Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 25-26 (26.3.1896)
- Date
- 1896-03-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XXXVII. Jahrgang. WS*?**- *£ ’-ff* £■ ft M 25 & 26. Ein Der Israelit Hentrak-Hrgan für das orthodoXe Iudenlhum. Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 26. März 5656 (1896). ■m Des heiligen Pehachfestes wegen geben wir heute eine Doppelnummer. Unsere WilFW nächste Nummer, wiederum eine Doppelnummer, wird Mittwoch, den 8. April, zur Ausgabe gelangen. ___ Da mit dem 1. April 1896 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die ge« ehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide. In der Postzeitungsliste pro 1896 eingetragen unter Nr. SSSS. Leitender Artikel. Kagaday schet Gefach. Zehnte Serie. VI. Mainz, 25. März. rva nnsna — ’junn ^ip ns 'n yoier '2 ’nans .'*W?n o^ir.T *aaina 'n „Ich liebe! Denn Gott hört meine Stimme, meine flehenden Bitten! Denn sein Ohr ist mir geneigt, und an meinen Tagen rufe ich. lim geben mich Bande des Todes u. dieEnge desGrabeS fände mich, Noth und Kummer mag ich immerhin finden, aber im Namen Gottes rufe ich, o' doch, Gott, rette meine Seele! Gnadevoll ist Gott und gerecht und unser Gott erbarmt sich. Es hütet die Einfältigen Gott; bin ich auch tief inArmuth versunken, er wird mir helfen. Kehre wieder meine Seele zu deiner Ruhe, denn es ist Gott, der Dir zu Deinem Besten Versagung auferlegt. Denn Du ha st meine Seele vom Tode befreit, mein Auge von Thränen, meinen Fuß vom Schwanken; ich werde weiter wandeln vor Gott in den Ländern der Lebendigen. Ich habe diese Ueberzeugung, auch wenn ich sage, daß ich sehr leide, zeihe ich doch in meiner Hast die ganze Menschheit der Täuschung! Wie werde ich Gott heimzahlen alle seine Wohlthaten gegen mich! Den Kelch der mannigfachen Hilfe will ich erheben und im Namen Gottes rufen: Meine Gelübde werde ich Gott heimzahlen, will es verkünden vor allem Volke. Theuer ist in den Augen auch der Tod seiner Frommen. O' Gott! Wenn ich DeinDiener bin, bin ich dein Diener als Sohn deiner Magd, damit hast du meine Fesseln gelöst. Dir will ich Huldigung s opfer opfern und den Namen Gottes rufen. Meine Gelübde werde ich Gott heim zahlen, will es v erkü n d en vor all e m Volke, in den Vorhöfen des Gotteshauses in deiner Mitte, I eruscholajim. Halleluja!" Der vorige Psalm gab in seinen Schlußworten dem Gegensatz Ausdruck, zwischen denjenigen, die am Tode hangen und daher schweigend hinsinken und zwischen Israel, das den Gottessegen verkündet, auch wenn er sich jetzt noch nicht verwirklicht hat und ihn, nyi nryo „von jetzt bis in die Ewigkeit" so lange mit seinem Halleluja feiert, bis diese Zukunft Gegenwart geworden ist. Dieser folgende Psalm hebt seine Sänger aber noch um eine Stufe höher, von welcher selbst auf die Aengsten und Sorgen, die Thränen und der Jammer der Gottessänger ein verklärender Strahl fällt, der allem Weh seinen Stachel nimmt und die Leiden selber als Garanten jener