Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 89 (5.11.1896)
- Date
- 1896-11-05
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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XXXVII. Jahrgang. Zweite Beilage M M 89 des „Israelit". Literarische Werichte. D-OD ~I2D r.vrc nw bv xnnyetpn rn ,m:x ^2~ x'n cp^rr *:tr Px'!7- [2 pcB’mn Tyxn "i ,:n ',z “irx ~"vz . ^;rr trjnyp — trp -,2x X2-^ Selbstverlag des Versaffers: Rabbiner M. Rubin st ein in Kis-Körös. Com. Pesth. Das Buch gehört zu dem Trefflichsten der reichen agadifchen und halachischen Literatur, die wir speziell den Meistern der Thorakun.ie in Ungarn in letzter Zeit verdanken. Der erste Theil enthält agadische Betrachtungen zu metr: iriwns 'c, eine Anzahl Trauerreden, sowie homiletische Vorträge für alle Fest- und Feiertage. Die geniale, tiefe Auffassung der Worte unserer Weisen, der wir hier aus Schritt und Tritt begegnen, die glückliche Anwendung derselben auf das frisch pulsirende tägliche Leben mit seinen Licht- und Schattenseiten sichern dem Werk einen hervorragenden, ehrenvollen Platz in der zeitgenössischen einschlägigen Literatur. Besonders Rabbiner, Lehrer und Prediger werden darin eine Fundgrube herrlicher Gedanken und praktische Verwerthung derselben finden, so daß Niemand das Werk ohne wirkliche Befriedigung benützen wird. Wir konnten nur schwer der Versuchung widerstehen, die eine oder andere herrliche Perle aus diesem reichen Geistesschatze als Beleg für die Trefflichkeit des Buches Herauszugreisen, mußten es doch unterlassen mit Rücksicht darauf, daß ein solcher Hinweis den knappen Rahmen eines Literarischen Berichts weit überschreiten würde und müssen daher auf das Buch selbst verweisen. Der halachische Theil ist in übersichtlicher Weise alphabetisch geordnet. Wenn jedoch z. B. ein scheinbarer Widerspruch des pnj ’rj oder zwei sich widersprechende Erscheinungen des eron unter dem Buchstaben n als : few tr nn und csci 'pcs rn registrirt sind, so scheint uns diese Rangirung nicht glücklich gewählt. Das Werk, welches durch die Officin des Herrn Ignaz Kalisch in Kis-Körös hergeftellt ist, entspricht auch äußerlich, durch Papier, Druck und Ausstattung dem gediegenen inneren Gehalte und zeichnet sich auch nach dieser Seite hin vortheilhast vor vielen ähnlichen Publikationen aus. nnbv ™ P“ 'Bö bv -pny tcS nss ♦ cxrpy n:ncz a”rr::vr Selbstverlag des Verfassers. Der gelehrte Verfasser ist durch seine bereits erschienenen Schriften Traisi rot? 'dö bv “py töP, sowie durch sein p’:n *c schon seit vielen Jahren in einer Weise bekannt, in Folge welcher jede neue Publikation von den Fachkennern mit Hohem Interesse begrüßt wird. Der Vers, hat sich in vorliegender Schrift die Aufgabe gestellt, alle in dem vz'tb *pyn v b1 t Pxtt yn is ,71; zerstreuten Stellen, welche den Traktat Megilla betreffen zu erklären, kritisch zu beleuchten und die oft schwankenden Lesarten an der Hand seltener Aruch-Manuscripte- und Ausgaben richtig zu stellen. Es geschieht dies mit einer Belesenheit, Gelehrsamkeit und einem feinen kritischen Takt, den wir an dem Verfasser schon in den früheren Editionen zu bewundern Gelegenheit hatten, wovon aber die uns vorliegende Ausgabe besonders rühmliches Zeugniß ablegt. Im Vorwort werden verschiedene Bemerkungen des Verfassers in seinen früher erschienenen Schriften richtig gestellt und dabei viel des Neuen und Hochinteressanten geboten. Besonders scharfe kritische Streiflichter fallen bei dieser Gelegenheit auf die Kohut'sche Aruchausgabe, an die wohl wenige gründlichere Beurtheiler als unser Versaffer bis jetzt kritisch herangetreten sind. Als besonders werthvolle Beigabe folgen im Anhänge einige mityn aus dem reichen literarischen Nachlaß des Vaters unseres Versaffers, des berühmten Würzburger Rabbiners ‘rat sn pnL' mc. Die kindliche Pietät hat tohmi ausgewählt, die schon in den rr x"3 rn p’i* p« 'm erwähnt sind, und die Repliken gegen die dortigen Ausführungen enthalten. — Diese Beigabe allein sichert der vorliegenden Schrift einen bohen Werth und wäre eine weitergehende Veröffentlichung dieser irmirn im Anschluß an die hoffentlich recht bald erfolgende Fortsetzung des “py tcP von hohem, allgemeinen Interesse. Wir kommen aus das Werk vielleicht noch eingehender zurück. Das Kaddisch der Trauernden von D r. Adolf Kur rein. —Verlag von I. Kauffmann in Frankfurt a. M. Die vorliegende Schrift enthält eine populäre Darstellung der Entstehung und Bedeutung des Kaddischgebetes, welches um ihre Eltern trauernden Kinder öffentlich sprechen und versucht die Beziehung des Kaddischgebets zu dem Seelenheil der Abgeschiedenen zu veranschaulichen, verbunden mit einigen an seine Recitation sich knüpfenden religionsgesetzlichen Bestimmungen. Die große Menge derjenigen, welche