Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 91 (12.11.1896)
- Date
- 1896-11-12
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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1751 ein. Anderseits kommen auch Deutschland, Oesterreich, Frankreich und England in Betracht. Besondere Erwähnung verdienen die zum Theil prachtvollen Bibeln in vielen Sprachen: Die sogenannten Polyglotten, die alle aus nichtjüdischen Druckereien hervoraingen, ebenso die sogenannten rabbinischen Bibeln mit ihren vielen Commentaren. Das Format der Bücher folgten in älteren Zeiten genau dem der benützten Handschriften, eben so wie sie erst später mit Titelblatt, Seitenzahl und Signatur versehen wurden. Heutzutage sind die hebr. Druckereien besonders zahlreich, nicht bloß in Europa, sondern verbreiten sich auch von Calcutta, Bagdad, Aleppo, Jerusalem und Alexandria nach Australien und Nordamerika. Wie sehr die Schrift benützt wird, wird nach den Worten des Vortragenden am besten damit illustrirt, daß im vorigen Sommer bei einer sozial-demokratischen Versammlung in London, ein sozialistisches Manifest ausgetheilt wurde, welches in deutscher Sprache mit hebräischen Typen gedruckt wurde. Die größten Arbeiten weroen jetzt von Romm's Druckerei in Wilna und Drugulin in Leipzig geliefert. Zur Entwickelung der letzteren hat auch der Generalkonsul Lorck, ein geborener Däne beigetragen. Der Vortragende schloß mit Hinlenkung der Aufmerksamkeit auf einen Theil der ausgestellten Werke, die besonders Interesse erweckten und wies auch eine Thorarolle vor, auf welcher die fünf Bücher Moses geschrieben sind. Der Vortrag wurde mit großem Beifalle der zahlreichen Zuhörer ausgezeichnet. — Derselbe Vortrog wurde diese Woche auch im hiesigen jüd. Verein „Ez Chajim" vom Herrn Oberrabbiner gehalten. vermischtes. Berlin. (Eine interessante Briefkastennoriz) finden wir in einer der letzten Nummern des „Volk". Je' mand erzählt, daß ihn der Vertreter eines jüd. Geschäfts jüngst besucht und von ihm eine Bestellung aus Waaren ausgenomruen habe. Aus einer zurückgelassenen Karte ersah er alsdann, daß er es mit einem — horribile dietu! — Juden zu thun habe und redressirte deshalb sofort die aufgegebene Bestellung. Da der Kaufmann die Abbestellung nicht anerkennen wollte, fragt das biedere Antisemitlein bei dem „Volk" an, ob er verpflichtet sei, die Waare anzunehmen. Die Naivetät des Mannes, der da glaubt, daß man einem Juden das gegebene Wort nickt einmal zu halten brauche, verdiente eine Prämie, wäre ne nicht zugleich ein Zeugniß von dem unheilvollen Einfluß, den die Judenhetze auf manche Gemüther ausübt. ir E « } c i ö c u, Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich Nr. 1. Nr. 2. Nr. 3 Mk. 18 Mt. 22 Mk. 20 ÜisM Chanuka - Leuchter, best versilbert, garantirt haltbar. Max Lamm, Buttenwiesen (Bayern).