Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 71-72 (3.9.1896)
- Date
- 1896-09-03
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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1390 „In des Teufet^ Namen", wnthete er gegen seine eigene Ergriffenheit, „warum habt ihr aber auch unser» Herrn an's Mrcuj geschlagen?" . „Habt ihr keinen gekreuzigt, keinen gehängt, verbrennt und gesteinigt, der eueres Glaubens nicht war?" fragte der Jude, „aber ich bin überzeugt, Herr Bürgermeister, die Juden haben das nicht gethan, dessen Ihr sie beschuldigt. So hat es mir Der Bürgermeister schlug aus den Tisch: „Glaubt Er vielleicht, ich bin ein Unmensch — hinaus mit Ihm — verbitt' mir jeden Dank, alles Gewinsel, Geheul und Gegrein — will Ihm zeigen, was ein ordentlicher Christ ist — potz Wetter —, ist's wahr? fragte der Jud'! — Hab' ich schon einmal gesagt, es ist was gut, wenn's schlecht war? — das ist seine Sach' — und dort ist die Thür'." Mazar von Jerusalem. 'v MM mein Vater versichert und der hat's von seinem gehört und" so fort." „Er ist ein verdauunter Kerl", brauste der Bürgermeister ans, „ich — bei Gott, ich schwör'S ihm zu, Er soll herein in die Gemeind', und ich bin der Manu, der Ihm die Thür aufmacht." Da verschwand das gewaltsame Lächeln von des Inden Angesicht und sich weit vorbeugend, mit zitternd au-rgestreckten Händen und bebenden Lippen that er die Frage: „Ist es Wahr?" Salomon taumelte hinaus, er schwaukte über die Gasse, daß jeder ihn für betrunken hielt und laut lachte; er aber saug unter Schluchzen, in gebrochenen Jubeltöuen: „Hallelujah! Lobet Gott den Herrn! Lobet Gott in feinem Heiligthum, lobet Gott in der Veste seiner Macht! Lobet ihn nach seiner Wunderkraft, lobet ihn nach seiner vollen Größe! Alles, was nur Odem hat, das tobe Gott! Halleluja!"