Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 32 (23.4.1896)
- Date
- 1896-04-23
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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UM jlM', MWWV« für das s^> UV' Wrthodoxe MudenthumW ARO N> ['OM OS E S O- Akätter für die israet. Schule. fflsm mM MM mm 23. Ap»il 189C.] [9tt. 1. Erste ilerfamraluna israelitischer Neligioaslehrer Anhalts. -.^o— N --»- ° F * Die von Herrn Landesrabbiner Dr. Freudenthal für den 6. April c. nach Dessau einberufene Versammlung israelitischer Lehrer Anhalts, verlies für alle Theilnehmer in überaus anregender Weise; denn durch Vorträge und Austausch pädagogischer Erfahrungen, empfingen die Besucher eine Fülle von Anregungen, die den Religionsschulen Anhalts nur vortheilhaft sein können. Anwesend waren: Landesrabbiner Dr. Freudenthal—Dessau, Rabbiner Dr. Seligkowitz—Coethen, .Rabbiner Dr. Flaschner—Bernburg, M. Fuchs— Zerbst, S. Böhm—Bernburg, S. Abelsohn—Bernburg, R. Goldberg—Cvthen, B. Warenberg—©üftcn, L. Cohen—Sandersleben, R. Rose—Gröbzig, D. Bogacki—Jeßnitz, M. Kowalski—Ballenstedt, L. Beermann—Hazgerode, B. Blitz—Dessau und L- Horwitz— Dessau. Bor Eintritt in die Tagesordnung, hielt Kantor Horwitz—Dessau eine Lehrprobe über „die Theilung des Reichs", mit Kindern der Mittelstufe. Nachdem er die vorangegangeneu geschichtlichen Ereignisse wiederholt und die Thatsachen der Theilung erzählt, entwickelte er die verhängnißvollen Folgen der Theilung für Rechabeam und stellte die ethischen Lehren fest. Rach Beendigung der beifällig aufgenommenen! Lektion versammelten sich die Mitglieder im Sitzungs- I saale des Gemeindehauses. Den Vorsitz übernahm Herr Landesrabbiner Dr. Freudenthal, welcher, nachdem er die erschienenen Lehrer begrüßte, seinen Kollegen und dem Vorstande der israel. Gemeinde Dessau, die durch Entsendung ihres ersten Vorsitzenden, des Herrn Kommerzienrath Sonnenthal, wie durch die Ueberlassung des Sitzungszimmers ihr Interesse an der Versammlung bekundet hatte, für ihr Erscheinen gedankt, den Wunsch aussprach, daß die Vereinigung fortdauern und dem religiösen Leben zum Segen gereichen möge. Er betonte ferner, daß dieser kleine Zirkel nur den Charakter privater Konferenzen trage und besonders keine Scheidung von dem Lehrerverein für Mitteldeutschland bilden solle; im Gegentheil, er forderte die Beamten auf, sich recht zahlreich den bestehenden Vereinigungen anzuschließett. In das Hoch stimmten die Versammelten begeistert ein. In der nun folgenden Besprechung der Lehrprobe, an der sich namentlich die Herren Dr. Seligkowitz, Dr. Flaschner, Dr. Freudenthal und Herr Blitz betheiligten, traten mehr prinzipielle Auffassungen zu tage, die der Referent zum Theile widerlegte. Während von einer Seite mehr die Betonung des historischen Moments bei der Behandlung der biblischen Geschichte gewünscht wurde, stellte man andererseits die sich aus dem Inhalte erschließenden ethischen Lehren als Hauptforderung aus. Da hierüber,