Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 24 (23.3.1896)
- Date
- 1896-03-23
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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501 9^ A n r e i g e n. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Aach in diesem Jahre wirauf riDD mein la gebr. Java-Kaffee mit. Aufs. Sr. Ehrw Herrn Rabv. Dr. Frank in Köln gebrannt. (1)11 lNLlL w .^ava-RaWe >'X.Coöomann^8ln-T'«u^ Gdl'e Gtauöensgenossen! Ein tief erschütternder Unglücksiall hat sich vor einigen Wochen in unserem Dorfe ereignet. Ein hiesiger »HIT, der als Schuhmacher seine Familie, wenn auch kümmerlich jedoch ehrbar ernährte, wurde am Mo> tag, den 20. v. M., des Nachts ohnmächtig. Frau und Kind waren — wie der Herr Amtsrichter in Burghann nachträglich feststellte — durch Kohlenoxidgas so betäubt, daß sie erst am Morgen des 22. v. M. erwachten und den Later besinnungslos liegen sahen. Nachbarslcute, wie auch die Unterzeichneren eilten auf die Schreckenskunde herber und machien Bclebungsve.suche, die anfänglich etwas Erfolg zeigten. Der herbeigerusene Arzt constat erte Herzschwäche und Siunesbetäubung. Am andern Morgen verschied er — ohne wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein. Der betreffende Handwerker war erst 84 Jahre alt und hinterläßt eine arme Wittwe, die vor einem Famülen-Ereigniß steht und einen l^/irjähr. Knaben, die zur Lebenserhaltung reichliche Unterstützung bedürfen. Daher bitten die ergebenst Unterzeichneten alle Glaubensgenossen, sich der so jäh in uamenlosrs Elend und bittere Noth gedrängten Wittwe und ihrer armen, verwaisten Kinder kräftigst anzunehmen. Auf besonderen Wunsch wird den Spendern der Name der Familie genannt. Wehrda, Kreis Hünsild, den 28. F-bruar 1896. M Goldschmidt, Nathan Ehrenreich, Syn.-Aeltester. Lehrer. Das erschütternde Ereigniß bestätige ich vollinhaltlich und bitte auch mcinerseils der schwer betroffenen Familie möglichst nachhaltige Unterstützung zukommen zu lassen. Fulda, im März 1896. Der Provinzialrabbiner. Dr. M. Cahu. Wie vor. Wehrda, 13. März 1996. Der Bürgermeister: Schott. Auch die Expedition d. Bl. ist gerne bereit, Gaben unter Nr. 1635 in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. CAn einer Stadt Mitteldeutsch- <\j lands von über 15,000 Einwohnern würde ein tüch> tiger, jüdischer Rechtsanwalt lohnende Praxi« finden. Off. unter R, R. 1264 beförd. d. Cxped. d. Bl. in junges Mädchen, Israelit aus guter Familie, welche; bürgerlich kochen kann und in allen Hausarbeiten bewandert ist, sucht zum 1. Mai Stelle. Gest. Offerten uutrr Nr. 1887 besörd. d. Exped. d. Bl. Prämiirt! Mit Berücksichtigung der Passah-Küche von Wwe. Marie Kaudeis. 767 Rezepte, 800 Seiten franco mit Postzusenduna brochirt M. 1.80, kartonirt M. 2.—, in Leinwand gebunden M. 2.20 gegen vorberige Einsendung des Betrage«. JAKOB B. BRANDEIS, PRAG, 1782 Baden-Baden. Wegen Todesfall verkaufe ich meine seit ca. 70 Jahren bestehende Firma: Hotel Hirsch-Herz gegen Ueleinähme des vorhandenen Inventars zu coulantollen Bedingungen und Zahlung einer mätzigen, jährlichen Licenz-Abgabe oder gegen einmalige Absinduiigsjumine. Offerten erbittet Lrcru Alphonfe Weil, 1885) Baden-Baden, Werderstraße. Herzliche Bitte um rasche Hilfe! Ein unabsehbares Unglück naher einer streng religiösen, verschämten Familie, indem der Ernährer derselben schon längere Jahre kränklich, eins der noch kleinen Kinder seit einem halben Jahre bettlägerig ist. Die schwache Frau, die ein kleines Spezereigeschäft betreibt, hat sich und die Ihrigen lange Jahre redlich und kümmerlich ernährt, wegen der starken Concurren; in dem kleinen Orte in ihr diesis aber jetzt nicht mehr möglich. Daher bittet der ergebenst Unterzeichnete recht flehentlich, jeder Leser dieser Zeitschrift möge diesen traurigen Fall beherzigen und befürworten und mit Rücksicht auf die Dringlichkeit dieses Gesuches sein Scher flein — ü’yODD IHN’ nznon HIN — dazu beitragen, die höchst drückende Lage, mit göttlichem Beistände, in Etwa« abzuweiiden. Herzlichsten Dank jedem Spender im Voran«. no’^ir rrnn arrasyoi Dtysi nnrnD nbttt' 3»ö*öi aiom .D’DtCTI p M. Rosenwald, Lehrer, Iserlohn. Auch die Expedition d. Bl. ist gerne bereit, Gaben unter 1650 in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. Theure Glaubensbrüder! Ein ehrwürdiger ,->->151 fl, der bereits drei Dezennien seine ganze Kra't DSHipn map1 widmete, ist in große Noth gerathen. Durch ein unheilbares Leiden unfähig gemacht in seiner gewohnten Arbeitslhäiigkrit, steht derselbe nebst seiner zahlreichen und ehrbaren Familie den ganzen Winter hindurch existenzlo« da und ist das Schlimmste zu befürchten. Brüder und Schwestern! Habet Mitleid mit dieser braven Familie, welche in ihrer augenblicklichen Perzweistung erschiiitert a iSruft mit den Psalmisttn: - — Rettet diese Unglücklichen vom Untergange. Zur Empfangnahme von Spenden ist die Redaction diese« Blatte« unter II. 8. G. gerne bereit. (1666