Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 41 (23.5.1895)
- Date
- 1895-05-23
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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hat, and nach Abzug seiner Auslagen für Arbeitslohn, Pferdefutter etc., noch einen Reingewinn von 500 Fr cs. hatte. Einer der Kolonisten, welcher Gemüse anbaute, erlöste dafür in „sichren Jaakob“ 400 Frcs. Bei drei Kolonisten ist ein Theil ihrer Weinstöcke aus den Jahren heraus, von denen sie 50 Kantar (arabischer Zentner 56 Kg.) Trauben geerntet, die sie in sichren Jaakob verkauften und für den Kantar 22 Frcs. erzielten. Die Trauben von Rech oboth wurden dem Keller von Rischon L’zion übergeben, und stellten sich die Ertragsmenge, sowie die Preise für die einzelnen Sorten in folgender Weise: Indische Trauben ä TO Frcs. d. Kantar, 2 600 Kg. 607 Frcs. Dunkle frz. „ „ 25 „ „ „ 79 433 „ 6 620 „ Div. Sorten „ 3 867 „ 258 „ 8 5 900 Kg. 7 485 Frcs. In Gederah brachte die Weinlese 2 60 Kantar Trauben. Von 160 Kantar bereitete man Cognac, der Rest wurde zur Weinbereitung verwendet. Leider wurden 50 Kantar Trauben unbrauchbar, weil sie nicht rechzeitig gelesen werden konnten, da es anfangs an Arbeitskräften, und später wieder an den nöthigen Fabrikationsapparaten für Cognac mangelte. Aus Beyrut wird uns mitgetheilt, dass seine Hoheit der neue Wali die Häupter der jüdischen Gemeinde, an deren Spitze Herr Frank steht, in hohen Ehren empfangen hat. In der Ackerbauschule der Alliance („Mikweh I Israel“) hat die leztjährige Weinlese 1200 Hektoliter Trauben ergeben, aus denen 800 Hl. Wein hergestellt wurden. In Rischon L’zion war im Monate Ab die Weinlese beendet. Herr Niego, Direktor der Ackerbauschule zu Jaffa, hat einen Ausschank für Wein eröffnet, wo man auch Obst aus den Plantagen der Schule erhalten kann. In Rech oh oth hat Herr Gar dis ki in diesem Jahre einen Versuch mit dem Anbau von Erbsen und Linsen gemacht, die sehr gut gediehen sind. (Fortsetz, folgt.) -OSO- Briefkasten. DE" An alle meine geehrten Herren Correspondenten die ebenso höfliche als dringende Bitte: 1. Die Spenden-Liste von den brieflichen Mittheilungen stets getrennt zu halten. 2. Die Spenden-Liste, mag sie selbst noch so bescheiden sein, nicht auf dem Coupon der Postanweisung, sondern auf einem Blatte Papier verzeichnet einznsenden. 8. Für die Spenden-Liste niemals die jüdische Kurrentschrift in Anwendung zu bringen, nnd falls die Spenden für verschiedene Rubriken nnd Zwecke bestimmt sind, sie auf ebenso vielen einzelnen Blättern zu verzeichnen. 4. Nur wo eine Spezialbescheinigung unbedingt nöthig, — beispielsweise zu Belegen bei Gemeindeakten u. dgl. mehr — eine solche zu verlangen, sonst jedoch davon gütigst absehen nnd das sofort, oder einige Tage nach der gemachten Geldsendung erhaltende neueste Spenden-Verzeichniss als Empfangsbestätigung betrachten zu wollen. 5. Mit der Veröffentlichung der eingesandten Spenden stets einige Geduld zu haben. Nicht bloss die alphabetische Reihenfolge, die, der leichteren Uebersicht wegen, bei den Ortsnamen eingehalten wird, sondern auch der Umstand, dass die „Spen d e n - V e r ze i c hn i ss e“ aus verschiedenen Gründen schon einige Wochen vor ihrem Erscheinungsdatum gedruckt werden, ruft öfters eine Verspätung in der Veröffentlichung mancher Spenden hervor, die sich beim besten Willen selbst nicht umgehen lässt, unveröffentlicht bleibtaber selbst die geringfügigste Gabe nicht. Jf. W. in 8. Ich werde auch Ihres Hospitals hie und da eingedenk sein; wo aber bei sehr bescheidenen Mitteln so viele Anstalten zn berücksichtigen sind, kann jeder einzelnen nnr eine geringfügige Unterstützung gewährt werden. Es bedarf keiner weiteren Erinnerung mehr Ihrerseits, auch keiner Empfangsbestätigung der Ihnen durch das Central-Comite für palästinensische Angelegenheiten in Amsterdam anweisenden Summen, nnd ebensowenig irgend einer Danksagung dafür, da die Zeit mir änsserst karg zngemessen, nnd ich deshalb Jedem dankbar bin, der mir das Les°n nnnöthiger Briefe erspart. Unter den Initialen n"rn in nsä" werden Sie die Ihrer Anstalt zugewendeten Spenden in meinen „Spen den-Verzeichni ss en“ vermerkt finden. Rabb. 8. 8. in R. nnd J. K. in R. Ich verweise sie höflichst anf die vorstehende Antwort. Herzlichen Gruss! Mj. H. in R. Es wäre mir angenehm, wenn Sie in Zukunft dem einsendenden n7n-Gelde ein Verzeichniss der Spenderinnen desselben mit deren Vornnd Zunamen beifügen wollten. R. R. in 91. Verzeichnen Sie gütigst die Namen der Spender stets in deutscher Schrift, wodurch mir die Mühe des Ueberschreibens nnd in Folge dessen Zeitverlust erspart wird. Ihre jüdische Kurrentschrift ist auch etwas schwer leserlich, nnd werden darum die Namen der Geher wohl schwerlich fehlerfrei in den „Spenden-Verzeichnissen“ wiedergegeben sein, was bei deutscher Schrift vermieden worden wäre. Frau 8. €r. in W. Der tTHp nTDN Dy 'ny’ttf wurde am p’j in Jerusalem gewissenhaft besorgt. Frau P. 8. in G. Desgleichen der von Ihnen anfgegebene am “Hk D"D, was aber nur dadurch möglich war, dass ich nicht erst Ihre Erinnerung, die gerade znm Jahrzeittage hier eintraf, abwartete, sondern schon am DDttf V'3 einen n"n in Jerusalem damit beauftragte. Frau M. Ä. in S. Aus den fünfzehn r6n- Büchschen, die ich Ihnen im Oktober 1890 zugesandt, habe ich, allen Erinnerungen znm Trotz, noch immer kein ,“6n-Geld erhalten; was ist die Ursache Ihres räthselhaften passiven Verhaltens? Ich bitte höflichst um baldige Aufklärung! H. I«. in F. Es soll mich sehr freuen, wenn Sie Ihrem Vorsatze, all' die zahllosen Bettelbriefe in Zukunft unberücksichtigt zn lassen, treu bleiben, nnd die Eintheilnng Ihrer Spenden und Sammlungen mir überlassen wollten. A. F. in W. {Oys 2127- Je mehr Mühe Ihnen das Einsammein des n^n-Geldes in Ihrer Gemeinde verursacht, mit desto grösserer Befriedigung muss Sie das Besorgen der grossen Mizwah erfüllen. Ich hoffe also zuversichtlich, auch fernerhin mindestens halbjährlich mit dem Erhalten Ihrer Sammelergebnisse erfreut zn werden. Druck der Joh. W i r th’schen Hofbuchdruckerei Actien-Gesellschaft, Mainz.