Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 52 (29.6.1896)
- Date
- 1896-06-29
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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998 bas sich in Italien vorfindet. Livorno besitzt wohl auch ein Beth-Din, das aber nicht ständig funktionirt, sondern von Zeit zu Zeit, je nachdem eine religiöse Function die Anwesenheit eines Beth-Dins fordert, zusammengesetzt wird. > Personalien. Buchau a. Federsee. In der ersten Woche des Monats Juni feierte die hiesige israelitische Gemeinde das 40jährige Dienstjubiläum ihres Lehrers Straßburger, der am Tage seines Jubiläums zugleich das 60. Lebensjahr überschritten. Die Einhelligkeit des kirchenvorfteheramtlichen Beschlusses, dieses Fest zu feiern, und es möglichst ehrenvoll für den Jubilar und seine Familie zu gestalten, mtb die einmüthige Freude und Befriedigung der Gemeindegenossen über diesen Beschluß sind die beredtesten Zeugen von der Beliebtheit des Lehrers, sowie voll dem schönen Verhältnis, das zwischen diesem und der Gemeittde besteht. In Buttenhausen, im Lauterthale, woselbst Straßburger seinen Hausstand gründete und 18 Jahre lang segensreich wirkte, entstand sein treffliches Werk: „Geschichte der Erziehung und des Unterrichts bei den Israeliten", das von bleibendem Werthe ist und bald in zweiter verbesserter Auflage erscheinen wird. Sein Spruch- und Gesangbuch und die von ihm umgearbeitete evangelische Fibel wurden in den israelitischen Volksschulen amtlich eingeführt. Seit 14 Jahren wirkt er hier zuni Segen. Beim Festbankett, bei dem ein silberner Ehrenbecher überreicht wurde, betonte der Ortsvorstand, der mit den geistlichen und weltlichen Mitgliedern der Ortsschulbehörde fast vollzählig erschienen war, wie der Jubilar bei den jährlichen Visitationen stets die I. Rote erhalten. Aufsichtslehrer Munding rühmte seine Kollegialität, der Vorsitzende Rabbiner Laubheimer, seine seelenvolle Harmonie, seinen friedlichen Charakter, sein kernhaftes, gediegenes Wesen und sein ernstes Bestreben, wie als Israelit, so als Bürger und Mensch stets ein Muster und Vorbild und danlit eine Zierde der Gemeinde zit sein. Die Becherweihegedanken des ehrwürdigen Redners, dessen Zunge die Gedanken des Herzens redete, daß es dem Jubilar vergönnt sein möge, noch lange „segensreich, lebensvoll, in der Freuden Fülle und gesättigt vom Himmelstau des Trostes und des Friedens unter uns zu wirken", fanden beredten Widerhall und begeisterte Zustimmung der den Saal zur Traube in Kappel bis auf den letzten Platz füllenden Menge. Der Jubilar ergriff zweimal das Wort zu Dank und Gegenrede Bei den zum Theil sehr witzigsten Toasten wurde aller Familienglieder, insbesondere seiner Gattin, mit der er zngleich einen „60jährigen" Krieg in diesen Tagen feiere, ehrenvoll gedacht. Telegramme liefen ein von Wien, vom Lehrerverein, der Gemeinde Buttenhauseu, von Oberdorf, der Diaspora Ravensburg, sowie von einzelnen dankbaren Schülern, Freunden und Amtsgenossen. Möge es denl Jubilar uttb der Gemeinde, die sich durch diese Ehrung am meisten ehrte, vergönnt sein, nach Umfluß eines Jahrzehnts das 50jährige Jubiläum zu feiern. 'Nicht zu vergessen sind, der Spnagogenchor und die Sänger der „Harmonia", welche durch ihre schönen Vorträge das Fest verschönern halfen._ Berichtigung In Nr. 5t. S. 979 des „Israelit" ist zu lesen statt: we — wn; statt: l>e —bn; statt: Bizirael — Mzirael. Vermischtes. New-Pork. In New-Bork ist jetzt auch eine jüdische Advokatin etablirt, Miß Rosalia Löw, die Enkelin des bekannten nngarischen Rabbiners. Die junge Dame ist außergewöhnlich tüchtig und vielseitig, sie liest über medizinische Jurisprudenz am Rntgas Medieal College für Frauen und gewann kürzlich einen ^tzreis über das Thema: Ist die Mc Kuller) Bill ein Liegen für das Land. Sie plaidirt auch in Strafsachen, während eine andere jüdische Advokatin in dieser Stadt sich ans Civilsachen beschränkt. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich AWmollti zesvßt. Für 2 Thorarollen möglichst neu, bezw. tadellosem Zustande, mit Angabe von Größe und Gewicht u. ob solche event. auch zur Ansicht zugrstellt werden können, werden Offerten entgegengenommen unter J. M. 1846 durch Haasenstein u Bögler A. G, Stuttgart td?3 ngr© oder sonstige Personen in Deutschland, denen es schwer fällt, sich und ihre Familie 2')Z122 zu ernähren, wird ein anständiger, lohnender Nebenverdienst durch Verkauf eines täglichen Consnmar tikels nachgewiesen. Franco Offerten unter Nr. 1425 an die Expedition dieses Blattes. Ctüx mein Mehl- «. Getreide- O Geschäft suche einen (3395 Commis. Aron LSvenstein, _Hanau._ 3unger Mann, Manufakturist, s. Stellung a. Volontär in einer Lederhandlung mit Ausschnitt Gest. Off. u. Nr. 3453 a. d. Exp. d. Bl.