Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 6 (21.1.1897)
- Date
- 1897-01-21
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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VWMMWWWWWWWWWW 106 Aufruf! Hannover, im Januar. JSraelit.sche Jünglinge zu Gärtnern, Landwirthen und Handwerkern anzulcrnen — arme und vewaiste Knaben durch Lehre und Beispiel zu nützlchen, ihrer Religion treuen Gliedern drr Gesellschaft zu erziehen — durch frühe Gewöhnung au Handfertigkeit, Feld- und Gartenarbeit Lust und Liehe zur Bodenkultur und zum Handwerk bei ihnen z» erwecken — dura» lin'ache, kräftige Nahru-lg, wie durch Aufenhalt in freier Natur ein gesundes, starkes Geschlecht zu bilden — dos sind die hohen Aufgaben, die sich die Israelitische Er» ziehuugsaustalt zu Ahlem bei Hannover gestellt har. Drei und ein halbes Jahr arbeitet sie mit ihren noch sehr beschränkten Mitteln an der Erieichung b efer Ziele, und daß ihr Mühen nicht verg bens gewesen, erweist der be.folgende Bericht. Immer bringender jedoch tritt die Forderung aut, die Anstalt nach Innen und nach Außen weiter auszubauen, um einer größeren Zahl von bedürftigen Kindern die Woh thot einer guten Erziehung zu Theil werden zu lassen und sie nicht ferner wie bisher auS Mangel an Platz und an Mitteln zurückweisen zu müssen. Durch Allerhöchsten Erlaß Sr. Majestät des Kaisers und König» sind der Anstalt unter dem 2. Oktober 1896 die Rechte einer juristischen Person verliehen und ihre Statuten bestätigt worden; damit ist seitens unserer Ctaatsregsirung ausgesprochen, daß der Gedanke, der ihrer Errichtung zu G-unde lieg ', des Schutzes und der Förderung der Staatsgewalt wenh ist: um so zuversichtlicher dürfen wir darauf vertrauen, daS Unternehme., werde nunmehr in erhöhtem Maaße die Unterstützung auch unserer Glaubensgenossen finden. Erhebliche Geldmittel sind zur vollen Erreichung der angestrebten Ziele noch erforderlich. Wir bitten deshalb Alle, die ein warmes Herz für die Zukunft unserer Heranwachsenden Jugerd haben, unS zu unte stützen: sowohl durch größere einmalige Spenden und Stiftungen zur Verbesserung und Vergrößerung deS Grundbesitzes der Anstalt, wie zur Beschaffung weiterer Unterkunfts- und Unterrichtsgebäude, als auch durch jährliche Beiträge für den Unterhalt, die Erziehung und Anlernling mittelloser Zöglinge. Wenn irgend eine gemeinnützige jüdische Einrichtung die Mitwirkung und Unterstützung aller Glaubensgenossen verdient, so ist es die Israelitische Erziehungsanstalt zu Ahtem bei Hannover: darum: Helft unS bei unserer Arbeit, die unter GotteS Beistand nicht nur den ui S anverrrauten Kindern zum Segen gereichen wird, sondern auch der Gesarnrntheit zum Heile! Zur Einsendung-Anmeldvng Ihrer Spende wollen Sie sich der zugesandten Ausweisung-Karte bedienen Außer der Anstalt selbst sind die Lokal-Eomitö sowie alle Unterzeichneten zur Annahme von Beiträgen mit Freuden und Dank bereit; auch der geringste Beitrag ist willkommen. Exemplare dieses Aufrufs zur gest. Weiterverbreitung, ebenso wie Abdrücke deS Statuts stehen bereitwilligst zur Verfügung. Die Bildung weiterer Local EomiteS ist sehr erwünscht; man wolle sich deswegen an den mitunterzeichneien Vorsitzenden, Herrn Consul A. M. Simon, Hannover, Schillerstr. 23, wenden. Hochachtungsvoll und ergebenst Der Vorstand: Consul A. M Timon, Vorsitzender; Rechtsanwalt Dr. Georg Benfey Stell vertrete. des Vorsitzenden; Manfred Berliner, Schriftführer; Hermann Lichtenverg, Stellvertreter de« Schriftführers; Gustav Cohen, Sartorius Rheinhold, RechnungS- und Kassensührer; Landrabbiner Dr. Gronemau«; Seminardirektor Dr. Knoller Hkyllchk Sitte »in Hilfe. Edle Glaubensgenossen! Ein ordentlicher braver Mensch, langjähriger Ernährer seiner Familie, ist durch harte familiäre Sch'cksalsfchläge in bittere Norh gekommen. Flehendlich bittet derselbe edetdenkendr Menschen um Hilfe. Die Unterzeichneten sowie die Geschäftsstelle dieses Blattes sind gerne bereit, Beiträge unter Nr. 242* entgegenzrmehmen. Rimbach i. Odenwald, 12. Januar 1897. S. Wetterhalm,_ Jakob Hamburger. CWuf die in Nr. 99 des v. I. von Sr. Ehrwürden Herrn ++ Distrikis-Radbiner Adler zu Kitzingen veröffentlichte Bitte für einen unverschuldeter Weise in Noth geraihenen jungen Fami ienvater gingen bei Unterzeichnetem folgenl e Gaben ein. Vom Frauenve-ein Schweinfurt durch Frau Gärtner 7 M- Herr G. H. U. in Ulm 5 M. Durch Philipp Wolfs in Detteldach 22 M. Lurch Samuel Sonder in Mainstockhetm von dortigen 3 Vereinen 50 M. Ungenannt in Kitzingen 3 M. Durch Lehrer Sal. Falk in And 15 M. Frau I. Lehr in Frankfurt a. M. 5 M. Wwe. De l in Straßburg 2 M. X. P. in Insterburg 0,50 M. Leopold Schönfärber in Mainbernheim 3 M. Joseph Kißinger in Frankenwinheim 3 M. Den edlen Spendern hirzlichst dankend, bittet dringend um weitere Gaben. (278 Marktbreit den 8. Januar 1897. Ephraim Eisenmann. Lutzow-Ufer 23, pari BERLIN W. Lötzaw~Ufer23, pari Usl TWerpeullonat u. fortbüöunp-änftalt Anleitung zur Erlernung der Wirthschaft Hedwig Sach*. Therese Salz. Beste Referenzen der Eltern früherer u. jetziger Zöglinge. Giu eröcntltdjes Wdchell (JSr.), w lches selbstständig gut bürgeelich kochen kann u. etwaS Hausarbeit übernimmt, v. hoh. Lohn gesucht. Näh. Anfragen erditt-et (330 Frau M. Marx. Mauz, FlachSmarkr 8. ist unstreitig das bevorzugleste Basirmittel. Preise: 1 Dose 75 Pt., 10 Dosen Mk. 6.80, 20 Dosen Mk. 12.50 frco. gegen Voreinsend. des Betrages. All. Fabrik. M. Oppenheimer, Würzburg, Domerpfafseng. 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