Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 4 (14.2.1897)
- Date
- 1897-02-14
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
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72 schwindelt die isr. Wanderunterstützungsvereine und giebt an Goldarbeiter zu sein. Er ist klein, fast dick, gesund aussehend, mit kurzem, rothen Vollbart und tritt sehr fresch auf. Er hat der Polizei eingestanden, daß er kein Jude ist und sitzt in Untersuchungshaft. S. Steinfeld, Kassier d. isr. Arm.-Kasse. Personalien. Mittelfinn (Bayern), 7. Schewat. Schweres Leid ist über die hiesige israel. Gemeinde gekommen. Der überall beliebte, allerseits verehrte Israel Herz weilt nicht mehr unter den Lebenden. Am Mittwoch Morgen besuchte er — wie er es Tag für Tag zu thun pflegte — die Snnagoge. Hier wurde er von einem Schlanganfall betroffen, welchem er noch in der Nacht erlag. Sein Name als Wohlthäter und Förderer guter Werke ist weit bekannt. □’DDn ’TD?n zu unterstützen, Arme zu speisen, edle Thaten auszuüben, war seine größte Freude. Darum liebte und achtete ihn Jedermann. Lange Jahre war er Vorstand der Gemeinde und Mitglied der politischen Gemeindeverwaltung. Trotzdem er als Kaufmann Tag für Tag vielfach beschäftigt war, so suchte er Morgens oder Abends und besonders am rattf Thorah zu lernen. Gerne weilte er bei frommen und gelehrten Männern, um Worte der Thora zu hören und sein Leben danach einzurichten. Einem Jeden war er Freund und Berather. Darum empfindet ein Jeder auch den Verlust des Dahingeschiedenen. Das bekundete sich bei seiner,Tl7. Die hiesige Gemeinde, viele Leute aus der Umgegend, die Herren Lehrer der prot. und kath. Schule, der Bürgermeister, die Gendarmerie und Andere erwiesen dem Verstorbenen die letzte Ehre. Am Grabe sprach Lehrer Strupp und gab dem Schmerze beredten Ausdruck. — Möge derSchöpfer den trauernden Hinterbliebenen den lindernden Balsam des Trostes ins Herz legen, und der edle Charakter des Verstorbenen sei uns stets ein leuchtendes Vorbild zur Festhaltung an unserer h. Thora. c^tsn-n P'L ddpu -pnu wnw cnri Nordheim v Rhön Ueber 25 Jahre wirkte Herr A b r a h a m S ch Ö n in hiesiger Gemeinde als Kultusvorstand. Derselbe leitete die Angelegenheiten der Gemeinde mit größter Umsicht und erwarb sich durch seine pflichttreue Rechtlichkeit und seine Gewissenhaftigkeit volles Vertrauen bei der Gemeinde. Als Beweis sei dafür, daß derselbe bei der im Dezember stattgefundenen Vorstandswahl wieder einstimmig gewählt wurde. Derselbe lehnte aber die Wiederwahl ab und und es wurde infolgedessen Herr Seckel Schuster als dessen Nachfolger bestimmt. Möge es auch diesem vergönnt sein, recht segensreich für seine Gemeinde zu wirken! Noch möge erwähnt werden, daß Herr Abraham Schön auch schon eine Reihe von Jahren nur niyo OM als?mo fungirt und als solcher schon im Jahre 1868 sein 25jähriges Jubiläum gefeiert hat. Zahlreich sind daher, die Verdienste, die Herr Schön sich als Kultusvorstand und 6,“no angeeignet hat. Es sei ihm daher öffentliche Anerkennung ausgesprochen und möge ihm idealer Lohn beschieden sein! Vermischtes. *4 Baltimore. Hier tagte die erste Convention des ..National Council of .Tewish Weinen“ unter großem Auf sehen und nicht nur unsere Glaubensgenossen, sondern auch die Nichtjuden schenkten dieser imposanten Versammlung eine Aufmerksamkeit, wie sie noch kein anderer spezifisch jüdischer Eongreß in Amerika gefunden hat. Die Tageszeitungen widmeten dem Bericht über diesen Frauenverein den weitesten Raum und die größten amerikanischen Frauenvereinc erhöhten die Bedeutung des Congresses. Briefkasten der Redaction. B. in W.r Margarethenstr. Nr. 1. Bez. Kaiserslautern uns nicht bekannt. B. I : Es ist nicht Bedingung des Preisausschreibens, daß die drei ersten Strophen die gleiche Melodie haben müssen. Briefkasten der Expedition. Herrn Ig. N. in L—R Betrag dankend empfangen. H n j e i fl e tt, -W» M den folgenden Tyeil ist die Redaktion nicht verantwortlich CVöttgmr Commis mit <0 schöner Handichrtft fncht pr. sofort oder später Stel« lang, gleichviel welch. Branche. Offert, u. D. 104 beförd. d. Geschäfts», dss. Blatte«. Ct&v ein ansehnliches, sem- O gebildetes und praktisches, junger Mädchen von 20 Jahren, Norddeutsche, examinirte Lehrerin, mit ca. 8000 M. Vermögen, wird eine passende Parthie gefNcht.Resleclir ende bel. Adressen mit ollen Details gefl. unter Nr. 89 an d. Geschäftsst. d. Nl. einzusenden. Strengste DiScrrtivn zugesichrrt. sowie Seidenstoffe s. GesellschastS-n. Straßen Toiletten in enormer Auswahl und zn billigsten Preisen 113«) Seidenhaus M. Gottlieb, Specialgescbaft für Sammet n. Seidenstoffe, — Frankfurt a. M. Heinrichsberg **eiÄriClÖl*ber* Pensionat n. höhere Töchterschule von Hermine Wolff. Referenzen: Ihre Ehrw. Herren Rabb. Dr. Gronemann, Hannover. Rabb. Dr. Kahn u. Rabb. Dr. Sllberftein. 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