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Der Israelit · 1896-07-23 · Heft 59 (23.7.1896) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 59 (23.7.1896)
Date
1896-07-23
Page
– (sequence 13)
Language
German
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f 1181 Berlin. (Aus dem Tagebuche des Schah von Persien.) Der verstorbene Schah von Persien Nassreddin schreibt in seinen europäischen Reise-Tagebüchern, deren stebenbändige Gesammtausgabe 1874 zu Kalkutta im Drucke erschienen ist: „Paris, 12. Juli. Heute erhielt ich einen ganz unerwarteten Besuch. Die Juden von Paris schickten mir eine Gesandtschaft. Sie kamen, Fürbitte einzulegen für ihre Glaubensgenossen in Iran. Ich möchte dieselben doch bei meinen „Reformen" nicht vergessen. Sonderbar, woher weiß man denn schon, daß ich überhaupt „reformiren" will und werde? Und dann ihre Genossen sind gar nicht unterdrückt in meinem Reiche; ich würde das auch ohne Reformen nicht geduldet haben. Ich vergesse es niemals, daß es ein Jude war, Hadji Ibrahim, der mein Haus, die Kadscharen, auf den Thron von Iran zu erheben mitgeholfen, und daß meine geliebte Dscheiram-Chanum und ibr Sohn Kazim- Khan (sie ruhen nun Beide im Paradiese Allahs) an einem Juden, dem Hekim (Leibarzt Hak-Nazar, einen so wackeren Freund gehabt haben. Freilich, Vezire sind die Juden bei mir noch nicht geworden, und das ist wohl auch besser für ihre Köpfe, falls sie Werth darauf legen. Ich glaube übrigens, sie sehnen sich auch gar nicht darnach und arbeiten lieber ruhig in Ammoniak, Salpeter und Juwelen. Und war nicht auch mein guter, ehrlicher Hekim-Baschi Polack ein Jude, den ich zum General gemacht habe! Ich freue mich außerordentlich darauf, ihn bald wiederzusehen. Er hat ja, was ich schon in Teheran wußte, als er noch in meinen Diensten stand, Manches gegen mich und mein Reich in Büchern niedergeschrieben. Aber die Wahrheit ist immer nur zum Guten. Ich bin überzeugt, Hekim Polack wäre nicht für eine Maulthierladung voll Tomans (Dukaten) zu bewegen gewesen, das Gegentheil von dem, was er über mich schrieb, zu schreiben, und deshalb achte ich ihn und sein Wort, wenn es mir auch nicht schmeichelte, und hege keinen Groll gegen den guten redlichen Mann im Herzen. Leid thut es mir nur, daß er nicht der Hekim-Baschi des Herrschers von Ailstria ist und nicht einmal Saertip (General), was er ja in Iran doch längst gewesen ist Aber er soll noch zum Trost Tomans von mir haben; ich weiß, die sind ihm doch lieber als Orden". Damenkleiderstoffe. Grösste Auswahl aller Gattungen vom Einfachsten bis zum Elegantesten garantirt waschecht modernste Dessins L 28 Pfper Meter Muster auf Verlangen franco in’s Haus. Wo»M»kliillt garantirt reine Wolle ä 63 Pf- Per Meter versenden in einzelnen Metern franco ins Haus, neueste Modebilder gratis OKTTltf&ER & Co., Frankfurt am Main. 8eparat-Abthellung für Herrenkleiderstoffe. Buxkin von Mark 1.35 per Meter an. Anzeigen. N»r Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. /£§ hat die meisten JSroetiten wkabgeha't., nachWor shofenz. kommen, weil man dort bisher nicht 1EQ leben konnte. Wir könntn nun berichten, daß dort siit Kur^m eine vorzüglich eingericht streng koschere Küche besteht. (3870 Es ist jedenfalls erfreulich, daß dadurch auch den Israeliten Gelege: heit gegeben ist, bei dem weltberühmten Naturarzt Kneipp Heilung zu tuchen. (3870 sL n tüchtiges Mädchen, das gut kochen und bessere häusliche Arbeiten verrichtet, etwas nähen und bügeln kann, sofort gesucht. Dau-rnde Stellung Offerten mir Photographie und Gehaltsanspräche att M Adler, Stein gutsabrik, Neuleiningen b. Grünstabt _(Pfalz). (3868 £Eur jungen, gebildeten Mann, ö 27 Jahre, angenehm- Erscheinung, rm Besitze einer nachweislich gut gehenden Fabrik, sowie eines Baarvermögens v. 75,000 Mk., wird entsprechende Parthie gesucht. Ansführl. Off. unter 8. 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