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Der Israelit · 1896-11-30 · Heft 96 (30.11.1896) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 96 (30.11.1896)
Date
1896-11-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXVII. Jahrgang. 06. Ein Der Israelit Genlrak-Hrgan für das orthodoxe Kudenlhum. Begründet von Vr. XrhMWNN in Mtttnz. Montag, de« 30. Xobembet 5657 (1896). An der Post-ZeitrrugSpreisttste füt 1897 ist der „Israelit" unter Nr. 3695 vorgetragen. Leitender Artikel. priesen sei sein Name, der die Welt neu (Lhanukcrh. Mainz, den 27. Nov. Wenn in wenigen Tagen in der ganzen jüdischen Diaspora die Feuerzeichen aufleuchten und ihr Flammengürtel einen Cordon um die Zerstreuten Israels auf weitem Erdenrund zieht, dann wecken die einzelnen Flämmchen dieses über Länder und Meere reichenden Lichtrings einen Hauch des alten Ahnengeistes in der treuen jüdischen Brust derjenigen, welche diese Lichter zünden. Wer vermöchte Gedanken und Empfindungen, die Hoffnungen und Entschließungen zu zählen, welche diese Funken schon belebt haben, und die sie noch alljährlich auf's neue beleben! Aus dieser Lichtsaat, deren Säemann jeder Jude ist, der die Häupter seiner Lieben um die Ehanukalichter sammelt, wollen wir heute einen einzigen Strahl herausgreifen. Es sind die Worte, mit welchen ein Großer in Israel, Rabbenu Jizchak Abuhabin dem Werke irwn mix seine Betrachtungen über Ehanukah einleitet. D’snx L7IL>2 jöt b:z btnv' cy jro6fi7i c'd: nriy rrapn >6x;ni; unjas nfrynr czbz -nm Ix" c'ryn irb'n: rrK-inb rrry^ >2ün fo rrn p«o tr 'nn *cr -pnrp xinr oy '»n nryr c'Srtn D'D;n Ste mm nsm '.2 bv xiaira ,:r rror cnay rtryr o:n m rr»rr . cxrarm „Der Heilige, gepriesen sei Er, thut Wunder und Zeichen an Israel, zu jeder Zeit, in welcher es ihrer bedarf, um Seine Größe der Welt zu zeigen, damit man nicht glaube, die Welt müsse ihren gewohnten Gang weiter gehen. Er, ge ins Dasein gerufen, hat auch die Macht den natürlichen Lauf der Dinge aufzuheben und das zu thun, was in Seinen Augen das Rechte ist. Zu jenen großen Wundern, die Gott an Israel vollbracht hat, gehört auch dieses Wunder zur Zeit des zweiten Tempelheiligthums, als die Syrer die Oberhand über die Hasmonäer hatte n." Und wenn unser Chanukalicht uns nichts zu verkünden hätte, als die Wahrheit, daß Gott an Israel zu jeder Zeit Wunder thut, sobald wir ihrer bedürfen, welch' lichter Gedanke, welch' herzerhebender Trost hätte es uns damit in die Seele geredet. Es ist fürwahr eine schwere, trübe Zeit, in welcher uns das Chanukalicht grüßt. Tausende, hunderttausende jüdischer Existenzen vernichtet, verkümmert, gefährdet durch ein unausrottbares Borurtheil, das sich zum blinden Judenhaß gesteigert hat. Und noch schwerer als diese Verkennung und Mißachtung von außen drückt diejenige, mit welcher zahllose Bekenner des Judenthums, zahllose Glieder der Judenheit, für ihre heiligsten Anliegen erfüllt sind. Während diese innere Schmach vielfach nicht einmal empfunden, und diese Empfindungslosigkeit sogar als Fortschritt gefeiert wird, sind wir für die Verkennung von außen empfindlicher als je geworden. Das Schlimmste aber bei alledem ist, daß, so weit Menschenaugen sehen können, es für diesen Jammer keine Abhilfe giebt. Alle Liebe, welche sich regt, um die Wunden zu heilen, die der Menschenhaß geschlagen hat und täglich schlägt, erscheint kleinlich und verschwindend gegen das große maßlose Weh, das täglich größere Dimensionen annimmt. Das redliche Streben zu helfen und zu lindern, hat eine ganze Literatur erzeugt, die sich in Vorschlägen und Empfehlung von Mitteln ergeht,

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