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Der Israelit · 1896-06-11 · Heft 47 (11.6.1896) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 47 (11.6.1896)
Date
1896-06-11
Page
– (sequence 12)
Language
German
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894 und die Hoffnung ausgesprochen, daß wenn man zu dem Schluffe kommen sollte, es seien solche Dolmetscher nützlich und notwendig, man die zu ihrer Bezahlung nöthigen Summen leicht werde beschaffen können. Türkei. Konstantinspel, 10. Juni. Wir haben Wohlthäter, von denen die Welt nichts weiß. Ihre Namen sind gar nicht oder kaum bekannt. Kein Wunder, diese großen Herzen und edlen Seelen geben ja nicht, nur um von sich reden zu machen. Ist doch ihr Zweck ganz allein, Beistand zu bringen und Hilfe zu leisten. Ein solcher Mann ist Herr Elie L6on, Ehren-General-Consul der Türkei in Paris, der, vielfach noch unbekannt, entschieden zu den ersten Israeliten von Europa gezählt werden muß, die sich durch ihre Freigebigkeit auszeichnen. Er hört nicht auf, schreibt der „Stambul", das erste hiesige französische Blatt, „sich durch bedeutende Schenkungen zu Gunsten von Werken der Liebe und des Fortschritts bemerkbar zu machen. Halten wir hier die Lichtpunkte seiner Hochherzigkeit zum Besten der türkischen Hauptstadt fest. Vor drei Jahren schickte Herr Elie L6on 1000 türkische Pfund als Beitrag für den Bau des Armen-Asyls. Ein Jahr später, zur Zeit des großen Erdbebens, war er einer der freigebigsten Helfer. Die Unterstützungseommission unter dem allerhöchsten Vorsitz Seiner Majestät des Sultans erhielt die Summe von 25,000 Francs zugewiesen. Zum Baue der „Union fran^aise" steuerte er 23,000 Francs bei. Mit ihrem Manne wetteifert Frau E. Leon im Wohlthun. Begnügen wir uns, ihr Liebeswerk in Haskeuy und Balata anzuzeigen, wo auf ihre Kosten täglich 120 arme Mädchen und Waisen, Schülerinnen der Alliance-Schule, gespeist werden. Nun endlich hat Herr Elie Leon, nachdem er erfahren, daß die Aufführungsarbeiten des Krankenhauses Or- Hachaim angefangen haben, 1000 türkische Pfund an Herrn D. de Castro Bey, den Präsidenten des Vereines, geschickt, um so seinen: Wunsche, zu diesem menschenfreundlichen Werke beizutragen, glänzenden Ausdruck zu geben. In meinem letzten Briefe theilte ich mit, daß die Zeichnungen, worunter die Herren S. H. Goldschmidt mit 10,000 Francs und Rothschild in Paris mit 5000 Francs, 25,025 Francs betrugen. Durch sein Geschenk von 2:1,000 Francs, das, weil nicht vorausgesehen, allgemeine Freude und hohe Begeisterung für den großen Geber hervorgerufen, hat sich Herr Elie Leon an die Spitze der Spender gestellt und verdient die Ehre, an erster Stelle in das Goldbuch dieses Werkes eingetragen zu werden. Dank dieser fürstlichen Gabe beläuft sich nun die gezeichnete Summe auf 48,025 Francs. Der tiefen und ewigen Dankbarkeit der Armen und Unglücklichen für Herrn und Frau Elie Leon geben wir hiermit gerne Ausdruck. (Oestr. Wchsch.) Amerika. New-Nark. Die Aquilar-Frei-Bibliothek hat jetzt vier Filialen eingerichtet, denn, wenn sie ihren Zweck recht erfüllen soll, muß sie überall es den Juden erleichtern, die vorhandenen Bücherschätze zu benutzen. So hat sie wiederum eine Filiale in llOter Straße 176 East geschaffen und dieselbe mit allen jüdischen und allgemeinen Werken reich ausgestattet. Philadelphia. Durch eine Gasexplosion brach in dem neuerbauten Tempel der Gemeinde Shaarai Shemajim in Lancaster ein Brand aus, der einen Theil des Neubaues zerstörte und nicht unerheblichen Schaden anrichtete. Der Tempel sollte gerade an diesem Tage seiner Bestimmung übergeben werden und waren zu dieser Feier die Rabbiner Berkowitz u. Krane aus Balth'more nebst vielen anderen Gästen gekommen. Durch den Brand ist die Einweihung aus unbestimmte Zeit verschoben. Washington. Präsident Cleveland schrieb dem Verfasser des bekannten auch von uns besprochenen Buches „Der Amerikanische Jude als Patriot u. Soldat" H. Wolf für die Uebersendung desselben einen Dankbrief, in dem es heißt: Ich habe mit großem Vergnügen Ihr ausgezeichnetes Werk gelesen, denn es erweist Gerechtigkeit einem Volke, dem sie nicht immer zugestanden wird." Aehnliche Briefe schrieben unter anderen Cardinal Gibbon, Bischof Krane und eine Reihe anderer bedeutenden Männern. Von diesem Buche erschien soeben die zweite Auflage. Personalien. Kleineicholzheim, im Thamus. Wieder ist eine Perle aus der Reihe der 5YnD"iS D’ttf: dahingegangen. Frau Karoline Lißberger, eine 7'N nttfN in des Wortes vollster Bedeutung, ist p'D V'' zur mo"> gebracht worden. Sie, die so viele Thränen durch ihre tut Stillen geübten Wohl-- thaien getrocknet, hat trotz langem und schweren Krankenlager der Armen nicht vergessen, wo hat die Verblichene unter anderen wohlthätigcn Vermächtnissen, auch für den Landesoerein zur Erziehung israel. Waisen in Baden eine größere Summe gestiftet mit der Bestimmung, daß jährlich an ihrem Todeetage das Kaddisch-Gcöet für sie verrichtet werde. Ihren sel. Gatten, dessen in diesen Blättern seinerzeit ehrenvoll gedacht wurde und den die fromme Heimgegangene mit unendlicher Geduld und größter Aufopferung pflegte, hat sie nur etwas länger als Jahresfrist überlebt. Unser verehrter Bezirksrabbiner, Herr Dr. Löwenstein '"3 in Mosbach, hat in seiner an der Bahre gehaltenen tief ergreifenden und tief empfundenen Predigt nach Anerkennung ihrer vielen Vorzüge auf Letzteres hingewiesen mit den Worten: mBJ tO Drroaai DITTO Q’D’yjm D’anwn. — Mögen ihresgleichen viele Frauen erstehen in Israel. .ign D”nn -inso mny nt^Dj rim

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