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Der Israelit · 1896-06-11 · Heft 47 (11.6.1896) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 47 (11.6.1896)
Date
1896-06-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXVIT. Jahrgang. M 47. Der Israelit. «in Aentrat-Hrgan für das orthodoxe ZudentHum. Begründet von Vr. Lehmann in Mainz. Donner ft a g, den 11. Juni ‘5656 (1896). Leitender Artikel. Sprüche der Wäter. Sechstes Buch. VI. Mainz, den 10. Juni, id« "ins piDD is nns nu'pn is -ns p-»s rrano no^n lrao ptp "nm a jnj^ -ps nns ms P’bs is "ins mm Tobi nnm 'w st>s ^simnso no^ ubw ^>smp -pn mm ’jnvoi ’DPs ’myD tyus nnsi "losjty ljnvoi iöPs im isnp ^smnsD mm sbw ^sm^ *po "in noi ,noni bp onm s^m rano noPn ljnvoi icPs im is"ip mm nnm ’jw s\s sy nns ms ipss is "ins pioc is nns nmn is "ins pm "iDsjtt' rnm s\s mm psi mm n rnm -pst? rm nirn nns mm s^ 3iö i’si ID Pm' D’p’om , Pnj% rnrnn niII .nryn Ss mmn om »nru ID np1, »3 rnrE „Wer von seinem Genossen ein C apitel, eine Gottes bestimmung, einen Vers, einenAusspruch oder auch nur einenBuchstaben lernt, hat ihm Ehre zu erweisen. So finden wir bei David, dem Könige Israels, daß er von Achitofel nur zwei Dinge gelernt hatte und ihn s e i n e n L e hrer, seinen Meister und seinen Vertrauten nannte. Denn es ist gesagt: Du bist ein Mensch mein es Ranges, bist mein Führer und mein Vertrauter. Nun mag man wohlfolgern:WennschonDavid, derKönig Israels, der von Achitofel nur zwei Dinge gelernt hatte, ihn seinen Lehrer, Meister und Vertrauter nannte, um wie viel mehr muß der, welcher von seinem Räch st en eine Gottesbestimmung, einen Vers oder einen Ausspruch und sogar nur einen Buchstaben lern t, ihmEhre erweisen. Diese Ehre liegt nur in der Thora, denn es ist gesagt: Ehre nehmenWeise alsErbe hin, und die Vollendeten haben das Gute zum Erbe. Gut ist nur die Thora, denn es ist gesagt: Eine gute Lehre habe ich auch gegeben, verlasset meine Thora n i ch 1." Der unvergleichlich hohe Werth der Thora, welchen die bisherigen Sprüche zum Gegenstand halten, führt naturgemäß zur Hochschätzung ihrer Lehrer. Ist dies bei jeder Wissenschaft der Fall, so ist dies in noch viel höherem Grade bei der Wissenschaft der Thora. Diese ist, wie vielleicht keine zweite auf das warme, lebendige, gesprochene Wort und auf seine Verwirklichung in der Lebensthat des Lehrers angewiesen. Wie der Vater, Lehrer und Erzieher der Menschheit sein geoffenbartes Wort durch mündliche Belehrung mitgetheilt hat, wie Moscheh die Lehre vom Sinai empfing, sie dem Josua und dieser sie den Aeltesten seiner Zeit übergab, so reiht sich an diese lebendige Geisteskette Glied um Glied, deren letztes wir mit unfern Kindern sind. Durch diese Eigenart der Thora scheidet sie Israel, das Volk der Thora in zwei große Hälften, in Lehrer und Schüler. Das Kind lernt von seinem Vater, der Schüler hängt an den Lippen des Lehrers, die Jünger sitzen zu Füßen der Meister, um von ihnen das höchste Erbgut der Gemeinde Jakobs hinzunehmen, die Thora, zu der uns Moscheh verpflichtete. Gott fürchten heißt daher die Lehre, der Gotteslehre fürchten, oenn ihrer Unterweisung verdanken wir alles, was wir von Gott wissen und was die Furcht vor ihm zur ersten Voraussetzung hat. B'öün n'vdn nn-P s-rn 's -n ns Dieser von selbst einleuchtenden Wahrheit gibt schon ein früherer Väterspruch Ausdruck, indem er sagt: map 50103 “jm smoi „Die Furcht vor deinem Lehrer, hat der Furcht vor Gott zu gleichen." Um diese dem Lehrer entgegen zu bringende Ehrerbietung handelt es sich hier nicht. Das ist schon daraus ersichtlich, daß hier nicht vom Lehrer, sondern von dem „Genossen" die Rede ist, eine Bezeichnung, welche die Ehrerbietung des Schülers vor

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