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Der Israelit · 1896-12-31 · Heft 105 (31.12.1896) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 105 (31.12.1896)
Date
1896-12-31
Page
– (sequence 22)
Language
German
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2228 lVissenschaftliche Notiz. Die Schwierigkeiten, den einfachen grammatischen und lexikalischen Sinn des Satzes Svr. Sal. 25, 23 mit den Ihatsächlichen und klimatischen Verhältnissen, die er im Bilde streift, in Einklang zu bringen, hat die Widersprüche erzeugt, auf welche Dr. Landau in Nr. 101 des „Israelit" hinweist. Sie sind alt und bekannt. Auch der Lösungsversuch ist nicht neu. Bertheau, Nowack und Delitzsch übersetzen pDX mit N ordw est, wohinaegen Hier. (SiaXvei ßqoxny) und die Vulgata (d i ssip a t pluvias), sowie ferner die jüd. Lexicographen außer Raschi z. St. das W>nr. des Satzes mit dem Talmud Thaanith 7 b im Sinne von Iso? oder y:n nehmen, um einen Sinn zu gewinnen, der den gegebenen klimatischen Verhältnissen gerecht wird. Bedenkt man, daß nach Talmud Joina 21 b (die einzige Stelle, die in Betracht kommt, weil sie die atmosphärischen Lufterscheinungen Palästinas im Gegensätze zu denen in Babylon schildert und an welche Stelle Kohut bei Abfassung des Artikels tonn« in seinem Aruch Completum für den Augenblick nicht gedacht hat; vgl. auch Midr. Jalkut '5'mn Nr. 912) Nordwinde in Palästina in der Thal mäßigen veriodischen Regenfall bewirken (vgl. auch Hohel. 4,16), erwägt man ferner, daß pex im Satze nicht der Vollkommenheit des Bildes, als vielmehr des Parallelismus der Glieder wegen — pex, die „dunkle Seite," dem dwtj d’jb „finstern Gesicht" entgegengesetzt — gewählt ist, so begreift nmn wohl, warum Raschi zur Stelle keine Veranlassung fand, bbmo in einer dem gewöhnlichen Wortsinne entgegengesetzten Bedeutung zu erklären, zumal es wenige Sätze nachher (Spr. 26, 10) in seiner gewöhnlichen lexikalischen Bedeutung „schaffen," „Hervorbringen" gebraucht wird. Interessant sind die vergeblichen Erklärungsversuche, die R. Josef Schwarz in seiner Topographie Palästinas (?pv Th. II, S. 2L b) im Anschluß an die targumische Uebertragung zum Satze unternimmt. Ein Blick auf die Targumübersetzung zu Spr. 27, 16 hätte ihn davor bewahrt, das syroaramäische an unserer Stelle mit dein arabischen Al-Gharab zu identificiren, um in der Targumparophrase „Westwind" für „Ostwind" herauszubekommen. Fürth, 13. Teweth 5657. D r. Deutsch. Zeitungsnachrichten und Corrcfpondenzen. D e u t s ch l a n d. Berlin, im Dez. Die Handhabung des Ausweisungsgesetzes, das ja wohl durch Entfernung lästiger und oft auch gefährlicher Ausländern manche gute Wirkung erzielt, bringt in seinen Konserqnenzen leider auch viele Härten. Heute haben wir von einem derartigen Falle zu berichten. Ein russischer Unterthan "Namens Bernstein, seit etwa 25 Jahren hier ansässig, betrieb geraume Zeit Schankwirthschaft, erhielt jedoch kürzlich den Ausweisungsbefehl, wegen Duldung des Hazardspieles in seinem Lokale. Diese Maßregel ist ja wohl durch das Vergehen Bernsteins erklärlich. Run hat aber auch seine Ehefrau, die von preußischen Eltern stammt und bereits 20 Jahre verehelicht ut Preußen lebt den Ausweisungsbefehl zum 1. Januar 1807 erhalten. Die kränkliche Frau, die 3 immündige Kinder zu ernähren hat, reklamirte, indeut sie, unter .Klarlegung beregter Verhältnisse besonders betonte, daß man in Rußland, der Heimath ihres Ehemannes, sie und ihre Kinder wegen ihres jüdischen Glaubens nicht aufnehmen würde. Auch sei die Ehescheidungsklage gegen ihren Gatten, der Deutschland bereits verlassen, eingeleitet. Im Auslande müsse sie mit ihren Kindern elend zu Grunde gehen. Ihre Reklamation war erfolglos, es blieb bei der Ausweisung am 1. Januar. Die verzweifelte Frau hat mm im Ministerium des Innern ein Bittgesuch übergeben. Möchte es doch mehr Erfolg erzielen. A. mr Anzeigen. -W» Für den folgenden Theit ist die Redaktion nicht verantwortW ZLin jüdischer junger, Mann, verheir., gel rnt. Schmiden, welcher daö Zuschneiden akademisch erlernt hat, also praktisch, wie theoretisch ist und selbst mitarbei'e', sucht in ein. jüdischem Hause StellNNg alz irgend etwas. Offerten u. JH. 8. lOO postl. BreSl»1t. (6627 in jung. Mann, nicht unt 16 Jahren, der d n Viehhand.l $■1 erlernen wünscht, gesucht;auch kann decs. wenn eben leistungsfähig schon verdienen Bedingung nach lieber, iufuuft. Eintritt am 1. März; HDttf streng geschlossen. Off. an (6629 Rafael Rosenberg, Grimlinghausen bei Neuß. Frage! Wer theilt uns m't die traditionellen Meto! ien (1 von onNan □'not?, wenn eL.e n-pr wieder die Syoagoge besucht), (2 von p’i inj/’i, voi einem msooa zu singen.) R in &. (6510) ngo Guggenheim, Gailingen (Bad.) ItJO Seifenfabrikat on. (6604 Cinhrlraly rafiftfdjt 27jähr. tücht. Kanfm. in En grosgeschSft. Gkfl. Off^lt.n u. 6625 an die Geschäftsstelle dss. Blattes erbeten.

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