Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 4 (14.2.1897)
- Date
- 1897-02-14
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2448705-2448710--43212-2492249- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
75 das herzliche Verhältnis feststellen, das aus den» regen Verkehr zwischen den einzelnen Mitgliedern des Vorstands und den Vertretern der Vereine entsprossen ist; das gemeinsame Streben nach einem Ziele hat eia festes Band um die einzelnen Glieder geschlungen, das unter Gottes Beistand einen glücklichen Fortgang unserer Bemühungen in Aussicht stellt. Ein weniger erfreuliches Bild gewähren die Verhältnisse in manchen Vereinen sowie die Beziehungen der einzelnen Vereine zu einander; die Zerfahrenheit und wirre Verschiedenheit der Verhältniffe unseres Standes innerhalb des deutschen Vaterlandes ist leider nicht ohne Einwirkung auf die Lehrer selbst geblieben, es hat bisweilen ernster Mahnungen des Vorstandes bedurft, um die Mitglieder der einzelnen Vereine angesichts der bevorstehenden wichtigen Ausgaben auf die erste Pflicht, einig zu sein, hinzuweisen, wie es auch unausgesetzte, zeitraubende Thätigkeit erfordert hat, die oft recht unerfreulichen Beziehungen einiger Vereine zu einander zu bessern. Der Verbandsvorstand möchte auf die diesbezüglichen Verhandlungen nicht näher eingehen, will aber die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne nochmals die dringende Mahnung an alle College« zu richten, eigene Forderungen und Wünsche hinter die gemeinsamen zurückzustellen, in voller Einigkeit und herzlicher Verträglichkeit dein Ziele, das uns allen vorschwebt, zuzustreben. Zufriedenstellender gestaltete sich die Thätigkeit des Verbandsvorstands, wenn es galt, einem Mitglieds eines Vereins das des Rechtsschutzes bedurfte, hilfreich zur Seite zu stehen. In den wenigen Fällen, die bisher an den Vorstand herantraten, hatte sich derselbe der Unterstützung eines der hervorragendsten Juristen Berlins, des Herrn Rechtsanwalt Dr. Eugen Fuchs, zu erfreuen; es ist dem Verbandsvorstand aufrichtiges Bedürfnis, auch an dieser Stelle Herrn Dr. Fuchs den schuldigen Dank für seine sachverständige, selbstlose Hingebung auszusprechen; insbesondere hoffen wir, daß es seinern energischen Eingreifen gelingen wird, die gegen die bisherige Praxis erfolgte Veranlagung eines Lehrers der Provinz Hannover zu den Communallasten in der entscheidenden Instanz wieder rückgängig zu machen. Die Einnahmen des Verbands bestanden in diesem Jahre lediglich in der Summe von 1500 M., die der Ausschuß des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes nach § 15 der Satzungen dem Verbände alljährlich zuweist. Als Gegenleistung hat der Verband dafür die Subventionirung der Jahresversammlungen der einzelnen Vereine übernommen; für diese Zwecke ist in diesem Jahre an 14 Vereine (die Vereine Berlin und Hamburg kommen nicht in Betracht) die Summe von 1230 Mk. verwendet worden. Für sämmtliche übrigen Ausgaben verblieb somit nur der Rest von 270 M., der natürlich unzureichend war; die Art der Deckung des Defizits wird in der bevorstehenden Sitzung des Verbandsvorstands zur Erörterung resp. Beschlußfassung gelangen. Das rühmlichst bekannte Wohlwollen des Deutsch- Israelitischen Gemeindebunds allen Bestrebungen der Lehrer gegenüber hat auch der Verband bei jeder sich darbietenden Gelegenheit erfahren. Das Mitglied des Ausschufies des D.-J. G.-B., Herr Syndikus Dr. Minden, besten sich alle Theilnehmer an der Delegirtenverfamrnlung als geschickten und taktvollen Vorsitzenden dankbar erinnern, übernahm mit einem anderen Mitglieds, Herrn Rechtsanwalt Dr. H. Stern, bereitwilligst die Prüfung der Satzungen nach der juristischen Seite; gern spricht der Verbandsvorstand beiden Herren für ihre Mühewaltung herzlichen Dank aus. Der Ausschuß selbst überwies im Laufe des Jahres eine Anzahl Exemplare der Schriften der Herren Rabbiner Dr. Maybaum (Methodik des jüdischen Religionsunterrichts) Dr. Goldschmidt (Urbild und Ebenbild) dein Vorbandsvorstand zur Verkeilung an die einzelnen Vereine. Gestützt auf die Sympathie dieser hervorragendsten Vertretung der deutschen Glaubensgemeinschaft, getragen von dem Wohlwollen der einzelnen Vereine, wird der Verbandsvorstand, so lange er nach der ihm ertheilten Ermächtigung seines Amtes waltet, sich getreulich bemühen, auch fernerhin alle diejenigen Pflichten zu erfüllen, die ihm nach den Verbandssatzungen obliegen; möge seinem Bemühen Gottes Segen allezeit beschieden sein, möge das Ziel, das wir uns gesetzt haben, recht bald erreicht werden! Der Dorstand des Derbunües -er jüdischen Lehrer- Dereinr im deutschen Deiche: Dr. Adler—Berlin. Blumenfeld— Adelebsen. Dr. Blaschke—Ber l in. Bernh a rd—T arnowitz. Goldschmid t—Kö ln. Gutkind—Cas se l. Herbst—Liss a (Bez.Posen). Lev i—e u ß. Mnzeigerr. Für den folgenden Theil ist die Red actio» nicht verantwortlich. (Ein iSrll'l. Mädchen, das im Haushalt sehr bewandert, per sofort gesucht. Off. u. 190 an die Geschäftsstelle dss. Blatte? erbeten. 6uche für mein Leder-, Sattleru. Tapezier-Geschäft auf Ostern einen Lehrling, sr. RSdelheimer, Wiesbaden. (183 Auchreinen tüchtig., jung. Mann a's Geyülfe m meine Biehhandlung. (189 Isaak Strauß, Rodheim v. d. Höhe. <^aS Porschen von Hinter: vierteln von Großvieh kann man lernen bei (3670 I. Oberdörfer, Metzgerm., Landau (Pfalz).