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Der Israelit · 1897-01-07 · Heft 2 (7.1.1897) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
38 (1897)
Issue
Heft 2 (7.1.1897)
Date
1897-01-07
Page
– (sequence 18)
Language
German
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34 Tage der Gründung an bis auf den heutigen Tag cingeladen waren, worunter man viele 70 bis 80jährigc Männer erblicken konnte. Der Vorstand des Synagogen-Chores, Salom. Bloch, hieß die Anwesenden herzlich willkommen und ertheilte das Wort an Herrn Cantor Eisemann. Dieser führte in trefflicher Rede aus, wie eigentlich der Ehorgesang keine '.Neuerung, vielmehr seit den ältesten Zeiten in Israel heimisch sei, als Belege hierfür zitirte er die ytrr r "t? und schloß mit dem innigen Wunsche, bald den c-r -nr anstimmen zu können. Svnagogenrath Wilh. M o o s dankte im Namen der Gemeinde sämmtlichen Chormitgliedern für ihre seitherige Mitwirkung und ermahnte insbesondere die jungen Herren, den älteren nachzuahmen und stets die Gebote der Religion und die Institutionen der Gemeinde hochzuhalten. Vorsteher Harburger dankte den Anwesenden für ihr zahlreiches Erscheinen, für die Mitwirkung bei allen guten und wohlthätigen Zwecken und ermahnte ^nr ferneren Eintracht und Einigkeit. Dr. Heil b r o n n huldigte den Verdiensten des alten Eantors Lisberger und ganz besonders den Leistungen des Eantors Eisemann. Der alte L. Lisberger dankte in bewegten Worten Gott für die Gnade, diesen schönen Tag noch zu erleben, und der Gemeinde für die viele erwiesene Liebe. Ein donnerndes Hoch auf unfern vielgeliebten Großherzog als Protektor des isr. Landes-Asyls wurde von Herrn Lehrer Ottenheimer ausgebracht, worin Alle begeistert einftimmten. Dann folgten noch verschiedene Tischreden mit rrrn "c-i gewürzt, sowie Gesänge von ältern Mitgliedern verfaßt und vorgetragen bis Morgens die Zeit des kam mit dem Rufe: rr-rz' 7w ycr i?* r;n Nicht unerwähnt kann ich lassen, daß das „Benschen" versteigert und ein Erlös von Hk2 Mk. erzielt wurde, welcher Betrag je für ps, für das Landes-Asyl und für hiesige wohlthütige Zwecke verwendet wurde. Das Benschen selbst tvurde dem ältesten Chor- und Gemeinde-Mitglied, Abr. Metzger, übertragen. X. Cr. Sprechsaal. Cs dürften viele jüd. Inmilien geben, welche von ihren Ahnen, die waren, hebräische Bücher, Talmudwerke u. s. w. besitzen, für welche sie aber, weil sie sich nicht dem Studium der Talmudliteratur gewidmet hatten, keine Verwendung haben. Besitzer solcher Bücher wissen oft nicht, was sie mit denselben ansange-i sollen. Sie für einen lächerlich geringen Preis dem Buchhändler zu überlassen, widerspricht ihrem Pietätsgefi'chle, und so sind sic oft wegen dieser Bücher in Verlegenheit. — Nun bieten wir diesen werthen Glaubensgenosseu die Gelegenheit, mit diesen, ihrem Pietätsgefühle werthen, für sie aber unbrauchbaren Büchern eine Wohlthat ausüben zu können. Hier in Huszt, Ungarn, ist eine aus 2.">0—300 Talmudschülern bestehende Icschiwa, die wegen der Bücher ebenfalls in Verlegenbeit ist. aber in dem Sinne, dag die fast immer leere Casse des Bachnrimvercins die für das amen rri! nöthigcn Bücher aiiznschasfen nicht im Stande ist. — Wie leicht nun beiden geholfen werden könnte! — Besitzer hebräischer Werke, welche keine benöthigen, können solche uns, resp. demN'2 der hiesigen Jeschiwa überlassen, wir ivürdcn selbe mtt innigen! Danke entgegcnnehmcn, die Flamen der edlen Spender oder ihrer verstorbenen Ahnen verewigen und — aus Wunsch - - für eine bedeutendere Sendung am Iahrzeitstagc ihrer rheucren Dahingeschiedencn nm'C lernen und das A'-P-Gebct verrichten lassen. Gef. Sendungen sind an Sr. Ehrw. den Herrn Moses Grünmald, Dberrabbiner in Huszt, Com. Mürmaros, Ungarn zu adrcssircn. Iür den Bachurimverein: David G r ü n w a l d, Leiter der Ieschima. vermischtes. Mainz In dieser Woche wild von der isracl. Erziehungsanstalt Ahlem bei Hannover-Linden ein Ausruf zur llnterstützuug der Anstalt über ganz Deutschland verbreitet, woraus wir unsere geehrten Leser fcfjou heute aufmerksam machen. Tie segensreiche Wirksamkeit dieser Anstalt ist bereits in vielen Artikel!: unseres Blattes ausführlich geschildert worden. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Aedaction nicht verantwortlich [$W aldecksche [•] Rundschau _ _ Ä vierteljährlich nur 1)60 Mk. Probeblätter umsonst durch die Rundschau [ft] bei der Post. 6585) Expedition, Arolsen. Gelegenste und einzige täglich erscheinende Zeitung der Fürstenthümer W aide Pyrmont. Sie stellt im 13. Jahr; ist liberal und sozial zugleic 3 Unterhaltungsbeilagen wöchentlich Bestes Insertionsorgan.

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