Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 37 (9.5.1895)
- Date
- 1895-05-09
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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aaom. Jahr,«,-. Der Israelit M 87. Ein Gentral-Hrgan für das orlhodoXe ZudenIHum. Begründet von Dr. Lehman« in Mainz. Donnerstag, de« S. Mai 5655 (1S95). Leitender Artikel. Sprüche der Wäter. Fünftes Buch. XXX. Mainz, 8. Mai. moro *]öfföi jiisd oman wb D’arva r>no yanx x»mvi in v'nvt? ^sliDi Van nx jbid nihk; jibd hbti nBii ONvvri nx ro^pi p\n nx nx'UiD» nncrc in . nVvn nx ni^ipi nopn nx nxmiDV Vier Arten gibt es unter denen, welche vor den Weisen sitzen: Schwamm, ^Trichter, Seife, Schwinge. Schwamm: der alles aufnimmt; Trichter: der hier aufnimmt und dort von sich gibt; Seihe: die den Wein von sich gibt und den Hesesatz zurückläßt; Schwinge: der den Mehlstaub von sich gibt und das Kornmehl zurückhält*). Nicht alle, welche in das Beth-Hamidrasch gehen, setzen sich daselbst zu Füßen der dort lehrenden Weisen nieder. Es ist charakteristisch wie der Gewinn, welchen der Verkehr zwischen Jünger und Meistern der Thora zur Folge haben soll, voraussetzt, daß die Schüler vor den Lehrern sitzen. Nicht den «nnran nn nVin erschließt sich ohne Weiteres der unbegrenzte Weisheitsschatz unserer großen Lehrer. Die DnVin müssen erst o*arv geworden sein und früh und spät. Tag und Nacht zu Füßen der über ihnen stehenden Meister sitzen, um nun das Wort der belehrenden Weisheit erfolgreich von ihnen htnnehmen zu können. Dieses über den Worten *) Wie aus Menachoth 76b ersichtlich, wurde das Wetzenkorn, nachdem es geschält war, durch wiederholtes Schütteln in einem Sieb von dem die äußere Schicht bildenden ordinären Mehlstaub, Nvp, der durch das Sieb durchging, befreit, bis der innere feine Kern, rbiD, im Sieb zurückblieb. Danach ist der Ausdruck der Mifchna zu verstehen. pxnff’ MSN ">NO von Samson Raphael Hirsch S. b07.) der Welsen hinsitzende Smdium, das sich nicht so leichthin und nebenher betreiben läßt, das nur durch unablässige, constante Hingebung sich den Jüngern erschließt, mag wohl dazu geführt haben, daß man den ganzen Kreis wiffensdurstiger Tyorabcfliffener „Jeschiba" nennt. Wenn diese Bezeichnung auch zunächst die gemeinsame Bethetligung vieler Lernenden zum Ausdruck bringen will, so liegt ihr doch die durch das Sitzen über einen Gegenstand sich von selbst ergebende Vertiefung zu Grunde, die jedes ernste und eifrige Studium begleiten muß. noan naiv na'«" naiv. „Je mehr Studium, desto mehr Weisheit" lautet in diesem Sinne ein früherer Väterspruch. (II. 8.) n»y> ns xrari p *di» 'an r,u xnnJDaVx '«ox iVxp .nninoa tDyo’i na'vn nan» nnV nox mni onx Die Leute von Alexandrien fragten Rabbi Jose ben Chanina, was soll man thun, um weise zu werden? Man studire anhaltend und schränke sein Geschäft ein, war die Antwort. (Talmud Niddah sol. 56.) Aus den vielen Stellen, aus welchen es sich ergiebt, daß „Jeschtba" nicht als die äußere Institution vereinigter Thorajünger zur Aneignung der Thora, sondern als Bezeichnung für das emsige Studium der Thorawetsheit gilt, möge noch folgende hier angeführt werden: rVy nrp rroVnr rt^n n*xn nx nvx wyb «n ’xo nai naxj«r vVy mno nrxp mwo rara Vnaa nin itrpb vnn xn 'a oai w» na'r’a na*" nmapn mm namar dt 'ü naia pann cryanx xn'mo *hdd xn\jno “hdd nanx na xnx an pnv 'ann n'vpV V"yi n'DpV V»»yi D»amai D’x'aa nmn naaa paon yanxi p-vy .xann ^Resch Lakisch sagte: Siehst Du einen Schüler, dem das Lernen hart wie Eisen ist, so liegt es daran, daß er sich den Gegenstand nicht durch vieles Wtderholen geläufig gemacht hat. Das Mittel dagegen ist emsiges Studium. So bat Re sch Lakisch selber sich einen Satz der Mischnah vierzigmal