Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 41 (23.5.1895)
- Date
- 1895-05-23
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2448559-2448599--40812-2489741- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Kverdorf. Frau G. Löwenberg n^7N Geld 10 M. Mehring b. Schweich (Mosel). S. Lteser Cahen 2 M. M. S in K. 18 M. Magdeburg. A. Gleis 16 M. Pfaffenhofen (Elsaß). G. Leopold 4 M. 8. L. in S. 20 M. Straubing. ^frauTh. L.: /-s^ Geld 10 M. für eine bedürftige Familie. Saudowitz. I. Pick 4.50 M. Sohn 5 M. Schönebeck (Mark). J. P.: Jahrzeitspende 3, Purimspende 2, zus. 5 M. Bolkmarfen. X. N. 10 M. Wandsbeck I. Stiefel und I. Leon 15 M. ’i t!; t. t; Sr r {. r-'1 '? 4W- Die Kolonisation Palästina’s. Die Ackerbauschule zu Jaffa. (II. Fortsetzung*). Unsere Zöglinge haben Geschmack am Lesen. Sie verwenden den grössten Theil des Samstags dazu, entweder gemeinschaftlich oder für sich allein Lektüre zu treiben, und sie ziehen hieraus grossen Nutzen. Gesundheits-Zustand. Die ältesten Einwohner Jaffas können sich seit ihrer Kindheit nicht erinnern, einen so schlimmen Sommer erlebt zu haben, wie denjenigen, welchen wir soeben durchgemacht haben. Niemals haben die Fiebererkrankungen in Jaffa und in der Umgegend einen so hohen Grad erreicht, wie in diesem Jahre. Dieselben haben eine gefährliche Form angenommen und zahlreiche Todesfälle verursacht. Daher ist denn auch die Sterblichkeit in Jaffa sehr gross gewesen, und zwar derart, dass die Behörden in Jerusalem und Konstantinopel in Unruhe versetzt wurden. Sämmtliche Bewohner der Schule, alle ohne Ausnahme, vom bestgepflegten Kinde an der Mutterbrust bis zum stärksten, für das Klima abgehärtesten Fellah, haben starke Fieberanfälle mit zwei oder mehrfachen Rückfällen gehabt. Es gab einen Zeitpunkt, wo wir fünfzig kranke Zöglinge hatten, so dass unsere Anstalt ein richtiges Krankenhaus geworden war. Glücklicherweise vermochten wir zum Theil diesem traurigen Zustande abzuhelfen. Zuvörderst hatten Sie mir die Einrichtung eines Krankenhauses erlaubt und uns einen grossen Vorrath von Medikamenten verschafft, die uns vortreffliche Dienste geleistet haben. Die allzu ergiebigen Regengüsse des Frühlings, denen im Sommer starke Hitze folgte, sind ohne Zweifel dieürsache dieses schlechten Gesundheitszustandes gewesen. Das Regenwasser hatte sich, in den tiefgelegenen Theilen unserer *) S. Nr. 550. Anstalt an gesammelt, die Thal er hatten gefährliche Ausdünstungen verbreitet. Bei der Gründung wurde der Fehler begangen, die Wohngebäude unserer Anstalt in der Ebene zu bauen, anstatt sie auf den Höhen zu errichten. Da stets eine emsige landwirtschaftliche Thätigkeit den Umkreis der Niederlassung beherrschte, liess man sich dazu verleiten, die Frucht- und Gemüse-Gärten auf einem undurchdringlich lehmigen Boden anzulegen. Das erste Versehen hat zu mehreren anderen geführt, welche dann viele Ausgaben und Sorgen verursacht haben. Sie haben mich veranlasst, Schritte bei den Behörden zu thun, um die Ableitung der stagnirenden Gewässer, die an unser Besitzthum grenzen, herbeizuführen, und haben mir dafür einen Kredit bewilligt. Die Massregeln haben ihren Anfang genommen. Ich habe sämmtliche Eigentümer, welche bei diesem Unternehmen interessirt sind, vereinigt, und haben wir eine Petition an den Gouverneur von Jerusalem gerichtet. Der Pascha hat den Behörden von J a ffa Befehl erteilt, sich mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen; die Gemeinde-Verwaltung hat sich mit der Frage befasst, und der Ingenieur des Gouvernements hat schon den Plan zu den Arbeiten entworfen. Das wird eine grosse Wohltat für unsere Anstalt sein, welche dann ein sehr angenehmer Aufenthalt werden wird. In seiner Fürsorge für Alles, was das Wohlbefinden unserer Zöglinge betrifft, hat uns das Central-Comite einen grossen Filter, System Pasteur, übersandt, um das als Getränk für unser Personal dienende Wasser zu reinigen; dasselbe hat mir ausserdem erlaubt, die Speisenordnung zu verbessern, und in dem Zeiträume, in welchem die starke Hitze den Schlafsaal fast