Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 53 (2.7.1896)
- Date
- 1896-07-02
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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1024 und gemeint, es sei hiezu kein Bedürfniß gegeben. Die Leute, die an der Spitze der Bewegung stehen und namentlich in den Blättern damit den Anfang gemacht haben, sind keine Freunde der Kirche und der wahren Religion, sondern haben andere Anschauungen, die auch im Alterthum schon hervorgetreten sind. Dr. Günther wird vielleicht in seinem elterlichen Hause oft gehört haben, wie der alte Israelit, der glaubensstarke Tobias, unter Lebensgefahr seine Mitbürger bestattet hat; er hat die Leichen, die nicht bestattet werden sollten, am Tage in seinem Hause ausgebahrt und dann bei der stacht unbemerkt zur Erde bestattet. Es war damals bei Todesstrafe den Juden das Erdbegräbniß verboten. Auch in den ersten Zeiten des Ehristenthums wollte man es zuerst mit den Waffen des Spottes und dann mit anderen Waffen hinanthalten. Dr. Günther hat schon auf Tertullian hingewiesen, der es für eine Schande betrachtete, wenn man die Ehrislen verbrennen wollte. Im alten Bunde hat man mtr die schweren Verbrecher verbrannt, nachdem man sie gesteinigt oder aufgehängt hatte.Die Juden, die Reform-Juden und die Orthodoxen halten an dem Erdbegräbniß fest." Bei den Juden beruht das Erdbegräbniß auf religiöser Vorschrift. Schon Abraham kaufte die Höhle Machpelah, um seine Frau zu begraben. — Die Petition wurde abgelehnt. vermischtes. Aus dem Elsaß. Seit einiger Zeit werden die Gemüther der israelitischen Gemeinde Mutzig in große Aufregung versetzt. Mehrere der angesehensten christlichen Bürger erhielten anonmne Briete, welche nnsläthische Beleidigungen über die angesehensten israelitischen Bürger daselbst enthielten. Cs muß doch in der That ein ganz verworfenes Individuum sein, das im Stande ist, solche unglaublichen Verdächtigungen gegen unsere Glaubens, cnossen zu schleudern, in der Absicht, dieselben bei ihren christlichen Mitbürgern ans das Tiefste herabzuwüRigen. Wir würden es nls e-uen Diyn L'N'p betrachten, wenn es gelänge, beit Buben herauszusinden, der eine solche Gemeinheit besitzt, unsere theuren Glaubensgenossen in den Augen der christlichen Bürger so verdächtigen zu wollen. Hoffentlich wird eine gründliche Untersuchung noch klares Licht in die höchst traurige 'Angelegenheit bringen. X Drohobycz (Galizien.) Herr I. H. Zupnik, der Herausgeber der „Drohobuczer Zeitung" beabsichtigt eine hebräische Monatsschrift „Zion" für die Wissenschaft und Litteratur des Judenthums herauszugehen. London. Die am 14. Juni in allen Svnagogen der Stadt London zu Gunsten der Hospitäler veranstaltete Sammlung ergab einen Gesammtbetrag von mehr als 20000 Mark. Die für diese Sammlung gehaltenen Predigten waren sehr stark besucht, besonders die große «rmagoge, in welcher der Chief Rabbi sprach. Briefkasten der Redaetion. M. Min W.: Habe.-, wie Sie aus heutiger Nummer ersehen, mit einigen kleinen Veränderungen ausgenommen. Angebotener Artikel willkommen. Herzlichen Gruß! W H n zeigen -dE Für dm folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. HlnAtMule & Monat Galllugeu a. Rh. CT\{e isr. Gemeinde Ckirm stadt b. Darmstadt sucht zum sofortigen Eintritt einen Rettgto»slehrer Cantor und Schochet. Derselbe muß die Befähigung durch ein von einer staatlichen Prüfungsbehörde ausgestelltesZeugniß Nachweisen lönnen. Gehalt M. 550 nebst ca. M. 300 Nebenverdienst, freier Wohnung und Heizung. Bewerber wollen sich bei dem Vorstand Al. Brachfeld, melden. (3205 Lehrling J. C. Eberhardt, Speyer a. Rhein Königl. Bayer. & Grossh. Bad. Hoflieferant. Gross-Handlang in Flussn. Seefischen. 4 S»JS (2335 L a p =p < * |1 (Baden) VorbereuungSschule für das Einjährig-Freiwillige. P^ospecte und Lehrpläne durch Director 8. JEisenmann. 75. C£i'ir ein größeres Spirituosen- O Geschäft wird ein junger Mann von 17—20 Jahren gesucht, der mit Comptoir-Arbeiten vertraut ist, u. auch kl. Reisetouren übernimmt. Off. unt. Nr. 3487 bef. d. Exp. d. Bl. § ® Ti g. 2 Cä' ® Cr er **■ B Ityeinkachs-Iischerei. Prompte, billige and gnte Bedienung. Export von tt. Stangenspargel &. Pfälzer Obst. Feinste» gemästete» fraxtz. Geflügel als: Pnularde», Kapaunen, Truthühner, Enten und Tauben. nos» Grabsteine in Sandstein, Marnror, Granit und Syenit in bester Qualität und Ausführung liefert billigst (4843 Hermann Kramer, Bildhauer, Fulda. m. gut. Schulbild. u. Kenntn. i. Jüd. f. Herbst od. früher von e. hebr. Buchhandl. ges. Samstags u. Feiert, geschl. Off. u. W. p. 514 an Rird. Masse, Frankfurt a. M. (323a Rituelle jüdische Schlachtmesser in allen Größen empfiehlt unter Garantie die Messerfabrik von Heldt «. Wien. Königsberg i. Preußen Spezielle Preislisten gratis und franco. Schiduchim werden unter strengster DiScretion vermittelt. Gefl. Anfragen beliebe man unter Nr. 2297 an die Exped. d. Bl. zu richten.