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Der Israelit · 1896-06-04 · Heft 45 (4.6.1896) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 45 (4.6.1896)
Date
1896-06-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXTn. Jahrgang. M 45. Der Israelit. Sin Aenlrat-Hrgan für das orlHodo^e IudenLhum. Begründet von Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 4. Juni 565b (1896). Leitender Artikel. Sprüche der Wäter. Sechstes Buch. V. Mainz, den 2. Juni. ano riNsn* na an gv ^aa aP p yvirv »an nDn< bjv min bw runtyo nma^ Dni> ’ix niowi nnaöi ann *)wa am dg aiarGw xnpj -nn nnna pDiy wnv ’q anaom non 'n nvyo nr6m idini ayo moi ns* nws yjn 1’Nttr nnn sys nnn xnpn bs nnPn Py nnn «in 'n anap aiD^napbiyv’Dbai’mm nDtma pDiyv »d pin p i? .nma ax^moi bx'Pm runoDi -idnjls' r\byr\D nr nn mm „Rabbi Jehofchua, Sohn des Levi sagte: Tag für Tag geht der Hall einer Stimme aus vom Berge Choreb und ruft hinaus und sagt: „Weh den Menschen, ob derKränkung der Thora!" Denn jeder, wer sich nicht unablässig mit der Thora beschäftigt, heißt „Geächtet!" Denn es ist gesagt: „Ein goldener Ring im Rüssel einesSchmeines, ein schönesWeib, demdieAnmuth fehlt." Und e s h e i ß 1: Die Tafeln sind Gottes Werk und die Schrift ist Gottes Schrift, eingegraben auf die Tafeln. Lies nicht ein g e g r a b en (C h arut), sondern Freiheit (Cherut), denn es ist dir keiner frei, der sich nicht mit dein Lernen der Thora beschäftigt. Wer sich abermitdemLernendemThorabeschäftigt, der wird erhöht, denn es ist gesagt: Bon Mattona (Gottesgeschenk) nach Nachaliel (Gott es erb c) und von Nachaliel nach Äa mo th (Höh e)." Eine aufmerksame Prüfung der Stellen des talmodischen Schriftthums, in welchen von Bath Kol die Rede ist, dürfte zu einer Unterscheidung zwischen bp na und D'ovn -ja inp na führen. Ein Bath Kol vom Himmel, ist eine concrete, wirkliche aus den Himmelshöhen rufende, göttliche Stimme, während Bath Kol ohne weitere Beifügung, mehr dem Wiederhall einer andern Stimme, oft auch blos der Bolksstimme entspricht, die ja auch in gewissem Sinne Gottes Stimme ist. Das Bath Kol, von welchem hier Rabbi Jehofchua ben Levi berichtet, scheint den Wiederhall oder richtiger den Nachhall jener göttlichen Stimme zu bezeichnen, die einst am Berge Choreb Israel sein Gesetz verkündete. Von dieser Stimme ist uns ausdrücklich berichtet, daß sie niemals aufhört, oa^np bibtt 'man ,-6xn anaan nx by Dana"! pp' iö) bm b'-p ^snyr.i pyn rxn -pnv ana :by Dina DGas nn^ gv „Diese Worte hat Gott zu euerer ganzen Gesammlheit gesprochen auf dem Berge aus der Mitte des Feuers, der Wolke und des Nebels, mit lauter Stimme, die niemals aufhören wird, und er schrieb sie auf die beiden, steinernen Tafeln und gab sie mir." (V. B. M., Cap. y., B. 19.) Dieser Gottesruf klingt seit Jahrtausenden durch die Welten. Vor seiner unwiderstehlichen Macht sind die Götzen des antiken Heidenthums gefallen. Er hat die Saat der Bildung und Gesittung, von Gesetz und Recht, von Menschenliebe und Menschenwürde in die Geister und Gemüther der Sterblichen gestreut. Seine höchsten Triumphe feiert dieser nie verklingende Gottesruf aber bei dein Menschenkreis, an den er zunächst gerichtet war, an Israel, an uns selber. In etwa 300 Sprachen übersetzt, dringt er über Länder und Meere zu den Menschen aller Zonen und Farben, um dieselbe für die göttliche Wahrheit zu gewinnen, die er athmet. Aber noch ist der größte Theil der Menschheit von dieser Gottesstimme zu gewinnen. Sie klingt daher weiter und weiter, bis sie diese ihre Mission erfüllt haben wird. Sie hat diese Mission aber noch nicht einmal bei dem eigentlichen Gottesvolk, bei Israel vollendet. Seine ganze Geschichte ist nichts, als eine Darstellung der Treue

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