Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 37 (1896)
- Issue
- Heft 11 (6.2.1896)
- Date
- 1896-02-06
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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XXXTU Jahrgang. Imeile Beilage zu M 11 -es „Israelit“. Leitender Artikel. Exegetische Beiträge. Hiob 3. XXII.: iE' ’Dirtf' D^ntsipn 13p. H. Arnheim, in Zunz Bibel und viele der neueren Commentatoren fassen das viel umstrittene und vielfach emendirte Wort ^\3 als „Neige n" u. z. in dem Sinne: „Die zum Reigen tanzen, hüpfen, wenn sie ein Grab finden." Nach dieser Aussass.mg würde jedoch der Parallelismus, der im ganzen Kapitel vorherrscht, Schaden erleiden. Eine günstigere Erläuterung und Aneinanderreihung des Wortes r>'a zu den vorhergegangenen Worten und Versen würde sich aus dem von R. Chanina in Berachot 8 a unserem Verse entnommenen Sprüchworte ergeben. i^'li.? mp insd' »3 itv'w b-a Hr< D'ncvn : xi? ’xd wvnna w^at np 'am vya 'ya^ ’rjx ncto „Dieser Vers will sagen, was die teilte mit mit dem Sprüchwort ausdrücken: „Der Mensch möge um Gnade beten, daß er Frieden genieße, bis daß die letzte Erdscholle aus seinen Grabhügel geworfen wird." Er faßt als einen Rollstein — Vgl. Kohut: Aruch Complet. s v. b''i; ferner Baba Meziah 117 b. — Gewöhnlicher und häufiger ge braucht bbu als nan -o?b ’1d*d, Stein, der als Deckel für das Grab benutzt wird. Vgl. Jalkut zu Psalm. § 719. So wenig wahrscheinlich diese Erklärung im Hinblick auf Hosen 9, I, trj=t>n ist, so gewinnt doch andererseits unser Satz einen besseren Sinn. Der Parallelismus, der im ganzen Kapitel vorherrscht, käme auch hier zum Ausdruck, und die Schwierigkeit, daß bei 'w 2" das waw copulativuni fehlt, wäre dadurch vermieden. Vgl. übrigens Levy N. H. und Ch. W. Bs. v. bbu I, S. 335b, der, wie ich nachträglich bemerke, ohne die talmadisch? Bemerkung zu derselben Erklärung des kommt. Stuhlmann — „das Buch Job" hat diese Schwierigkeit in .unserem Verse gefühlt, er emendirt daher statt 7^. Nach der talmudischen Erläuterung gelangen wir ohne Emendation zu demselben Resultate. Prag, den 4. Febr. Dr. Mor. Lewin-Jllava. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Berlin, 29. Jan. Eine wahre 7NL2 bi? nnör die das Herz eines jeden ächten 'iw besonders in der heutigen Zeit mit frommer Begeisterung erfüllen muß, beging der in hiesigen gesetzestreuen Kreisen allgemein bekannte -rw^a und F^-Berein Mittwoch Darrte "na. In verständnisinniger Weise verbanden die Mitglieder einen dvd mit einer ächt jüdischen ivy nron Feier. In hellerleuchtetem Saale Auguststraße 508 versammelte man sich an glänzender Festtafel, auf der in sinniger Weise 15 verschiedene nws zu zierlichen Gruppen arrangiert waren. Nachdem der Vorsitzende, Herr Dr. S. Bamberger *"j ctdd gewesen hatte und im Anschluß an das zuletzt gelernte an* "idd in formvollendeter, mitn piDE und D’amo gewürzter Rede das Schicksal Jjobs als Vorbild sowohl für den einzelnen tut als auch für Gesammtisrael dargestellt hatte, ergriff Herr cand. ph.il. S. Schüler das Wort, um in humoristischer, von ächt jüdischem Witz sprühender Rede einen Zusammenhang zwischen der -vy n»nn Feier und avN herzustellen; den weiteren Verlaus der erhebenden Feier schmückten die Reden der Herren eand. phil. Wolf und Neumark. Ersterer feierte in rednerischer Begeisterung das Verdienst der jüdischen Frauen, die sich als ächte n*.»jpns d^j um das Gelingen des Festes wohlverdient gemacht hatten. Im Anschlüsse an die Worte des Herrn Schüler wies Herr eand. phil. Neumark noch aus den Zusammenhang zwischen atpy rwon und dem ü-’d hin. Wie am “irey r-ycn die Bäume neue Säfte gewinnen, so ist ein solcher cvo bestimmt, dem Stamm des Geisteslebens neue Lebenskräfte zuzusühren. Sowie sich die Ewigkeit und Schaffenskraft der Natur darin zeigt, daß jeder Frühling neue Knospen aus dem Stamm hervorlreibt, so wies der Redner mit Stolz aus die jüngsten Mitglieder des Vereins hin, deren frisches Interesse an um'r. "ia^> nvnpn die Lebensdauer unseres Vereins verbürgt. Mit dem verheißungsvollen Verse Jes. 27,6 schloß die herrliche Rede, die aus die Anwesenden einen sichtlichen Eindruck hinterlassen hatte. Von weiteren Rednern seien noch Herr eand. phil. Braunschweiger und Herr N. Cohn erwähnt. Die Reden wechselten ab mit den gemüthvollen altjüdischen Melooieen verschiedener O'iivD und nm*DT. Bis nach Mitternacht blieben die Mitglieder gemüthlich beisammen und trennten sich mit dem freudigen Bewußtsein ein ächt jüdisches Fest nach althergebrachter Weise gefeiert zu haben. Es bleibt uns nur noch übrig, dem und Verein ein herzliches n^si aaa zu zurufen. .p'S IJID1?