Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1896-03-12 · Heft 21 (12.3.1896) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
37 (1896)
Issue
Heft 21 (12.3.1896)
Date
1896-03-12
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2446951-2448608-2448630--41457-2490415
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

WWW 436 führung anknüpfend an die Worte u'p^r« 1^2 11122V 1^H12V den hohen Werth des rivith 1511517« hd’8 zu schildern und schloß seine inhaltsvolle Rede mit dem Wunsche twi min tmr ip-i» penm. Von den verschiedenen geistreichen Tischreden heben wir die des obenerwähnten 89jährigen v2 papy7 Tnro hervor, welcher mit jugendlichem Eifer den idealen Zweck dieser Chewra, nebst r-,"j nuto auch minn nv'^> zu fördern, betonte. Der rühmlich bekannte Rabbinatsassessor E. Munk erläuterte mit begeisterten Worten, daß der mnv.i miJD in sieben Theile, entsprechend dermua des »npon ri'2 eingetheilt ist, und daß dieses alte Werk auch für die Jetztzeit geeignet sei, Moral und jüdischen Geist zu erwecken oder wachzuerhalten, und ermahnte die Anwesenden auch ferner die rege Theilnahme dieser man zu bewahren. Schließlich dankte Herr Wolf Möller im Namen des Vorstandes den erschienenen Gästen mit dem Bemerken, daß nur durch eifriges minn t.d^ Stu dium der nrnpn mm und genauer Beachtung derselben die nv'-v rfciNj herbeigeführt werden könne. C. Dereinsnacffricfften. Kolberg« Dem zweiundzwanzigsten Jahresbericht über die Verwaltung des jüdischen Kurhospitals riNiEn rru im See-, Sool- und Moorbade Kolberg im Jahre 1895 entnehmen wir: Die Einnahmen des Betriebsjahres schließen mit 22412,83 M. Hiervon sind 1264,56 M. als Kassenbestand des Vorjahres vorgetragen, so daß die eigentlichen Einnahmen 21148,27 M. (gegen £4744,71 M. im Vorjahre) betragen. Die Ausgaben erreichten die Höhe von 13650,41 M.; ins Grundvermögen wurden 7900 M. abgeschoben, wovon 5900 M. für das Grundvermögen bestimmte Schenkungen und Stiftungen und nur 2000 M dem Jah.esüberschuß entnommen sind. Der Rest von 862,42 M. verbleibt als Kassenbestand am Schluffe des Jahres. Zu den schönsten Zierden unseres herrlichen Badeortes gehören unstreitig die hier blühenden Wohlthätigkeitsanstalten, deren sich unseres Wissens in solcher Anzahl wohl kaum ein zweiter Badeort in unserem Vaterlande rühmen darf. Außer d m jüdischen Kurhospital wirkt hier seit Jahren segensreich das christliche Kurhospital Siloah, das Brandenburger Seehospiz und seit Mitte Juli d. I. das von dem hochherzigen Menschenfreund James Simon zu Berlin fast unmittelbar am Ostseestrande errichtete Berliner Kaiser und Kaiserin Friedrich Sommerheim. Von allen diesen Anstalten, die zum Heil und Wohl der leidenden „Enterbten" unfern herrlichen Badeort schmücken und den Namen Kolberg weit in alle Deutschen Gauen hinaustragen, ist das jüdische Kurhospital zwar die schlichteste und bescheidenste, aber auch die erste und älteste, die hier errichtet worden ist und, — wir dürfen das ohne Ueberhebung zu unserer Genugthuung offen bekennen, — auf die Errichtung aller andern nachfolgenden, theils unmittelbar, mehr oder weniger Einfluß genommen hat. So hat unsere Heilanstalt trotz ihrer Schlichtheit und Bescheidenheit, trotz der Beschränktheit des Raumes und der kargen, lediglich aus der freien Wohlthätigkeit ihr zufließenden Mittel, ungemein großen Segen nach Außen und Inn n verbreitet, und mit freudigem Stolz dürfen wir daher auf eine nunmehr zweiundzwanzigjährige Thätigkeit auf dem Gebiete der Armen- und Krankenpflege zurückblicken. Doch so gerecht auch die Freudigkeit, die uns im Hinblick auf unsere bisher so glücklichen Erfolge erfüllt, sein mag, sie mag, sie ist und bleibt auch nicht ohne ernste Trübung, So oft ein Jahr rastloser Artest zu Ende geht, erwacht stets von neuem die Sorge, die Mittel für die Erhaltung der Anstalt, die mit Ausschluß des nur kleinen Betrages der aus dem Grundkapital erzielten Zinsen, wie schon bemerkt, ausschließlich aus der freien, öffentlichen Wohlthätigkeit hervorgehen, wen» auch nur in ihrem bisherigen Umfange aufzubringen. Zwar muß dankbar anerkannt werden, daß uns bisher das reiche Wohlwollen edler Menschenfreunde noch niemals gefehlt hat, ja daß wir durch den stets bereiten Wohlthätigkeitssinn derselben im ablaufenden Jahre sogar in der angenehmen Lage waren, 171 armen und zugleich kranken Personen, — 32 mehr als im Vorjahre, — die segensreichen Wohlthaten unseres Hauses ganz unentgeltlich zuzuwenden. Wahrlich eine stattliche Anzahl, die uns mit freudiger Genugthuung erfüllt! Wie gering aber ist diese Anzahl gegenüber der Menge von Bittstellern, die wir sowohl wegen Mangels an Platz als auch der Unzulänglichkeit der uns zu Gebote stehenden Mittel zurückzuweisen uns gezwungen sehen! Und wie nun, wenn einmal die uns aus der freien Wohlthätigkeit zufließenden Mittel aus diesem oder jenem Grunde spärlicher zugehen, oder hinter unfern berechtigten Hoffnungen und Erwartungen zurückbleibeu? — Immer mehr drängen die zwingenden und treibenden Verhältnisse auf eine Erweiterung unseres Wirkungskreises hin, arst eine Vergrößerung unserer Anstalt, die ja vor 22 Jahren zur Befriedigung nur ganz bescheidener Anforderungen ins Leben gerufen wurde. Um den gerechten Anforderungen, die alljährlich immer mehr wachsen, vorläufig wenigstens innerhalb der Grenzen der gegebenen Möglichkeit zu genügen, haben wir uns im letzten Frühling zum Neubau einer großen, luftigen Speisehalle entschlossen, wodurch wir in den Stand gesetzt wurden, den bisherigen längst nicht mehr zureichenden Speiseraum zur Aufstellung von neuen Betten zu benutzen und die Anzahl derselben um sieben zu vermehren. Unsere Anstalt verfügt daher jetzt über 38 Betten, gegen 31 im Vorjahre: davon sind 12 Betten Stiftungen. Bad Harzburg. Hötel Parkhaus“ 99 "1UO Feines Restaurant u. Pension, eleg. Hotel, 46 Z. m. Balkons, vornehmste Lage. Streng rituell; u. Aufsicht Sr. Ehrw. d. Herrn Rabb. Dr. Auerbach, Halberstadt. Borzügl Verpflegung. (99 a Damenkleiderstoffe. Grösste Auswahl aller Gattungen vom Einfachsten bis zum Elegantesten Mouifeline laine garantirt reine Wolle a 65 Pf. per Meter Master ICachemir auf Verlangen franco in’s Haus.! doppelbreit [ garantirt reine Wolle a 75 Pfper Meter [versenden in einzelnen Metern franco ins Haus, neueste Modebilder gratis ©ETTi JUdER & Co., Frankfurt am Main. Separat-Abtheilung für Herrenkleiderstoffe. Bnxkin von Mark 1.35 per Meter an.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.