Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1895-05-02 · Heft 35 (2.5.1895) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
36 (1895)
Issue
Heft 35 (2.5.1895)
Date
1895-05-02
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2448559-2448593--40680-2489603
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

670 Wien. Dem Jahresbericht der „Wiener öffentlichen isr. Vereins-VolkS-Schule" Talmud-Thora, für das Jrhr 1894 entnehmen wir: Mit Bedauern müssen wir constatiren daß unsere regelmäßigen Einnahmen seit dem Vorjahre wiederum im Rückgänge begriffen sind, und daß der Appell, den wir im Jahre 1889 an unsere Glaubensgenoffen gerichtet haben und der seine Wirkung auf mehrere Jahre ausübte, seither verhallt und vergessen zu sein scheint. Wie im Vorjahre weist allerdings auch der Rechnungsabschluß für das abgelaufene Jahr einen nicht bedeutenden Ueberschutz auS; dieser Ueberschuß resultirt aber auS außerordentlichen, nicht wiederkehrenden Einnahmen, sowie auch au? dem Umstande, daß in dem abgelaufenen Jahre die Zinsen per 5000 fl. pro 1893 und 1894, also für 2 Jahre, zur Auszahlung gelangten. Das heurige Jahr würde sonst mit einem Deficite abgeschlossen haben. Unter solchen Umständen sind wir nur schwer in der Lage, unsere Schule auf dem der zeitigen Stande zu erhalten, und können wir, umsoweniger daran denken, die schon lange geplante Ergänzung unserer Schule durch Eröffnung der V. Claffe vorzunehmen und unsere bisher vierclasstge Volksschule in eine fünfclassige umzugestalten, was wir um so schwerer empfinden, als wir durch den, durch die Hochherzigkeit der löblichen CultuSgemeinde erfolgten Aufbau des III. Stockes auf unser SchulhauS, zwei neue Schulzimmer gewonnen haben, die uns in die Lage versetzen wurden, die V. Elaffe sofort zu installiren. Von ber Schaffung eines Penstonsfonds, von der Aufbefferung der in keinem Verhältnisse zu der anstrengenden Thätigkeit unserer Lehrer stehenden Lehrergehalte, kann naturgemäß zu unserem lebhaften Schmerze, unter diesen Umständen, gar keine Rede sein. Wir müssen deßhalb neuerlich unsere Glaubensgenoffen um zahlreichen Beitritt zu unserem Vereine, unsere Vereinsmitglieder um freundliches Wirken in diesem Sinne dringendst bitten, und zweifeln nicht, daß diese Bitte bei unseren Glaubensgenossen, deren Opferwilligkeil nie vergeblich angerufen wird, den erhofften Erfolg haben werde. Jerusalem. Zu den bisher in der ZionSstadt bestehenden HilfS-und WohlthatigkeitSanstalten, trat dieses Jahr eine neue, die in erster Reihe berufen ist, und jetzt schon dazu beiträgt, daS Elend und die Noth der ärmsten und nothleidendsten unserer hiesigen Brüder und Schwestern aufs möglichste zu* lindern. Wer die' Verhältnisse in der heiligen Stadt kennt, wie viele unserer Armen besonders zur harten Winterszeit aus Mangel einer warmen Kost zu leiden haben und mit trockenem Brode ihren Hunger stillen muffen, und dadurch nicht selten sich Krankheiten aller Art zuziehen, der wird leicht den unschätzbaren Werth unserer im verfloffenenem Juli eröffneten Allgemeinen israelit. Volksküche zu ermessen wiffen. Die Anstalt kennt keinen Unterschied, ob eS ein sefardischer, arabischer oder aschkenasischer Glaubensgenosse ist, sie sind gleich willkommen, die Volksküche steht allen,Hungernden offen. Die Leitung der Anstalt sowie tüchtige Köchinnen wetteifern darin, den Gästen gegen einen kleinen Entgelt eine nahr-und schmackhafte Kost zu bieten; sie zählt zahlreiche Greise, sowie die Schuljugend und deren Lehrer unter ihren permanenten Gästen. Da der Anspruch an die Anstalt sich von Tag zu Tag mehrt und die Deckung der Kosten größere Mittel erfordert, (bis heute ist eine Schuldenlast von Fr. 997 70 vorhanden) so muß der Vorstand an das Mitgefühl und die Thrilnahmr aller Zionsfreunde appelliren, und sie bittet durch Gewährung größerer Spenden u- Beiträge denselben in die Lage zu bringen, dieser Stätte wahrer Barmherzigkeit ein eigenes Heim zu gründen, damit die Anstalt nicht alljährlich einem erschwerenden Localwechsel unterworfen ist. Die Einnahmen betragen Fr. 4613,60, die Ausgaben Fr. 5611,30. Berichtigung. In dem Leitartikel in der Beilage zu Nr. 33: „Die Amtseinführung des Herrn Rabbiners Dr. L. Hirschfeld in den Stadt- und Landkreis Gießen," soll eS heißen statt: „für die große Sache des traditionellen, doch des echten, wahren, unverfälschten JudenthumS" „für die große Sache des traditionellen, echten, wahren, unverfälschten Judenthums." Bad Harzburg. "127D Restarrr Pensionshaus. Billa Coueordia, Bergstr. a. Walde. Unter Aufsicht Sr. Ehr würden d. Herrn Rabb. Dr. Auerbach, Halberstadt. Eleg. Zimmereinrichtung. Neue Betten. Luftiger Speisefaal. Borzügl. Verpflegung. Jeden Sonnabend Gottesdienst. Hax Hecht. Anzeigen. Für beit folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. 1040) 1e1egramrn-^.dresse: dlssop Frankfurtmain. Die Silberwaarenfabrik Lazarus Posen Wwe., _ Hoflieferant, Frankfurt a. JH. Sb Berlin empfiehlt ihre künstlerisch ansgestatteten Cultusgegenstände, als: Tass, Ee-Chajlm, Jad, Kronen, Channklampen, Esrogbiichsen etc etc & versendet Mntserhefte nehst Preiscourante gratis und franco. Grosse Läger in Gegenständen für Hochzeitsgeschenke etc. zu sehr billigen Preisen. Besteke zu enorm billigen Preisen. Auswahlsendungen, Kostenvoranschläge, Entwürfe, Wachsmodelle etc. etc. stets zu Diensten. Äflr ein Weingeschäft, Samstag ö u. Feiertage, «schlossen, wird ein tüchtiger, Militärs eier, jung. Mann (Israelit), der an selbständiges Arbeiten gewöhnt ist, als Buchhalter gesucht. Kost u. LogiS im Haufe. AuLführl. Offerten sind erbeten u. 8. 8. 3393 a. d. Exp, d. Bl. ^eirathen mit großer Mitgift werben biScret vermittelt unter Chiffre 2431 an d. Erp. JSr. Mädch. find gute Stell, durch d. Stellenbureau Traub, Franks, a. M., Börnestr. 80.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.