Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 8 (28.1.1897)
- Date
- 1897-01-28
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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146 Wahlrechts, Da ein FunDamentalgrundsatz seiner Partei die Ausschließung eines Theils unserer Mitbürger von allen staatsbürgerlichen Rechten fordert. Das allgemeine Wahlrecht ist für eine freigesinnte und besonders für eine demokratifche Partei viel wichtiger, als Das D ir e kt e Wahlrecht. (Bravo!) W. 3 ii b t e n. Bombay Eine Dier wohnende, reiche Dame, Bai Mottcbai, Hai für Den Banfond der Israelitischen Schule einen Beitrag von ö<>o .Rupien gezeichnet. Welche Leistungen diese von der Auglo Iewish Association unterstützte Leimte erreicht, geht am besten aus den Prüfungen ibrer Zöglinge hervor; so bestand erst jetzt wieder Iran Rebecca Salomon ihre Aufnahme-Prüfung an der Universität zu Bombav. Die bekannte Sekte der B'ne Beritb, die sowohl weiße, wie schwarze Juden zu ihren Mitgliedern zählt und die bekanntlich nur noch wenige Vorschriften unseres heiligen Gesetzes kennen, haben wegen der Hungersnoth das folgende Gebet verfaßt und in einzelnen Blättern in hebräischer, englischer und in indischer Sprache verbreiten lassen. Dasselbe lautet: nrn^n ■'.-rin 'ijrn b%; p-tr 's rx zv : rrr x x*nr rrrjz . z'rc-x^zb rcsn re;* njy; re; -i—--s=--jS* . Asir* r:z ~zy~bz~r.it -pr 'jr'rff *.-r;r . pr1* st vz'vb . pm pSuz . -;rz .;2-xz r pir *7!* p . px . -r*zT r,z"zb . rzr: In deutscher Uebersetzung: Gevet wegen der in Ostindien herrschenden Hnngersnoth. Allmächtiger, der Du in den Höhen thronst und fürsorgeuo auf die Niedrigen herabschaust, König voller ErbvrmenWir betreten heute die Stätte Deines Hauses, uns im Tempel Deiner Heiligkeit nipderzuiverfen; denn groß ist Dein Erbarmen, und zu Dir Gebete wegen der in unserem Lande herrschenden Hungersnoth zu flehen, und Du, Ewiger wirst Deine Barmherzigkeit uns nicht entziehen, wir richten zu Dir unser Hoffen, D u wirst uns verpflegen! Schöpfer des Weltalls! Wir hören, daß die Saaten vertrocknet sind; ein Schrei des Jammers durchzieht die Reihen der Ackerbautreibenden über die schlechten Aussichten der Ernte, über den Wafsermangel, unter dem die Schafheerde und Hausthiere leiden. Erschlafft sind ihre Hände; möge ihnen von Dir, Höchster, baldige Errettung aus dieser Roth kommen! Hocherhabener Gott! Zu Dir erheben wir unsere Augen, stehe den von der Hungersnoth Gedrückten bei, denn groß und um sich greifend Ist diese, segne unser Land, erleuchte die Kaiserin, unsere Gebieterin, die sich unser warm angenommen und Beamte eingesetzt hat zur Hilfe der armen und niedergebeugten Hungrigen. Zeige diesen den richtig einzuschlagenden Weg, das Unterstützungswerk zu vergrößern, um mit Deiner Hilfe, o Gott, die Hungernden zu sättigen und ihre niedergebeugten Seelen wieder aufzurichten! Segne uns, Ewiger, segne Dein ganzes Volk, das Haus Israel und alle Einwohner unseres Landes, Jahr für Jahr, gnadenvoll mit Ueberfluß und ausgiebigem Regen, zum Guten und zum Segen. Amen! So sei es Tein Wille! Mnzetgeri. Für dm folgende» °§hcll"ist die Äedaction nicht verantwortlich /Lin Mädchen, d. im Kochen erfahren, wird auf Ostern gesucht. Ein Mädchen, welches d. Kochen erlernen will, kann sofort eintrete« bei Frau Jsaae Sander Wwe, Restauration, (288 Worm 8 a. Rh., Hardgasse IO. 58e) sowie Seidenstoffe f. Gesell« schastS»« Straffen Toilette« in enormer ArrSwahl und zu billigsten Preisen Seidenhaus M. Gottlieb, Specialgescbäft für Sammet n. Seidenstoffe, . . Frankfurt a. 3H. — gär ein junges, schönes Mäd« che«, a. relig., gut. Familie, mit Mk. 6000—7000 Baarvermögen, nebst Ausstattung, wird Parthie gesucht. Wittwer nicht ausgeschlossen. Gest. Offerten unter W. 882* an die GeschaftSst. dlS. Blattes.