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Der Israelit · 1895-05-20 · Heft 40 (20.5.1895) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 40 (20.5.1895)
Date
1895-05-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
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XXXVI. Jahrgang. eilnge }U M 40 des „Israelit“. Literarischer Bericht. nttfD 1"-«D nt»D ppn D oy nwo 121'1 'SV mM«13 'D DVUSO p"pl Y3N!>"p>3! . niatpi Preis 2 M. 50 Pf. — Verlag: Abraham Pollak Bonyhad (Com. Tolnau) Ungarn. L. Der weit über die Grenzen seines Wirkungskreises bekannte Verfasser des vorliegenden Werkes, ist vor ca. 5 Jahren im Alter von nur 42 Jahren, seiner Gemeinde durch den Tod entrissen worden. Wer je von der Höhe des Geistes und der Tiefe des Gemüths, von der innigen Frömmigkeit und seltenen Gelehrsamkeit des Bonyhader Rabbiners Näheres erfahren, wird sich mit uns glücklich schätzen zu erfahren, daß derselbe einen reichen litterarischen Nachlaß hinterlaffen hat. Unter schweren p.cuniären Opfern, hat der Sohn des Verfassers aus diesen Geistesschätzen das Gediegenste in vorliegendem Werke zusammengestellt. Dasselbe enthält außer Eklärungen zu rvffK-a noch vollständige narrt, die den berühmten, schlagfertigen, geift- und gemüthvollen Redner bekunden, als welcher der leider so früh dahin Geschiedene in weiten Kreisen bekannt war. — Es würde den Rahmen dieser Besprechung überschreiten Proben aus diesen herrlichen Erklärungen mitzutheilen, zumal die Auswahl aus dem Trefflichen, das hier geboten wird, ungemein schwierig ist. — Um so angelegentlicher möchten wir alle Freunde unseres heiligen Schriftthums auf das Werk selbst verweisen und es zur Anschaffung wärmstens empfehlen. Bei denjenigen, welche das Glück hatten, den Verfasser und sein ungewöhnliches Wirken min aus eigener Anschauung zu kennen, bedarf es dieser Empfehlung nicht. Aber diejenigen, bei welchen dies nicht der Fall ist, besonders Rabbiner, Prediger und Lehrer, werden für den Hinweis auf diese Fundgrube origineller Anschauungen und Gedanken uns sicher Dank wissen. Ein rascher, großer Absatz des Werkes wäre schon deshalb zu wünschen, weil, wie in der Einleitung bemerkt wird, das Weitererscheinen der übrigen Thetle davon abhängt. Wir sehen der Fortsetzung des schön ausgestatteten Werkes mit vielem Interesse entgegen und werden dann Veranlassung nehmen, nochmals eingehend darauf zurückzukommen. * * * riDö w,-nnn 8i.i O'-livw tivri Hagadah für die zwei heiligen Seder-Abende. Zum Schulgebrauche von Leopold Buxbaum. Wien. M. Hirschler. Die vorliegende Behandlung der Peßach- Hagadah zeichnet stch in vielen Punkten durch eine originelle Auffassung des bereits so vielfach erläuterten Buches aus. Sie ist „den jugendlichen Helden des Seder-Abends, den Ma-Mischtanoh-Recitatoren" gewidmet und der Verfasser hat es verstanden in den Kreis dieser kleinen Helden hinabzusteigen und in ihrer Sprache und Anschauung ihnen die Bedeutung der Seder-Abende nahezulegen. Wir vermissen die in der Vorrede angekündigte Abhandlung über „Bedeutung und Wichtigkeit des Seder" und wünschten, daß dieselbe in einer hoffentlich recht bald erscheinenden zweiten Auflage ihren Platz findet. Für diesen Fall möchten wir noch auf einige andere Punkte aufmerksam machen, deren Erwähnung weniger als Tadel wie als Beweis für die Sorgfalt gelten soll, mit der wir das handliche Büchlein durchgesehen haben. Ju der Vorrede zur zweiten Auflage würden wir unter denjenigen, an welche das Ersuchen um Einführung dieser Hagadah gerichtet wird, gern die „Herren Eltern" vermissen. Ebenso auf S. 8 den Hinweis auf Awudraham, da man die Berücksichtigung dieses Hinweises Seitens der Herren Manischtanoh-Recitatoren kaum erwarten darf. Die Uebersetzung von N’iy ndi-6 mit „dürftigem Commtsbrod" ist neu und dürfte wohl nicht jedem zusagen. — Ebenso originell ist unmittelbar zuvor die Darstellung der Entstehung des n'jji xor6, die uns sehr zusagt. Wir möchten aber bezweifeln, ob sie der Wirklichkeit entspricht. An den zur Begründung angeführten Stellen des Talmud konnten wir nichts darüber finden. Vollständig unrichtig ist S. 21 die Mischna 'rat ’jm nn nmy p itj&n m -idn wiedergegeben, da stch dieselbe nicht aus die Pflicht den Auszug aus Egypten an den Seder-Abenden bezieht, sondern die Erwähnung von onao nN’r in yot? n«’np rvmy hw zum Gegenstände hat. Sehr ansprechend ist die Erklärung des in x’Ti und besonders der trcffende Hinweis aus das Pfeffel'sche Gedicht: „Die Stufenleiter." Zeitungsnachrichten und Torrefpondenze«. Deutschland. Breslau, 17. Mai. Unter der Anklage der öffentlichen Beschimpfung einer Reltgtonsgesellschast stand heute der frühere Redacteur der vor einigen Monaten eingegangenen „Deutschen Ostwacht", Hugo

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