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Der Israelit · 1895-05-28 · Heft 42-43 (28.5.1895) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 42-43 (28.5.1895)
Date
1895-05-28
Page
– (sequence 18)
Language
German
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-ST^ap 800 her umsomehr überrascht, als ich am Anlegeplatz der Dampfschiffe einen eleganten Omnibus antraf, der die Aufschrift Hotel Falk trug, und der jedes Paffagierschiff resp. deffen Gäste erwartet und nach der wenn auch kleinen Seefahrt den Ankömmling auf Polster und Federn rasch nach Hause bringt. Wie staunte ich erst, als wir nach 10 Minuten Fahrt vor einem Monumentalbau anhielten, der das Hotel Falk rrpräsentirt. Mein Metier bringt es mit sich, daß mich auch die Außenseite der Hauser interessirt und machte die Frontansicht einen ganz vorzüglichen, obgleich massig, sehr gefälligen anheimelnden Eindruck. Nun gar die Jnnenraume; große Sale für 140 und mehr Personen, ebenso stilvoll eingerichtet, wie auch die kleinen lauschigen Salons für kleinere Gesellschaften zur Gemüthlichkeit einladen. Rings auf 2 Fronten Veranden mit Sitzraum für ca. 350 Personen, denen alle zu gleicher Zeit servirt werden kann. Die Koch- und Speiseeinrichtungen wie sie hier das Falk'sche Hotel bieten, habe ich bisher nur in den großen Aktienhotels gesehen, hier sind solche in Doppeleinrichtung Milch- und Fletschding jedes separat getheilt; last not least Wohnungen für Einzelbewohner und einzelne Familien komfortable und elegant. 60 Zimmer mit 90 Betten, fast alle Zimmer bieten Aussicht aufs Meer. — Das war so ungefähr der erste Eindruck und ich hätte es nicht geglaubt, wenn ich es nicht selbst gesehen, daß der Besitzer und Leiter des Geschäftes Herr Hoffmann, ein Glaubensgenoffe, der mit großer Bereitwilligkeit und vieler Liebenswürdigkeit mir daS Haus vom reichgefüllten Keller bis zu den Dachkammern einfehen ließ und mein fachmännisches Urtheil erbat. — Der 1D1D, der die nriiD, die jede Thüre trägt, geliefert. hat wohl noch nie eine solche Waffenlieferung gehabt. Nun komme ich zum Cardinalpunkt, und unter uns gesagt, mit leerem Magen, ist mein Urtheil zu nüchtern. — Die Mahlzeit, unter Assistenz einer von orthodoxen Rabbinen beauftragten AufsichtSdame, von bewährten Köchen bereitet, bot Alles, was die Jahreszeit der fashionablen Hotelküche zu Gebote stellt, dazu vorzügliche Weine, und selbst meine christlichen Freunde, die mirgefolgt waren, waren voll des Lobes über die Qualität und Reichhaltigkeit des Gebotenen. — Ein junger Arzt aus L., der uns begleitet und der mit besonderem Borurtheil jeder und nun gar der jüd. Hotelküche entgegentritt, erklärte, daß er nie gesünderes Effen gefunden und alle Patienten in Zukunft an Falk verweisen würde, da müsse Jeder gesund werden. — 2975 Ich bezweisse nicht, daß viele Glaubensgenossen den Staub ihres Alltagslebens abschütteln und zur Sommerszeit Erholung und neue Kraft hier suchen und finden, umweht von kräftigender Seeluft und gestärkt durch reinliche und nahrhafte Kost in obigem Hause. Ingenieur C.... protze Stunde« im traute« Heim bietet jedem Leser das neue illustrirte Familienblatt „Frohe Stunden" aus dem Verlag von Rich. Herm. Dietrich in Dresden. Dasselbe ist bei einem Preise von nur 10 Pfennige pro Lieferung das billigste und interessanteste Unterhaltungsblatt, es übertrifft alle bisherigen Unternehmungen dieser Art und kann, vermöge seines Inhaltes und seiner Ausstattung, den besten, deutschen UnterhaltnngSblättern an die Seite gestellt werden. Die Famil cn-Zeitschrift „Frohe Stunden" bringt jährlich mindestens sechs der neuesten Original-Romane von hervorragenden Schriftstellern, die ebenso wie die Novellen von spannendstem Interesse sind und zum ersten Mal im Druck erscheinen. Der künstlerische Jllustrationsschmuck und die von köstlichem Humor sprudelnden Erzählungen in den „Frohen Stunden" erfreuen jeden Leser. 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Ä.Cbssmann Köln-Deutz.1 Niederlage« in fast l alle« Städte« Deutschlands, wo solche «och «icht vorhanden, werden dieselbe auf gefl. Anfrage« errichtet, ma« erbitte PreiScouraut. Telefon. Nr 140. «aaaaaaaaaajuuu.aajuuaajuaaa.aaaaaa/ Buxkin, Kammgarn n. Cheviots. doppelbreit, ä Mk. 1.35 per Meter nadelfertig, in solider Qualität, versenden in einzelnen Metern portofrei in’s Haus TuchversandtgeschäftOöttingör & CO., Frankfurt a. M WM" Xusterauswabl umgehend franco /TYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYVYYY 395 £ YYYYV Gesucht Für eine kleinere Gemeinde in der Schweiz, ein junger Mann als Cantor und Religionslehrer. Jährliches Salair Frcs. 1000 nebst Nebeneinkünften. Da derselbe viele freie Zeit zur Verfügung hat, so wäre ihm Gelegenheit geboten, sich einer Nebenbeschäftigung zu widmen. Eintritt per 1. August, eventuell auch früher. Rkflectanten wollen ihre Off. unter Beile ung von Zeugnissen und Mitiheilung ihrer bisherigen AmtSthätigkeit unt. Chiffre W. 2786 an die Exped. dsS. Bl. einsenden. CVn unserer Gemeinde soll die \) Stelle eineL ürw u. Hilfsvorbeters, der auch die Functionen des TriebererS undSynagogendienerS zu versehen hat, baldigst besetzt werben. — Neben freier Wohnung beträgt das feste Gehalt 1200 M.jährlich. — Gut qualifizirte Bewerber, Inländer, belieben ihre Bewerbungen zu richten an den Vorstand der Synagog. - Gem. zu Zabrze O.-S. M. Kaiser. (2826 Oes ucbt tüchtige, religiöse Köchin gegen hohen Gehalt. Off. unt. Nr. 2820 beford. d. Exped. d. Bl

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