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Der Israelit · 1896-09-21 · Heft 76-77 (21.9.1896) · page 35

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 76-77 (21.9.1896)
Date
1896-09-21
Page
– (sequence 35)
Language
German
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1485 liche Geschlecht am öffentlichen Gottesdienst theilnimmt und sr'Pp ,*rsr-r re*;* Manche Ausdrücke können mit einer Umschreibung, die den Begriff seiner Trivialität entkleidet und ihn in harmloser Form erscheinen läßt, gegeben werden, z. B. — sie ward Mutter, r-x i-tr- — er pflog verbotenen Verkehr. Die Abschnitte yrzz, der Schluß von rrs, die bezüglichen Stellen in xsr. 2 können für die letzten beiden Schuljahre mit den Knaben zur Behandlung kommen. Ein anderes methodisches Verjähren, als das im Pentateuch-Unterricht gebräuchliche einzuschlagen, ist nicht gerade nöthig. Wohl aber empfiehlt sich eine kurze Vorbesprechung in den oben angedeuteten Zügen. Wo Erörterungen zu geben sind, ziehe man den Eommeniar von 3. N. Hirsch zu Vatöe; der enthält hierzu sehr viele Gedanken, die recht gut dem reiseren Schüler in einer seinem Verständnis; angepaßten Form geboten werden können. Der Pentateuch soll und muß vollständig Eigenthum der Schüler werden, damit man der Erscheinung seltener begegnet, so viele beim öffentlichen Vorlesen der “-t, das doch einen wesentlichen Bestandtheil des Gottesdienstes bildet, unaufmerksam zu fcbcn. Eine Hauptursache davon nrag die sein, daß ihnen so viele Abschnitte der rrr. nicht bekannt sind. Die Bildung des Ebarakrers, sowohl im psvchologischen, als im ethischen Sinne, ist der einzige menschenwürdige Zweck aller privaten und öffentlichen Erziehung. Ohne Marimen, ohne praktische Grundsätze können wir keine Charaktere, sittliche erst recht nicht, bilden. Wenn wir der Jugend itnr Kenntnisse und Fertigkeiten bcigebracht haben, ihr die Mahnung als Scheidegruß mitgegeben, den Verlockungen tind Verführungen nicht zu folgen, so haben wir nur halbe Arbeit gethan. Pflicht ist es, ihr zu sagen, worin diese bestehen und dem noch bildsamen und empfänglichen Gemüth die Folgen eines ungebundenen, sittenlosen Lebens mit allem Nachdruck vorzusühren. Im allgemeinen wäre es Pflicht des Vaters und der Mutter den Sohn und die Tochter mit den geschlechtlichen Beziehungen bekannt zu machen. Thatsache ist aber, daß den meisten der Takt und das rechte Geschick fehlt, in der richtigen Weise belehrend einzuwirken. Darum muß in nuferen Tagen der Lehrer zu den anderen Lasten auch noch die tragen, Nathgeber seiner Schüler schon in jungen Jahren zu sein, wenn Gefahr vorhanden, daß das Elternhaus sie in späteren Jahren vor Verführung und Entsittlichung nicht schützen kann. Viel Verdruß und Sorge würde den Eltern erspart bleiben, wenn ihre Kinder vor ihrem Eintritt in die zweite Schule auch mit den Grilndsätzen, die ein sittenreines Leben bedingen, bekannt wilrdett, inw der Ueberzeugttttg hoffnungsvoll sich hingeben könnten, der sittliche Charakter ihrer Kinder ist so gefestigt, daß ein Folgerungsschluß zulässig sei, wie dieselben bei Erprobung ihrer Festigkeit sick verhalten würden. Darunl soll die Behandlung der esoterischen Stellen jedem Lehrer, der seinen Stolz darin sieht, auch in dieser Hinsicht sittliche Charaktere zu bilden, empfohlen sein. Vielleicht trägt diese Anregung dazu bei, daß jene Männer, die freudig ihre Kraft dem Ausbau der jüdischen Schule widmen, Hand an's Werk legen, indem sie eine Sonderausgabe der esoterischen Theile mit den nöthigen Erklärungen veranlassen, dein jungen Lehrer eine Handhabe, dem älteren Allregung zum weiteren Forschen. Mn j e r g z rr. -W» Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich Mnr jüdische KöW. welche etwas Hausarbeit übernimmt, wird ,um 1. October gegen guten Lohn gesucht. Buchdruckereibesitzer SJlcijer, Halberstadt. (4836 OJiir eine an jüd. Feiertagen O geschlossene Weinhandlung in Main; wird ein j Mann als Lehrling mit guten Vorkenntnissen gesucht. Off. unter lU. R. 4937 bef. d. Exped. dss. Blattes. Pension, find, liebev. Aufn. u. 4^ alls. Unterr. b. Dk- Äl Wolff, Rabb.. Fürth i. B. (3662 113s itfitfft in nur bewährten Qnalitä- 1111IIfl ten,f Gesellschafts--,Ltratzen |||||l|| u Branttoiletten liefert zrr ' * UliU Original-Fabrikpreisen Aeidenhaus M IrcrnksrrrL a. M. Realu. Handelsschule nebst Pensionat. Director 4858) JPfungstadt. /Lin junger Mann, 40 I. alt, mit selbflerworbenem Vermögen von 40—50000 Mk.. wünscht sich mit einem Mädchen von 25—35 Jahren, Witiwe nicht ansg» schlossen, zu verheirathen. Damen mit Vermögen oder bestehendem Eüschäsr wollen vertrauensvoll unter Zusicherung völliger Discreiion sich wenden an (4849 Jos. Eppstein, S r. A v o l d. <!^as Porschen von Hintervierteln von Großvieh kann man lernen bei (3670 I. Oberdörfer, Metzgerm., Landau (Pfalz).

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