Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 38 (1897)
- Issue
- Heft 3 (11.1.1897)
- Date
- 1897-01-11
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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IMS'WGlMMM^MMMWWWWWWWPWWMWWWWWYWWWß 49 verfehlte, einen Liesen Eindruck zu hinterlassen.^So sagte er mit Zugrundelegung eines Talmudischen Ausspruches: „Der Stammvater Jakob ist nicht gestorben. Nicht deßhalb wird dem Stammvater Jakob die Unsterblichkeit zugesprochen, weil ihm ein imposantes Leichenbegängniß bereitet wurde, oder weil die Trauer um ihn eine so eindringliche gewesen, daß sie nach den Worten der Schrift für dauernde Zeilen den Namen: die Trauer der Egypter, erhalten, auch nicht deßhalb, weil seine sterblichen Ueberreste künstlich mumificirt wurden, sondern weil sein Geist, der ihn beseelte, gleichsam zur Volksseele seiner Namensträger geworden. Sein edles Herz, das so warm und innig für Wahrheit, Recht und Liebe fühlte, hatte zu schlagen aufgehört. Bevor es aber seine Thätigkeit eingestellt, hatte Jakob in eindrucksvoller Weise ein kurzes aber erhebendes und begeisterndes Glaubensbekenntniß seinem Stamme überliefert und tief in's Herz gesenkt, wodurch diese seine Herzensthätigkeit vervtelsältigt weiter fortwirkt. Es ist der gewaltige jüdische Schlachtenruf: Schema Jisroel, der heute noch unter mancherlei Verhältnissen auf den Lippen eines jeden Israeliten schwebt, der einem jeden jüdischen Kinde beim ersten Lallen schon in sein empfängliches Gemüth eingeprägt wird, der Nus, mit dem auch noch der lebensmüde Greis ven letzten Athemzug thut und seine Seele Galt empfiehlt. Er begleitet den Juden von der Wiege bis zum Grabe, dient ihm zur Richtschnur seines Lebens und erhebt ihn zur Andacht, zum Glauben, zur Liebe und zur Freiheit. Das ist die Unsterblichkeit Jakob's und bildet auch diejenige des Judenthums. Das Bewußtsein der Unsterblichkeit darf uns aber nicht in Sicherheit wiegen und sorglos machen. Es ist wahr, keine Feindesmacht, keine Tyrannengewalt, nicht antisemitischer Rassenhaß, noch phantastisch-schwärmerischkrankhasle Missionsgelüste können das Judenthum schädigen oder vernichten, so lange es nicht in frevelhaft selbstmörderischer Absicht Hand an sich legt. Solche strafwürdige Selbstmordgedanken sind es aber auch, wenn wir uns von den ererbten Stammestugenden lossagen. „Als Jakob ausgehört hatte, seinen Kindern zu befehlen u. s. w., da war sein Daseinsende gekommen", heißt es in der Schrift, so lange aber der Geist der Jakobslehre seine Nachkommen durchdringt, sie zur Moral, Tugend, Gotteslehre und Menschenliebe aneisert, bleibt sie jugendfrisch, lebenskräftig, unsterblich." Berlin, ft. Januar. Das Bureau des „Deutsch- Israelitischen Gemeindebund" versendet soeben folgendes Rundschreiben: Heute ist nach sorgfältigen Erwägungen und Berathungen die vom letztenGemeindetage beschlossene Petition an den preußischen Kultusminister abgegangen, und zwar mit den Unterschriften sämmtlicher preußischer Mitglieder (mit einer einzigen Ausnahme), des Ausschusses und der Lehrabtheilung des Deutsch-Jsraelititschen Gemeindebundes. Die Petition fordert erstens die Einführung des jüdischen Religionsunterrichtes an jeder preußischen Schule, sobald eine angernessene Anzahl jüdischer Schüler an ihr vorhanden ist, und zweitens, daß dieser Unterricht für alle diejenigen jüdischen Schüler obligatorisch sei, deren Eltern oder Erzieher für sie nicht einen anderw.iten angemessenen Religionsunterricht Nachweisen wollen und können. So ist die Nothwendigkeit der religiösen und moralischen Unterwerfung 'für ein jedes israelitische Kind mit den Anforderungen der Gewissensfreiheit vereinigt. ir Anzeigen. ~wi Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Lebensstellung. Ein älterer, routinirter, alleinstehender Mann, tüchtiger Buchhalter, Correspondent, bei bescheid-nen Ansprüchen für eine Vertrauensstelle gesucht. Sehr guteBehandlung. Offelten unter Nr. L. 162 an die ÄtschäftssteUe^dss^ Bl. 3um baldigen Eintritt suche ich für mein rQtsr geschlossenes Kurzii. Stiumpfwaaren Engios-Geschäft einen branchekundigen jung.Manu, der mit Loger-Ardeiten gründlich vertraut sein muß. Offert, unt. Chiffre I. 6. 160 an die Geschäftsstelle ds8. Bl. erbeten. ITäcktige Vertreter z. Verkaufe a. Detail-1 listen a. allen Orten Deutschlands gesucht. | iriiini fiava-KaA? y\. Co s s m a nn ,&ö ln-D<? 1U3 inder von 4 bis 13 Jahren werden unentgeltlich aufgenommen im israelitischen Kinderkrankenhaus in Frankfurt ft. M., Röderberg 109. Schutzmappen für den „Israelit* in hocheleganter Ausführung mH Goldpressong liefert per Stück Xk 1.50 Pfg die tixped. dieses Blattes. CVn kl. Haush. v. 2 Vers. w. <0 ein anständiges isr Dienst» MS-cheu für Küche u. Hausarb. geg. hohen Lohn gesucht. Dasselbe soll auch im Geschäft (Schnhw.) mit thätig sein, wodurch denC. Gelegenheit gegeb., sich im Gesch. auSzubilden. Frco.-Offer en u. .gnlgn. u. A. R. 159 an die Geschäftsstelle dss. Blattes. F)er April oder früher sucht 'f*' rin Elportgeschäst einen Lehrling g'gen gute Vergütung. Offerten unter U. 150 an 'die Geschäftsstelle dss. Bl.