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Der Israelit · 1896-12-28 · Heft 104 (28.12.1896) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 104 (28.12.1896)
Date
1896-12-28
Page
– (sequence 13)
Language
German
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1993 Baden bei Wien. Der Hotelier Gustav Hillebrand, der im vorigen Jahre in Baden nächst dem Bahnhöfe ein großartiges Hotel im Werthe von über 300,000 fl. errichtete, hat kürzlich die Zahlungen eingestellt und ist in Ecmcurs gegangen. Wenn man nun nach der Ursache dieser bedauerlichen Thatsache forscht, so muß man sagen: Herr Hillebrand ist ein „Opfer der Juden". Er rechnete nämlich auf das zahlreiche Erscheinen dieser sonst auch zahlreich erschienenen consilmfählgen Gäste in Baden, respective in seinem Hotel. Die Juden sind cs aber müde geworden, sich für ihr schweres Geld in der kleinen Schweselstadt beschimpfen zu lassen und suchen andere Bade- oder Erholungsorte auf. Und so ist Herr Hillebrand das Opfer der Inden, die — nicht nach Baden gehen wollen. Hartmanitz (Böhmen). Auf höchst tragische Weise wrrrde dem Streben und Schassen eines sungcn Mannes ein Ziel gesetzt. Herr Fabrikbesitzer Moritz Bloch entfernte sich von seiner Wohnung, siel so unglücklich, daß er sich eine Gehirnerschütterung zuzog, was seinen Tod zur Folge hat. Die Thcilnahme war eine allgenrcine, die durch eine große Betheiligung ohne Unterschied der Eonfession zum Ausdruck kam. Unter den Anwesenden befanden sich die Vertreter der politischen Behörde, darunter der Landtagsabgeordneter Herbst. Herr Dr. Wo hl st ein, Rabbiner in Schüttenhofen, der zur Abhaltung einer Leichenrede berufen wurde, hat in einer formvollendeten tief ergreifenden Rede den Gefühlen allgemeiner Trauer Ausdruck verliehen n"3Sin Paris. Dieser Tage starb hier eines plötzlichen Todes Professor Strauß, Mitglied der mcdl'cinischen Akademie, Lehrer der crperimcntellen Pathologie an der Pariser Universität. Strauß erfreute sich in der wissenschaftlichen Welt eines großen 'Ansehens. Seine vornehmlichsten Arbeiten basirten auf dem Studium der Tubereulose und ihrer Bacillen, ferner ans seinen Untersuchungen über die Eholera, welche er in Egypten anstellte. Seine pathologisch-anatomischen Monographien über Niere und Leber fanden große Beachtung. Endlich übersetzte er auch Virchow's Pathologie ins Französische. Strauß war ein Elsässer. Er wurde. 18-tö in Dambach geboren und begann 1802 seine Studien in Straßburg als Schüler von Kuß und Morel. Auch seine Leistungen als Lehrer fanden große Anerkennung. Sein Tod bedeutet einen schwer zu ersetzenden Verlust für die medicinrsche Wissenschaft. MT Unseren heutigen Streifband Exemplaren liegt eine Beilage des »Palästina" Verein zur Unterstützung jüdischer Bauer« bei, worauf wir unsere geehrten Leser aufmerksam machen. Der Postaustage war die Beilage bereits am vergangenen Mittwoch beigegeven. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. eDresucht wird zu Anfg. März in ein. sti eng-religiös. Hause für einen Zjähng. Knaben e n junges, freundlich. Mädchen gegen Vergütung. Densielben ist Gellgenb. geboten, den Haushalt zu erlernen und sich im Manusact.-Gesch. zu bethäiigen. Off. u. 6544 au die Geschäftsstelle dfs. Blattes. Suche für meinen Sohn Bääerlehrstelle f. gleich oder Frühjahr. (6548 Simon Kahn, Welschbillig b. Trier. S»üch>igeS iSrael. Mädchen allein in Küche u. Hausarbeit erfahren, gegen hohen Lohn gesucht. Off. unt.ck.645 an J.Kansfmann.Bnckhd'g., Frankfurt a. M. (236c gitr e'ne lle'ne Familie in der Nähe von Augsburg wird ein isr. Mädchen gesetzten Alters gesucht, das den Haushalt ordentlich führen und kochen kann. Offecrea unt. Nr. 6573 an d. Geschästtzstd.Bl. fftln älterer Herr' (Wittwer ® seit 8 Tagen) sucht eine Haushälterin gZ'ctzlen Alters. Zu wenden an (6553 Jacob Mayer, Z w e i d r ü ck e nHauptstraße. I Tüchtige Vertreter Verkaufe a. Detail-1 listen a. alle« Orten Dentschlands gesucht. | Frankfurt a. M. Lehrling o». 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