys* /Cy<r. -.-Sy- /C'/y+r/Y*' 1 * , t<^‘ ‘y^/rtL /! ^7. v/ ,, Ab : ' < sinnigen Fürsten sicher und ruhig. Durch glück, liche Speculationen u- Landerwerb erwarb er ein bedeutendes Vermögen, bis das verhängnißvolle Jahr 1872 hereinbrach. Mit demselben beginnt die Reihe der fürchterlichen Judenhetzen in Rumänien. In einem dieser Aufstände stürmte der Pöbel sein Besitzthum, und errettete nur das nackte Leben. Nicht nur sein ganzes Vermögen ging in Flammen auf, sondern auch alle seine Andenken von einer glorreichen Vergangenheit, seine Uniform, Orden, Ehrenzeichen u. s. HAjdLjl) ßtjb/vYtyiAoy, £■*** «YyjLz/d1 w. gingen dabei zu cjfa V W£6llV[S( /A'} 77 Das Schicksal des /j Herrn JosephJsaak, der sich die Ehre gibt, Hoch derselben diese Zeilen zu überreichen, ist Dero höchsten Sympathie würdig. Als achtjähriges Kind seinen Eltern entrissen, ward er getauft und zum Militärstande erzogen, worin er es bis zum Grade eines Adjutanten des Lüder'schen Regimentes in der russischen Armee brachte. Im Krim- Kriege verlor er einen Arm und wurde in den Ruhestand versetzt. Er kehrte jedoch wieder zu dem Glauben seiner Väter zurück und hei rathete zu Jassy, wo sich gegenwärtig seine Frau mit zwei Kindern aufhält. Darf ich mich erkühnen, Dero hohe Protection für den Uuzählt, sind glaubhaftbestätigt, außer von angeführten Personen von den größten Gelehrten und Rabbinern, wie Zadok Kahn, Großrabbiner in Paris, demGelehrten Malbin, früher in Bukarest und nachmalig Oberrabbiner in Königsberg,Peixoto, dem ehemalig. amerkanischen General- Consul in Rumänien u. s. w. Eines dieser Schriftstücke ist so charakteristisch, und zeugt von dem mächtigen Eindruck, den dieser Vorgang auf viele jüdische Gemüther damals hervorbrachte, daß ich es mir nicht versagen kann, eine Stelle desselben mitzutheilen: „Fast dreizehn Jahre sind verstrichen, seitdem ich mit dem Inhaber vorstehender Empfehlnngsatteste unter ganz anders gearteten Verhältnissen bekannt worden bin.