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Der Israelit · 1896-12-23 · Heft 102-103 (23.12.1896) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 102-103 (23.12.1896)
Date
1896-12-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXVII. Jahrgang. M 102/103 Der Israelit. Ein Kentrak-Hrgan für das orthodoxe Zudentßum. Begründet von Dr in Mainz Mittwoch, den 23. Dezember 5657 (1896). Die nächste Nummer unseres Blattes erscheint Montag, den 28. Dezember. Da mit dem 1. Januar 1897 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden nach, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. In der Postzcitungslistc pro 1897 eingetragen unter Nr. 3665. Neu eintretende Abonnenten (Postabonnenten gegen Vortage der Postquittung) erhalten unser Blatt bis Ende Dezember gratis. Leitender Artikel. Külllsi« Rnhükl Hirsch Md die -sr«kliNschrMkliglMsskstllfchMr»FrMks»rt«.W. Von Director Dr. Mendel Hirsch. XVl. Wersen wir nun einen flüchtigen Blick auf die wichtigsten Werke, die er während der ßeit seiner bisher geschilderten praktischen Thätigkeit verfaßte. Da treten uns zuerst sechzehn Bände seiner Monatsschrift I e s ch u r u n entgegen. Der volle Titel ist: „Jeschurun, ein Monatsblatt zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule." Er erschien von 1854 bis 1869. Der größte Theil der in ihm enthaltenen uinsangreicheren Aufsätze stammt aus seiner Feder. Wir können das hohe Ziel, das sein Herausgeber sich gesteckt hatte, nicht besser zeichnen, als mit dessen eigenen Worten, die er dem Erscheinen des ersten Heftes voranschickte. Sie nehmen auch heute noch, nach mehr als vier Decennien, das Interesse vollster Aetualität in Anspruch. „Die Zeitschrift, deren erstes Heft hiermit als Probe versandt wird, hat sich, wie es ihr Titel ausspricht, die Aufgabe gesetzt, so weit dies durch das periodische Wort erreichbar, jüdischen Geist und jüdisches Leben in Haus, Gemeinde und Schule zu fördern. Daß sie unter diesem Prädikat des „Jüdischen" aber nur den Geist und das Leben versteht, die das Schriftthmn und die Institutionen des einzig historisch gegebenen rabbinischen Judenthums als Born ihres Daseins und als Norm ihrer Gestaltung erkennen, bekennt sie offen imb frei. Sie gönnet Jedem seine Ueberzeugung, wird keinem andern Streben hindernd in den Weg treten. Allein sie nimmt dieses Recht der Ueberzeugung und der unverkümmerten Entfaltung voll uub unverkürzt, entschieden und offen auch für diejenige Ueberzeugung in Anspruch, die man gewöhnlich mit dem Namen des orthodopen Judenthums bezeichnet, und welcher wohl jeder Redliche, sei auch seine religiöse Ueberzeugung welche immer, als der ältesten religiösen Institution auf Erden, doch mindestens denselben Anspruch auf Gewissensfreiheit unverkümmert zuerkennen wird, den alle ihre Sprossen und Schößlinge als Boden ihrer Berechtigung beanspruchen. Ihre eigentliche Tendenz ist eine nach innen gewandte. Im Kreise derer, die mit ihr aus einen: Boden religiöser Ueberzeugung sieben, siudet sie ihre nächste Aufgabe. Dort möchte sie vor allem die hohe Bedeutung des heilig gehaltenen Religionsschatzes zu immer lebendigerer Erkenntnis; bringen, dort dazu beitragen, daß die Genossen sich immer mehr n:it den: ganzen Ernste der in unserer Zeit doppelt bedeutungsvollen jüdischen Aufgabe durchdringen, dort dafür streben, daß alle Geister, alle Gemüther, alle Kräfte sich zu dem Einen großen

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