Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 36 (1895)
- Issue
- Heft 29 (8.4.1895)
- Date
- 1895-04-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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WMMWMAWWMWWl'MU. II?.!1' XXXTI. Jahrgang. MZ9. Der Israelit. Ein Kenlrat-Hrgan für das orlhodo^e IudenLHum. Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. Montag, den 8. April 5655 (1895). Des heil. Petzachfeftes wegen erscheint die nächste Nummer (eine Doppelnummer) Donnerstag, den 18. April. Leitender Artikel. Kagaday schel Heßach. Neunte Serie. VIII. Mainz, 7. April. "dpi ipDM yoitn nsi’i nN-n p'2'T rbp kpx — 1"iay "in p rvffD |riD!) r«»roa« ]i-ot unpei Dn2i .nn« Dihm yan 'n *3 iyyy -p« »a- „Unser Gott und Gott unserer Väter, es wird emporstetgen und hinkommen, zu Dir gelangen und gesehen werden, es wird Wohlgefallen und verstanden, bedacht und gedacht wer den, unser Andenken und unser Vedachtwe rden, und das Andenken unserer Väter, das Andenken des Messias des Sohnes Davids Deines Dieners, das Gedächtniß Jeruschola'.ji-ms Deiner heiligen Stadt und das Angedenken Deines ganzen Volkes vor Deinem Angesichte; zur Rettung und zum Guten, zur Gewährung, zur Liebe und zum Erbarmen, zum Leben und zum Frieden an diesem Tage des Mazzzoth- Festes. Gedenke unser, Gott unser Gott, an ihm zumGuten, und bedenke uns an ihm zum Segen, und hilf uns an ihm zum Leben und durch das Wort der Hilfe und des Erbarmens. Berücksichtige und begnade uns, erbarme Dich über uns und hilf uns, denn auf Dich sind unsere Augen gerichtet, denn allmächtig, König, gnaden- und erbarmungSvoll bist Du." Wer stch in den Gedankeninhalt unterer Gebete vertieft hat, merkt diesem Gebete sofort an, daß es einen tieferen als den bloßen Wort-Sinn habe. Diese Häufung von Ausdrücken, welche der oberflächliche Beurtheiler als Tautologien, als nuw ni^oa py i>va leicht zu halten geneigt ist, bestätigen dem Kundigen die Tiefe, oder in vorliegendem Gebete zutreffender, die Höhe der ihm zu Grunde liegenden Auffassung. In achtfacher Form bitten wir hier für verschiedene Anliegen um daS göttliche Andenken und Bedachtwerden. Eine geniale Erklärung dieses Gebets besitzen wir von dem Gaon R. Elia Wilna (n"n 'n «"un nwaa), welche die Achtzahl auf die sieben Himmel bezieht, über welchen Gottes Herrlichkeit als auf der achten Stufe wohnt, an welche stch unser Gebet wendet. Eine volksthümltche, allgemein verständliche Wiedergabe dieser Darstellung würde, abgesehen von ihrer Schwierigkeit, den Rahmen dieser Aufsätze weit überschreiten, weßhalb wir uns auf den bloßen Wortsinn und seine Erklärung beschränken müssen. Der Gegenstand unserer Bitte ist zunächst: unpsi dj-dt. Die Worte "dt und "ips bezeichnen in der heiligen Sprache das Vergegenwärtigen eines Gegenstandes, lai das dauernde, "ipo das momentane, durch gewisse Umstände veranlaßte und mit diesen vorübergehende. (Es dürfte stch diese Unterscheidung durch einen entsprechenden Ausdruck im Deutschen kaum wtedergeben lassen, und müßten wir uns daher darauf beschränken, das eine durch: „unser Andenken" und das andere durch: „unser Bedachtwerden" zu übersetzen.) Unsere Väter, die Träger unserer messtantscheu Hoffnungen, Jeruscholajim als Stadt des Gottesheiltgthums und Israel in seiner Gesammthett, sie alle sind, auch wenn sie von Menschen vergessen und aufgegeben scheinen, Gegenstand des unablässigen göttlichen Gedankens. Deßwegen wird ihre Vergegenwärtigung pot genannt. Wir dagegen kommen unS,