Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 9 (1.2.1897)
- Date
- 1897-02-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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$Öer ^sraelit. Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Alätter für die israel. Schute. 1. Kebr. 1897.^ ‘ST ' ■ >? Ci 1 ♦. %J. ♦ L'Jir. Z. UerbüiiS der Mischen ßehrerverelnr iA öcutrdjcn Reiche. Protokoll der Vorstandssitzmrg der jüdischen Gemeinde zu Berlin, am 29. Dez. 1896. Anwesend sind alle Vorstandsmitglieder und aunir: Dr. Adler- Berlin, B l n nc e n f e l d - Adelebsen, B e r n h a rd-Darnowitz, Dr. B l a sch ke-Berlin, G 0 l ds cf; 11t t D t Kein, Gutkind - Kassel, H e r b st - Lina (Be;. Posen), L e v i-Reirß. 1. Der Vorsitzende, Netter Dr. Ad (er, eröffnet Vormittags 9 Uhr die Sitzung, begrüßt die Versammlung mit herzlichen Worten und ersucht dieselbe um Genehmigung des von ihm schriftlich erstatteten und den einzelnen Vorstandömitgliederu bereits früher milgelbeilten Geschäftsberichts über das erste Perbandsjahr. Die Anwesenden genehmigen den Bericht nlit einigen umvesentlichen Aenderungeu. 2. Der Vorstand riimmt Kenntnis; von einem Schreibet! des Vorsitzenden des deutschen Reichsverbandcs jüdischer Religionslehrer in Breslau, welches zwar vom 1. Dezember datiert, aber laut Postslem pel am 23. desselben Monats ausgegeben und ani 25. zu Händen des Vorsitzenden gelangt ist. Dieses Schreiben theilt den Beschluß des Reichsverbandes über seine Stellungnahme zu unserem Verbände mit; der Beschluß deckt sich mit dem des Vereins der jüd. Lehrer für das Großherzogthum Hessen. 3. Ein Verein hat den Antrag gestellt, der Verband möge au den Landtag eine Petition richten, daß auch den Lehrern an den von Synagogengemeinden gegründeten und unterhaltenen Religiousschulen die an diesen Schulen zurückgelegte Dienstzeit angerechnet und ihnen demgemäß die Dienstalterszulage gewährt werde. Der Vorstand kann sich nicht der Ansicht verschließen, daß ein solches Bittgesuch aussichtslos sei, und lehnt den Antrag ab. 4. Der Vorstand spricht seine Mißbilligung aus über die Angriffe, welche Herr Syndikus Dr. M i nd c u jüngst in einem jüdischen Blatte erfahren hat, und benutzt diese Gelegenheit, Herrn Dr. Minden in einem Schreiben seine Svmpalhieen und seine nochmalige Anerkennung für die sachgemäße und geschickte Leitung des ersten Delegiertentages auszudrücken ts. Nachtrag). 5. Der Schatzmeister Gutkin d-Kassel erstattet den Kassenbericht, nach welchem augenblicklich ein Kassenbestand von 164,35 M'k. vorhanden ist. Da noch verschiedene Ausgaben zil bestreiten siild, so wird das erste Verbandsjahr mit einem Defizit abschließen, ivas im Hinblick daraus, das; keine Vereinsbeilräge erhoben worden sind, dagegen aber beträchtliche Organisationskoften zu tragen lvaren, nicht zu verivundern ist. Im abgelausenen Jahre wurden aus ihren Antrag 14 Vereitle zur Abhaltung ihrer Jahresversammlungen mit 123<> Mk. unterstützt. (Im Jahre 1895 waren 11 Vereine mit 1250 Mk. bebadjt worden.) 6. Ein Antrag, die Vereinsbeiträge pro 1896 nachträglich einzufordern, wird mit 6 gegen 2 Stimmen abgelebtst. 7. 'Rach 14 sollen die Kassenrevisoren vom Verbandstage gewählt werden. Da ein solcher noch nicht stattgesundcn hat, beschließt der Vorstand, die Revision in diesem Jahre durch eine Kommission, bestehend aus den beiden in Berlin wohnenden Vorstandsmitgliedern und einem Mitgliede des Ausschußes des D. I. G. B., vornehmen zu lassen. 8. Die Subvention zu den Jahresversammlungen soll jedem Vereine nur einmal im Jahre gewährt werden. 9. Die Vereine sollen gleichzeitig mit ihrem Anträge auf Subvention die für ihre Versammlung