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Der Israelit · 1897-02-14 · Heft 4 (14.2.1897) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 4 (14.2.1897)
Date
1897-02-14
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XXXTIII > Jahrgang. Zweite Srilaae ru M 4 -es „3srnfüt“. Literarische Umschau. Auf! Israel! Unschätzbarer Rath in ernster Zeit! Nichtige Definition vom Wesen Gottes. Unentbehrlich für jeden Juden resp. für jede jüdische Familie. Von Adolf Redlich. Budapest 1896. Ein in warmer, oft glühender Begeisterung an die Zeitgenossen gerichteter Aufruf zur Rückkehr zur Thora und zur Befolgung ihrer Gebote. Es sind Worte, die von Herzen kommen und sicher auch den Weg in die Herzen finden werden, für welche sie bestimmt sind. Es sind dies diejenigen, die befangen von den Irrungen einer leichtlebigen Z'it den Wahrheiten des Judenthums verächtlich den Rücken gekehrt haben. Diesen hält der Verfasser in markigen Worten das Verkehrte, Unzulängliche und Gehaltlose ihres Thuns und Treibens vor und schildert mit hinreißender Beredtsamkeit die verlassenen, hohen jüdischen Ideale mit der eindringlichen Mahnung wieder zu ihnen zurückzukehren. Das Hinreißende, Ueberzeugende, Grift und Gemüth Ergreifende der ganzen Diktion lassen den Leser leicht einige kleine, äußere Mängel in der Correktheit des Styls und der Sprache übersehen in den sicheren Voraussetzungen, daß diese formellen Umstände die Wirksamkeit der Schrift nicht beeinträchtigen werden. Vielleicht hat der Verfasser in seinem löblichen Eifer auch etwas zu viel versprochen, wenn er auf dem Titelblatt eine richtige Definition vom Wesen Gottes in Aussicht stellt. Aber das alles füllt angesichts der edlen Intentionen der ganzen Schrift nicht allzugewichtig in die Wagschaale. Die Adresse des Autors ist, wie eine Fußnote des Titelblatts mittheilt, in den Buchhandlungen von M. E. Lörvy's Sohn, Kön'gstraße 1 und I. Sternberg u. Cie.. Königstraße 8 zu erfragen. Dort wird wohl auch die Vrofchüre zu beziehen sein, der wir eine recht große Verleitung und — Beherzigung wünschen. rvSpr;v~- rrS *2 'SSr: T2-n pSnn xni T)En PSD .''Sn '2X7! 2pr »X '',-»771 2'7!7X2 Rabbiner I. Hirsch, Wien XIV. Wir haben das geniale Werk wiederholt beim Erscheinen seiner drei ersten Bände eingehend an dieser Stelle gewürdigt. Auch hat der „Israelit" freie Bearbeitungen der darin behandelten Themata gebracht. Wer die bisher erschienenen Theile sich angeschafft hat, für den genügt die Ankündigung des 4. Bandes, um das Verlangen nach dem Besitz derselben rege zu machen. Derselbe reiht sich sowohl hinsichtlich seiner guten buchhändlerischen Ausstattung als auch hinsichtlich seines gediegenen, vielseitigen Inhalts ebenbürtig den bisher erschienenen Bänden an. — Der „Israelit" wird bei Gelegenheit auch aus diesem Bande eine Probe in freier Bearbeitung bringen. Bis dahin aber empfiehlt sich das Werk Rabbinern. Predigern und Lehrern, welche das Wort Gottes zu verkünden haben, in einer Weise, die uns den Dank aller derer sichert, die durch diesen Hinweis auf das vortreffliche Werk aufmerksam wurden. -XE 7» Sr min ’trtrr rr bv pyötP 1ÖD;7'2CJ?7ß .S'S;7n '»7'22 27 |*X“'B pi?öE’ Sx7B>' 'ßSX2 7'pxn .p"cS x»7n;c* n 77 cmnx ttie 2771 St? wenn Haggadische Welke erscheinen heute in großer Zahl. Leider kann man den Meisten derselben wenig Guies nachsagen. Hier, wo es zumeist auf gute Gedanken und treffende, packende Einfälle ankommt — denn sprachliche oder logische Begründung wird nicht verlangt und auch nicht geboten — muß einzig und allein der Takt und der Geschmack des Verfassers entscheiden, was er seinen Lesern bieten darf. Aber lmr Wenige sind unbefangen genug, um ihre eigenen Geistesprodukte richtig zu würdigen und aus der Masse von Spreu die genießbaren Weizenkörner zu sondern. So l-ufen denn nicht selten Geschmacklosigkeiten unter, die haarsträubender Art ist. Umso erfreulicher ist es für den Referenten, auf das vorliegende Werk Hinweisen zu können, von welchem man zum Lobe sagen kann, daß es sich von solchen groben Verfehlungen gegen den guten Geschmack frei hält. Der bereits verstorbene Verfasser, ein talmudisch sehr gelehrter, geistreicher Mann, ein hervorragender Schüler des S'7 7eid cnn, war ein Haggadist von altem Schlage. Er schreibt ein gutes Hebräisch; geistreiche, witzige Wendungen finden sich auf jeder Seile; Zeitereignisse werden gestreift, Tagesfragen beleuchtet und für jede derselben findet sich ein treffendes Wörtchen in Bibel und Midrasch, mehr oder weniger gut den Worten des Textes angepaßt. Wir können daher dieses Werk allen denjenigen, die durch Beruf oder Neigung Freunde alter, guter Haggadawörtchen sind, auf's Beste empfehlen. Es bietet sich ihnen gleichzeitig Gelegenheit eine 711x2 zu thun und einem würdigen und verdienten Talmid Chacham 7122 -772 eine Unterstützung zukommen zu lassen. Das Werk, das trotz seines Umfanges von fast 400 Seiten gr. Oktav, unvollendet geblieben, ist nach dem Tede des Vers, in den Besitz des bekannten und würdigen R. AbrahamBick inPreßburg übergegangen, von dem es auch um den billigen Preis von 3 Mark unter der angegebenen Adresse zu be-

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