Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1896-04-27 · Heft 33 (27.4.1896) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 33 (27.4.1896)
Date
1896-04-27
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2448608-2448640--41680-2490648
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

WWWWWWWWWW " ' :"v .■■■■•■ ' ' jfi'-•>; 7 XXXVll. Jahrgang. M 83. Der Israelit. Ein Aenlrat-Hrgan für das orthodoXe IudenLHum. Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. M^nta^g, den 27. April 5656 (1896). Zu- Zrrrer Mervlr abonnirt man bei allen Postanstalten für die Monate Kai und Juni ©-? auf den „Israelit". Dieser Preis tritt aber nur ein bei Abonnements, welche rechtzeitig am Post-ZeitungSfchalter des Wohnortes des Bestellers oder bei dem betreffenden Landbriefträger aufgegeben werden. Die Expedition des „Israelit". Leitender Artikel. Sprüche der Witter. Sechstes Buch. II. Mainz, den 26. April, cnmb nai? r\m? mina poiyn idin -wd m Nin ’N13 VD ’DtP T>J7 tO' 712171 „Rabbi Mei'r sagt: Wer sich mit der Thora u in ihrer selb ft willen beschäftigt, der gelangt zu vielen Dingen, und nichtnurdas, sondern die ganze Welt steht ihm zu. Er wird geliebter Genosse genannt, er liebt Gott, liebt die Menschen, erfreut Gott, erfreut die Menschen, sie bekleidet ihn mit Demuth und Gottesfurcht und befähigt ihn gerecht, fromm, gerade und treu zu werden, sie hält ihn fern von Leichtsinn und bringt ihm sittliches Verdien st. Man hat von ihm Rath und Beistand, Einsicht und Stärke, denn es ist gesagt: „Mein ist Rath und Beistand, ich binEinsicht,mein ist Stärke. Sie giebt ihm Königthum und Herrschaft und Erforschung des Rechts, ihm w e r d e n d i e G e h e i m n i s s e derThora geoffenbart, und er wird wie ein Quell, der nie versiegt und wie ein Strom, der aus sich immer stärker wird, er bleibt zurückgezogen, langmüthig, verzeiht die ihm widerfahrene Kränkung und das macht ihn groß und stellt ihn hoch über alle Geschöpfe." Die hohen, herrlichen Errungenschaften, welche hier als Preis demjenigen winken, der sich mit der Thora beschäftigt, werden nur demjenigen zu Theil, der sich mit der Thora novt» befaßt. Man versteht darunter eine Beschäftigung mit der Thora nur um ihrer selbst willen, um sich ihre Kenntniß anzueignen und ihre Anforderungen zu erfüllen. Wer Thora lernt, um mit seiner Gelehrsamkeit zu glänzen, um Ehre und zeitlichen Vortheil dadurch zu erlangen, der hat an diesen Errungenschaften keinen Theil. Ob das Thorastudium mit solchen Nebenabsichten nicht geradezu verwerflich, oder ob es selbst dann anerkennenswerth ist, darüber gehen die Anschauungen der Weisen auseinander. So viel steht fest, daß derjenige, der in dieser reinen Absicht, sich dem Studium der Thora hingiebt, viele Dinge erreicht. Der ganzen Fassung unseres Väterspruches nach, sind dies nicht die Dinge, die hier weiterhin aufgeführt werden, da diese durch die Worte ny nH als etwas bezeichnet werden, was sich außer den erwähnten Momenten noch an die Beschäftigung mit der Thora knüpft. Es können dies nur die segensreichen Verheißungen sein, die die Thora selber für alle diejenigen enthält, die sich note6 mit ihr beschäftigen und die R. Meier als allgemein bekannt nicht erst aufzuzählen braucht. Zu diesen vielen Dingen gehört z. B. langes Leben, wie dies die Thora selber verheißt: dhnd nin lanai DD”n nid d ddd nid pn tan uv d .'DI D’D’ „Denn es ist auch nicht ein leeres Wort, es ist euer Leben" u. s. w. (V. B. M. C. 32, V. 47.) Es gehört dazu Kindersegen, Nahrung, Versorgung Reichthum, Ehre, Rettung von allen Gefahren, wie

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.