Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 102-103 (23.12.1896)
- Date
- 1896-12-23
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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1960 Ausdruck, daß das Babylon jener Zeit als die Wiege der gegenwärtigen Civilisation bezeichnet werden könne. Von diesem Gesichtspunkte aus entrollte der Vortragende in anschaulicher Darstellung Bilder aus dem damaligen Leben Babylons. Die Zuhörer wurden in den Belstempel, unter das Tempelthor zu den Gerichtsstätten und an die Tische der Banquiers und der Berufsschreiber geführt, lernten die wohlgeordnete Gerichtspflege und Staatsverwaltung, die Bevölkerung Babylons und ihre Stände und Berufsarien, das Familienleben, soweit darüber uns bekannt geworden, und die Denk- und Lebensweise der äußerst gemischten Einwohnerschaft, kennen, thaten Blicke in die Litteratur und Kultur des Volkes und durften schließlich noch im Königspalaste des Darms an einem Königsmahle, einer Audienz der Deputationen der unterjochten Völkerschaften und an einem Götzenfeste, einer Art Krönungsfeierlichkeit des Königs, im Geiste theilnehmen. Die lebensvollen interessanten Darstellungen fanden den lebhaftesten Beifall der dankbaren Zuhörerschaft._ Vermischtes. Paris Die hier verstorbene Frau Furtado-Heine war eine Cousine Heinrich Heine's. Ihr Gatte, der Bankier Furtado, hinterließ ihr ein immenses Permögen, auf Grund dessen sie Wohlthäügkeitsakte übte, die von einer nur von wenigen Zeitgenossen erreichten Freigebigkeit Zeugniß ablegen. Sie schenkte mit vollen Händen, und einige ihrer humanitären Gründungen tragen ein wahrhaft großartiges Gepräge, so die Gratisapotheke für arme Kinder in Paris und das palastartige Rekonvaleszentenheim in Nizza für erkrankte Offiziere. (Wir kommen in nächster Nummer in einem grüßeren Artikel darauf zurück. Red, d. Jsr.)_ Briefkasten der Redaktion. Herrn 9Ro*. Spiegel, Troppaur Der in einer unserer jüngsten Nummern enthaltene Artikel aus Ihrer Stadt entstammt der Feder eines unserer von auswärts dorthin entsandten Korrespondenten. R in Hamburg: Die Juden als Soldaten" werden von einer mit dem Gegenstand innig vertrauten Seite demnächst im „Israelit" besprochen. M. M. in B.: Neues emaillirteS Geschirr darf an Pesach verwendet werden, altes, zu Chomez bereits verwendetes, dagegen unter ke'nen Umständen. B. W, Lehrer in H.: Wenn an Werktagen absolut kein Minjan zu erhalten ist, kann das Kaddisch am Sabbath gesagt werden, doch hat dann der Betreffende nicht das Recht, einen b'DN oder einen Anderen, dessen Jahrzeit auf Sabbath fällt, in Bezug auf deren Kaddisch zu beeinträchtigen. Dr. in S.: Was verstehen Sie denn unter TV?**? Bei uns wird ja das ganze Hintervicrtel nicht gegessen. Letzte Nachrichten. Mainz, 22. Dez. Mit Bezug aus die Eorrespondenz aus Prag in der jüngsten Nummer wird uns vom Docenten-Collegium des Rabbiner-Seminars in Berlin mitgetheilt, daß Dr. Schwarz zwar mehrere Semester hindurch dem Seminar angehört habe, jedoch kein Gramen abgelegt, daher auch die Zeugnisse zur Uebernahme eines Rabbinats von demselben nicht erhalten habe. Zoritaeiztfl Stofe liir MmMt 6 Meter Beifort Winterstoff . , zum Kleid für M. 2.40 Pfennige, 6 „ Damentuch, solider Qualität „ „ „ 3.30 „ 7 „ Lf-vantlne (garant. waschächt) „ „ „ 2.80 „ 6 „ Flanell, bedruckt. „ „ „ 4.80 „ 6 „ Cheviots Diagonal solider Qualität „ „ „ 4.50 „ j Gelegenheitskänfe iu Woll- und Waschstoffen I —— zu reduzlrten Preisen - »versenden in einzelnen Metern, Roben, sowie ganzen Stücken franco I in’s Haus, Muster auf Verlangen umgehend I ©ETTlJftSER Ä Co., Frankfurt am Main. I Abtheilung für Herrenkleiderstoffe: [Buskinz. ganz, Anzugf.M. 4.05 Pi. Cheviots z. ganz. Anzugf. M. 5.85 Pf. Anzeigen. Für de» folgenden Theil ist die Red actio« nicht verantwortlich^ Bekanntmachung. Wir fihen uns veranlaßt, wiederholt darauf aufmerksam zu machen, baß wir die mm Vau de8 Hospitals und zur Gründung eines entsprechenden Betritt tzfondS erforderliche Summe durch einmalige Zuwendungen und nicht durch Iahresbeuräge oufzubringen b.strebt sind. Möge ein Jeder durch eine seinen Verhältnissen entsprechende Gabe sich an diesem großen die Grsammtjndenheit betressenden Liebeswerk berheiligen. Die erste Veröffentlichung der eingegangenen Spenden wi'd in Bälde erfolgen, und bi'ten w r die wrehrllchsn Localcomitäs und die gtehrten Sammler uns hierzu baldmöglichst ihre ausführlichen Spend nverztichniste zukommen laffin zu wollen. (6542 Geldsendungen stnd an nnseren Casfier, Herrn Michael Katzenstein (Firma Katzen Nt ein & Benjamin), Frankfurt a. M, Börsenplatz 11, zu senden Auch stnd sämmtliche Mitglieder des Cen tral»Comitvs und der verschiedenen Localcomites bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und su befördern Sämmtliche Brieffendnngen stnd an unseren Schriftführer Herrn Ür. Israel Koos, Schöne Ansficht 5, Frankfart a. M , z« adresfiren, an den man fich auch wegen Drucksachen zu Sammelzwecken wenden wolle. Das Central-ComiM zur Errichtung eines jüd> Krankenhauses in Jerusalem.